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Getroffene Auswahl

Süchtige Glücksspieler können rationales Entscheiden lernen

Pathologische Glücksspieler sind auf ihren Kick im Spiel fixiert: Es aktiviert jedesmal ihr Belohnungssystem. Sind sie also zwangsläufig außerstande, sich gegen das Spiel zu entscheiden? Dr. Bernd Sobottka kommt in einer neurobiologisch-psychologischen Studie zu einem erfreulichen Ergebnis: Spielsüchtige können durchaus - wenn auch unter Schwierigkeiten -kompetentes Entscheidungsverhalten lernen.

 

Neues Lehrbuch der Allgemeinpsychologie: Wie sich die menschliche Psyche aus der animalischen weiterentwickelt

Reiner Seidel legt ein - in Struktur und Didaktik völlig neuartiges - Lehrbuch der Allgemeinpsychologie vor. Er setzt bei Entwicklungen im Tierreich an und verfolgt die Genealogie der menschlichen Wahrnehmung, Emotion, Intelligenz, Lernfähigkeit, Gedächtnisleistung und Sozialität. Damit integriert das Lehrbuch naturwissenschaftliche und geisteswissenschaftliche Befunde. Reiner Seidel lehrt an der Freien Universität Berlin als Professor für Allgemeine Psychologie.

Welche Rolle spielt Alkohol in der Begehung von Straftaten?

Die „Aktionswoche Alkohol“ der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (18.–26. Mai 2019) ist momentan in vollem Gange. Aktionen, Kampagnen, Informationsveranstaltungen u.v.m. sollen die Menschen über die Auswirkungen von Deutschlands Suchtmittel Nummer 1 informieren und Präventionsmöglichkeiten aufzeigen. Ein wichtiger Aufruf, denn der Blick in aktuelle Statistiken zeigt: Beinahe 8 Millionen Menschen in Deutschland (zwischen 18 und 64 Jahren) konsumieren Alkohol in einem riskanten Maße. Im Bereich der Kriminalität spielt Alkohol sogar eine noch zentralere Rolle: Stanley F. Friedemann und Martin Rettenberger der Kriminologischen Zentralstelle in Wiesbaden untersuchten die Beziehung von Alkoholkonsum und Kriminalität, ihre Ergebnisse stellen sie im aktuellen „Jahrbuch Sucht 2019“ (hrsg. von der DHS) vor.

Bluthochdruck und Nierenerkrankung: Wie Betroffene die Krankheit verzögern können

Nierenerkrankungen entwickeln sich meist langsam und - über lange Zeit - unbemerkt. Bluthochdruck ist häufig eine Ursache und immer ein Symptom. Betroffene haben immer mehrere Möglichkeiten, die Krankheitsentwicklung deutlich zu lindern und zu verlangsamen. Professor Dr. Emanuel Fritschka und Jarmila Mahlmeister beschreiben detailliert, wie sich ein Nierenversagen bereits in einem frühen Stadium erkennen und wie es sich langfristig bremsen lässt: Das "Gesundheitstrainingsprogramm für chronisch Nierenkranke" liefert eine reiche Zahl an Empfehlungen - inclusive einem farbig bebilderten Kochbuch.

Kroatien: Die Tragödie von Bleiburg und zunehmende Trauma-Folgestörungen

Kroatien bleibt in seiner traumatisierenden Geschichte gefangen: Krieg, Niederlage, Sieg, Opfer, Täter, Befreiung. Kroaten gedenken heute der Tragödie von Bleiburg: Am 14. Mai 1945 begann in der Kleinstadt in Kärnten ein Massaker, dem mehr als 100.000 Menschen - in erster Linie Kroaten - zum Opfer fielen. Am kommenden Wochenende pilgern 15.000, vielleicht auch 20.000 Kroaten zur Gedenkstättte nach Bleiburg und feiern eine Gedenkmesse, wie in jedem Jahr.

