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Wirtschaftspsychologie: Hohe Boni locken nicht die talentiertesten, sondern die gierigsten Manager in die Vorstandsetagen

Wirtschaftspsychologie: Der Mai beschert dem VW-Vorstand eine zusätzliche Bonus-Nachzahlung von gut vier Millionen Euro. Gleichzeitig erfährt die Belegschaft, dass innerhalb der nächsten fünf Jahre mindestens 5000, möglicherweise auch 7000 Stellen gestrichen werden. Die Wirtschaftspsychologinnen Katja Rost und Margit Osterloh belegen in einer umfangreichen empirischen Studie, dass CEO-Boni a la Wolfsburg weder für Unternehmen, noch für Belegschaften vorteilhaft sind; eher überwiegen die Nachteile.

Behandlung von Folteropfern: Psychotherapeuten werden häufig traumatisiert

PsychotherapeutInnen und SozialarbeiterInnen erleben in der Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingen riskante Verletzungen. Eine niederländische Studie beobachtete, dass etwa 20 Prozent der Traumatherapeuten traumatisiert werden. Johanna Mohr und Axel Kobelt (Universität Bremen) konkretisierten die Problematik in qualitativen Interviews - und veröffentlichten ihre Untersuchung in "Praxis - Klinische Verhaltensmedizin & Rehabilitation" 104 (Themenschwerpunkt: "Migration in der Medizinischen Rehabilitation").

 

Wirtschaftspsychologie: Einkaufsmärkte ohne Einweg-Verpackung bereiten KundInnen Vergnügen

Wirtschaftspsychologie: Zügig und gewaltig sind die Plastik-Probleme angewachsen. Langsam, bescheiden, aber erfolgreich entwickelt sich eine Gegenbewegung: Sie nennt sich "No Waste" (=Kein Müll) und etabliert mittlere oder große Einkaufsmärkte, die grundsätzlich auf Einweg-Verpackungen verzichten. Alles wird lose oder in Mehrwegverpackungen - z.B. Gläsern - angeboten.

Wer pflegt wen, in welchem Alter, wo und wie? Eine neue Studie liefert Antworten

Deutschland ist ein Land des langen Lebens. Das ist erfreulich, führt aber häufig dazu, dass immer mehr Menschen Pflege oder zumindest Unterstützung im Alltag benötigen. Diese Hilfe wird zu einem sehr großen Teil von Angehörigen und dem privaten Umfeld erbracht. Nun haben Ulrike Ehrlich und Nadiya Kelle, Wissenschaftlerinnen am Deutschen Zentrum für Altersfragen, erste Ergebnisse aus einem von ihnen entwickelten Fragenmodul für die Innovations-Stichprobe des Sozio-oekonomischen Panels vorgelegt. Auf dieser Grundlage vermittelt sich ein genaueres Bild der privat Pflegenden.

Verkehrssünder: ihre Psyche, ihre Ausreden und Tragödien

Führerschein-Verlust: Trunkenheitsfahrer haben eher ein schlechtes Gewissen als die meisten "Punktetäter" oder Verkehrsrowdies. Sie neigen auch mehr dazu, ihre guten Vorsätze - nicht mehr alkoholisiert zu fahren - auf einer moralischen Ebene abzuhandeln. In einem Taschenbuch, "Vase und Bier", erzählt die Verkehrspsychologin Angelika Schildmeier ihre einschlägigen Erfahrungen mit Verkehrssündern: teils ernüchternde, teils unfreiwillig komische Szenen und Analysen aus dem Alltag.

