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Systemische Psychologie: heilsame Empfehlungen für Familien mit chronisch kranken Kindern

Übermannt von Gefühlen - Borderline-Patientinnen zeigen erhöhte Spiegelneuronen-Aktivität

Unter einer Borderline-Persönlichkeitsstörung, auch BPS abgekürzt, leiden nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch Partner und Bezugspersonen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Ulm und Innsbruck haben nun mit Hilfe einer funktionellen Bildgebungsstudie die Hirnaktivitäten von Patientinnen mit Borderline-Störung untersucht und sind dabei auf einen interessanten Befund gestoßen.

Studieren und Dozieren ohne Stress: die Kunst, erfolgreich zu lernen und zu lehren

Studierende klagen immer häufiger und heftiger über Stress; der Prüfungs- und Zeitdruck nervt. Die Beratungsstellen werden zunehmend in Anspruch genommen, teilt das Deutsche Studentenwerk mit. Der Arbeitspsychologe Professor Dr. Manfred Mühlfelder wundert sich nicht: Denn Dozierende und Studierende ignorieren regelmäßig einschlägige Regeln rationalen und rationellen Arbeitens. In seiner Monografie "Studieren macht krank oder Freude" bietet er tiefgreifende Analysen und Empfehlungen anhand der modernen Arbeitspsychologie.

Ängste, Depressionen, mangelnde Therapietreue: wenn psychische Probleme den Transplantationserfolg gefährden

Die Verpflanzung eines Organs findet immer in einer Krisensituation statt, die nicht nur den Körper, sondern auch die Psyche des Empfängers betrifft. Meist geht der Transplantation eine lange Phase schwerer Erkrankung voraus mit Klinikaufenthalten, Abhängigkeit von Maschinen, Ungewissheit und Todesangst. Unbehandelte psychische Probleme und andere ungünstige psychosoziale Faktoren, etwa unrealistische Erwartungen an den Eingriff, können mit der Grund sein, weshalb das transplantierte Organ abgestoßen wird. Wie Transplantatempfänger und Lebendorganspender psychosozial vor und nach der Operation begleitet werden sollten, entwickeln Experten derzeit in einer neuen S3-Leitlinie, die ab 2020 wissenschaftlich fundierte, praxisorientierte Handlungsempfehlungen geben soll.

Psychologie von Geschwistern: Letztgeborene sind keine Draufgänger

Es gibt Annahmen und Theorien, die so verbreitet sind, dass sie für wahr gehalten werden. So auch diese, dass Letztgeborene risikobereiter sind als ihre älteren Geschwister. Ein Forscherteam vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, der Universität der Balearen, der Universität Basel und dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung konnte nun anhand von drei großen Datenanalysen zeigen, dass es keinen Zusammenhang zwischen der Geburtenreihenfolge und der individuellen Risikobereitschaft gibt. Die Ergebnisse wurden im Journal PNAS veröffentlicht.

Eine wertschätzende Beziehung ist entscheidend für eine Borderline-Therapie

Im Zuge der sogenannten „dritten Welle“ der Verhaltenstherapie haben sich die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) und die Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) als wirksam und gut einsetzbar etabliert - auch bzw. vor allem in der Behandlung der Borderline-Persönlichkeitsstörung. Welche therapeutische Grundhaltung beide Therapierichtungen vertreten, berichtet Prof. Dr. Thorsten Kienast (Universität Hamburg) in seinem Beitrag des Sammelbandes „Varianten psychotherapeutischer Beziehung“ (hrsg. von Peter Fiedler).

Mehr Angst = mehr Schmerz? Wie sich Angst vor einer Operation auf das anschließende Schmerzempfinden auswirkt

Bis zu 10 Prozent aller Patienten, die sich einer Operation unterziehen, entwickeln anschließend ein chronisches Schmerzsyndrom. Man kann selbstverständlich nicht voraussagen, welche Patienten die persistierenden Schmerzen nach einer OP treffen, Laila Sultansei, Dr. Katrin Clasen und Prof. Dr. Michael Hüppe (Universitätsklinikum Lübeck) konnten allerdings herausfinden, dass durchaus Risikofaktoren bestehen, die eine solche Voraussage wahrscheinlicher machen. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie in Ausgabe 3/2018 des Journals „Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin“.

Emanzipierte Psychotherapie wirkt als Praxis der Freiheit

Psychotherapie ist neutral und unabhängig – so sollte es zumindest sein. Die Psychotherapeutin Angelika Grubner aber stellt die These auf, dass die Psychotherapie noch nie in neutraler, also unpolitischer und machtfreier Position gewirkt hat, sondern immer schon politisch war und auch heute noch ist. Ihre Argumentation veröffentlichte sie in der aktuellen Ausgabe des Journals „Psychologie & Gesellschaftskritik“ (2/3-2018).

Gewalt in (Ex-)Partnerschaften – wie sie mit dem Faktor „Trennung“ zusammenhängt

Häusliche Gewalt vor allem gegen Frauen ist leider kein seltenes Vorkommen. Wie die sogenannte „Intimpartnergewalt“ mit dem Faktor „Trennung“ eines Paares zusammenhängt, untersuchten Dr. Maria Isabel Fontao (Konstanz) und Prof. Dr. Thomas Ross (Reichenau). Ihre Ergebnisse sind nachzulesen im Journal „Forensische Psychiatrie und Psychotherapie“ (Ausgabe 3/18).

Nicht mehr nur schön und gut: Entwicklung eines quantitativen Ratinginstruments in der Kunsttherapie

Schön, anregend, aussagekräftig – eine Zeichnung ist ein beliebtes Diagnoseinstrument in der Kunsttherapie und lässt diverse Rückschlüsse auf den Zeichnenden zu. Ein Problem ist, dass diese Rückschlüsse meist recht subjektiver Art sind, weil entsprechende Diagnoseinstrumente in der Kunsttherapie bisher fehlten. Kerstin Schoch (Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg) plädiert für mehr Objektivität in diesem Bereich und entwickelte ein quantitatives Ratinginstrument für zweidimensionale bildnerische Arbeiten. Ergebnisse und Erfahrungen mit diesem Instrument sind nachzulesen in der aktuellen Ausgabe der Musik-, Tanz- und Kunsttherapie (2/2018).




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