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz: Warum meist nur Männer aktiv sind

Evolutionspsychologie: Männer verhalten sich gegenüber Frauen am Arbeitsplatz häufig mehrdeutig - verbal, mit Blicken, Gesten, Handlungen usw.. Frauen registrieren es im Zweifel eindeutig als Belästigung und fühlen sich u.U. ernstlich "angefasst". Für Männer ist es eher ein Spiel - harmlos oder vielleicht mit dem Feuer. Wie ist der Unterschied zu verstehen? Die Psychologen Lisa Baßfeld und Sascha Schwarz finden in der Evolutionspsychologie Erklärungen.

Psychologie-Studien liefern verzerrtes Bild der Wirklichkeit

Meta-Untersuchung der TU Chemnitz zeigt, dass bisherige Konventionen zur Interpretation empirischer Studien in den Sozialwissenschaften kaum aussagekräftig sind

 

Wie bedeutsam sind gefundene Effekte in empirischen Studien der Psychologie? Um diese Frage zu klären, entwickelte der Statistiker Jacob Cohen in den 1960er Jahren erstmals Konventionen. Diese besagen, dass etwa eine Korrelation zwischen zwei Merkmalen von „.1“ einen kleinen und eine von „.5“ einen großen Zusammenhang bezeichnet.

Schikane unter Schülern: Opfer und Täter nehmen Schaden – wie man die Probleme lösen kann

Egal ob Hänseln, Haare ziehen oder Cybermobbing: Weltweit ist etwa jeder zehnte Schüler schon einmal Opfer von psychischer oder physischer Gewalt durch Klassenkameraden gewesen. Dabei leiden sowohl die Opfer als auch die Täter unten den Folgen dieser Angriffe: Sie neigen eher zu Alkohol- und Tabakkonsum, berichten häufiger von psychosomatischen Beschwerden und haben eher Probleme mit ihrem sozialen Umfeld. Das zeigt eine neue Studie von Forscherinnen und Forschern der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Im Fachjournal "Child and Youth Services Review" plädieren sie dafür, Präventionsprogramme stärker auf den Zusammenhalt innerhalb der Schulklasse auszurichten.

Süchtige Straftäter – Was verspricht einen guten Bewährungsverlauf?

Die Mehrheit der Strafgefangenen ist Drogen- bzw. Alkohol- gefährdet. In Justizvollzugs-Anstalten werden Häftlinge häufig zum Substanzmissbrauch verleitet. Neben der „normalen“ Strafhaft hat sich eine sozialtherapeutische Maßnahme etabliert, die einen größeren Bewährungserfolg von süchtigen Strafgefangenen erreichen soll: die „Unterbringung in einer Entziehungsanstalt“. Wie erfolgreich diese Maßregel (§64) eingesetzt wird und ob die Bewährungsergebnisse tatsächlich besser sind als bei „normalem“ Strafvollzug, war lange Zeit umstritten. Dr. Norbert Schalast und Kollegen haben die Ergebnisse in der umfassenden „Essener Evaluationsstudie“ untersucht und stellen sie im neuen Band „Straffällige mit Suchtproblemen“ vor.

Wirtschaftspsychologie: Hohe Boni locken nicht die talentiertesten, sondern die gierigsten Manager in die Vorstandsetagen

Wirtschaftspsychologie: Der Mai beschert dem VW-Vorstand eine zusätzliche Bonus-Nachzahlung von gut vier Millionen Euro. Gleichzeitig erfährt die Belegschaft, dass innerhalb der nächsten fünf Jahre mindestens 5000, möglicherweise auch 7000 Stellen gestrichen werden. Die Wirtschaftspsychologinnen Katja Rost und Margit Osterloh belegen in einer umfangreichen empirischen Studie, dass CEO-Boni a la Wolfsburg weder für Unternehmen, noch für Belegschaften vorteilhaft sind; eher überwiegen die Nachteile.




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