 

Wirtschaftspsychologie: Selbstschädigung, wenn der Leistungsdruck wächst

Wirtschaftspsychologie: Der Eigennutz und eine positive Selbstwertbilanz werden als Hauptantriebskräfte im Arbeitsleben betrachtet. Dabei wird eine durchaus häufige Komponente meist ignoriert: Selbstschädigende unbewusste Ambitionen können auch bei psychisch Gesunden den Alltag mitbestimmen und die eigene Arbeit sabotieren. Der Sozialpsychologe Prof. Dr. Hans Dieter Mummendey analysiert das Phänomen in seinem Beitrag zum Reader "Panne, Irrtum, Missgeschick - Die Psychopathologie des Alltagslebens in interdisziplinärer Perspektive".

Health literacy: how to improve the advantages and to reduce the risks

The new volume "Health literacy across the lifespan" stresses the importance of health literacy for changing multiple health-risk-factors. Anne-Kathrin Mayer and colleagues shed light on a concept from different disciplines: psychology, educational sciences, health sciences and public health, communication sciences, and information sciences.

Rehabilitation muss diversitätssensibler werden“

Obwohl Menschen mit Migrationshintergrund teilweise einen höheren Rehabilitationsbedarf haben, nehmen sie Maßnahmen medizinischer Rehabilitation seltener in Anspruch als Menschen ohne Migrationshintergrund. Diejenigen, die Rehabilitation nutzen, weisen im Vergleich zur Mehrheitsbevölkerung oft schlechtere Rehabilitationsergebnisse auf. Prof. Dr. Patrick Brzoska und Tugba Aksakal vom Lehrstuhl für Versorgungsforschung der Universität Witten/Herdecke (UW/H) haben gemeinsam mit Forscherinnen und Forschern der Universitäten Bielefeld und Lübeck die Ursachen dafür erforscht und sich hierbei vor allem dem Aspekt der Versorgungserwartungen gewidmet. Für diese Arbeit wurden Sie nun mit dem diesjährigen Preis für Rehabilitationsforschung der Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften NRW (GfR) ausgezeichnet.

 

Legales Glücksspiel: Automatenindustrie ignoriert gesetzliche Vorgaben

Durch technische Tricks an Geldspielautomaten hebelt die Automatenindustrie geltende Gesetze aus. Die Folgen: Das Suchtpotenzial beim legalen Glücksspiel an Geldspielautomaten ist enorm gestiegen. Die Aufsteller profitieren mit jährlichen Wachstumsraten von durchschnittlich 10 Prozent.

DHS Jahrbuch Sucht 2019: Verbot von Onlinecasinos in Deutschland wird vielfach übergangen

Für Glücksspielanbieter erweist sich der Vertriebsweg Internet als zunehmend attraktiv. Dies gilt insbesondere für Onlinecasinos. Ihr Anteil am Gesamtmarkt liegt sogar noch vor den Onlinesportwetten. Onlinecasinos erwirtschafteten im Jahr 2017 mit einem geschätzten Bruttospielertrag (BSE) von 1,76 Mrd. Euro – nach 1,29 Mrd. Euro im Jahr 2016 – den höchsten Ertrag, gefolgt von Sport- und Pferdewetten mit 1,02 Mrd. Euro. Für alle Glücksspiele gilt: Sie sind grundsätzlich so konstruiert, dass der Gewinner immer der Anbieter ist und der Großteil der Umsätze mit problematischen oder süchtigen Glücksspieler/-innen gemacht wird. Das gilt auch für Onlinecasinospiele. „Suchtexperten sind sich einig, dass die Gefährdung durch Onlinecasinospiele besonders hoch ist. Als entscheidende Faktoren werden die Verfügbarkeit sieben Tage die Woche rund um die Uhr, schnelle Spielformen, unkomplizierte und nahezu unbegrenzte Einzahlmöglichkeiten und die unauffällige Teilnahmemöglichkeit, beispielsweise vom Handy oder während der Arbeitszeit, genannt. Daher bedürfen Onlinecasinospiele einer strengen Regulierung“, erläutert Ilona Füchtenschnieder, Vorsitzende des Fachverbands Glücksspielsucht e.V. (FAGS), anlässlich der Präsentation des DHS Jahrbuchs Sucht 2019. ...




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