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Neurofeedback-Training verbessert das Erinnerungsvermögen langfristig

Ein Team von Experimentellen Neuropsychologinnen und -psychologen der Universität des Saarlandes hat gezeigt, dass sich die Aktivität der Theta-Wellen im Gehirn mittels Neurofeedback-Training gezielt steigern lässt. Zudem wiesen sie nach, dass ein mehrtägiges Training von Theta-Wellen das Erinnerungsvermögen von Testpersonen langfristig verbessern kann. Die Studie wurde in der renommierten neurowissenschaftlichen Zeitschrift NeuroImage veröffentlicht.

Aufnahme von Flüchtlingen in ostdeutschen Gemeinden hat kaum Einfluss auf Fremdenfeindlichkeit

Die Aufnahme von Flüchtlingen in ostdeutschen Gemeinden führte dort nicht zu einem veränderten Wahlverhalten oder zu veränderten Einstellungen zu Migration. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Max Schaub (WZB), Johanna Gereke (MZES) und Delia Baldassarri (New York University). In den mehr als 200 untersuchten ostdeutschen Gemeinden seien ablehnende Einstellungen zur Migration zwar weit verbreitet. Der Zuzug von Flüchtlingen direkt vor Ort hätte diese Einstellungen aber fast nicht beeinflusst.

21. Sept. ist Weltalzheimertag / Neue Webseite mit Video-Lehrmaterial für Instrumentalunterricht mit Demenzerkrankten

„Musik und Demenz – Instrumentalunterricht mit demenziell veränderten Menschen“ ist der Titel einer neuen Webseite (www.musikunddemenz.de), die im Rahmen des EU-Projekts „ReKuTe“in den Jahren 2018 bis 2020 unter der Leitung von Prof. Dr. Theo Hartogh (Universität Vechta) erarbeitet wurde. Im Teilprojekt „Musik und Demenz“, dessen Ergebnisse auf der Internetseite vorgestellt werden, steht die aktive Teilhabe von demenziell veränderten Menschen an Musik im Mittelpunkt. Ziel des Vorhabens ist der Transfer eines innovativen musikdidaktischen Ansatzes zur Steigerung der Lebensqualität von Demenzkranken.

Markus Bühner ist neuer Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychologie

Am Mittwoch, dem 16.09.2020, wurde im Rahmen einer virtuellen Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) der neue Vorstand der DGPs vorgestellt. Professor Markus Bühner von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) tritt als Präsident die Nachfolge von Professorin Birgit Spinath von der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg an.

Rasanter Anstieg der Arbeitsausfälle: Krankmeldungen wegen Depressionen am häufigsten

Der aktuelle DAK-Psychoreport ist eine Langzeit-Analyse, für die das IGES Institut die anonymisierten Daten von über zwei Millionen erwerbstätigen Versicherten ausgewertet hat. Demnach erreichten die Krankschreibungen von Arbeitnehmern aufgrund von psychischen Leiden im Jahr 2019 mit rund 260 Fehltagen pro 100 Versicherte einen Höchststand. Der Blick auf die Einzel-Diagnosen zeigt, dass Depressionen und Anpassungsstörungen die meisten Ausfalltage verursachten. 2019 gingen 105 Fehltage je 100 Versicherte auf das Konto von Depressionen, bei den Anpassungsstörungen waren es 59. Auf Platz drei rangierten neurotische Störungen mit 26 Fehltagen je 100 Versicherte. Angststörungen kamen auf 19 Fehltage je 100 Versicherte.

 

 

Dissoziationsstörungen bei Migranten: Fehlerhafte Diagnosen sind häufig - und vermeidbar

Dissoziative Störungen bei Migranten werden häufig fehlerhaft diagnostiziert und behandelt. "Dies zeigen kritische Analysen von Fallberichten und von epidemiologischen Studien. Re-Analysen führen häufig zu dem Ergebnis, dass Diagnostiker im Fall eines ´Nichtverstehens´ oder in der Unkenntnis kultureller Eigenarten dazu neigen, vorschnell oder vorrangig auf die eigenen gelernten Bewertungssysteme zurückzugreifen", berichtet Professor Dr. Peter Fiedler in dem Reader "Dissoziation und Kultur".

Wirtschaftspsychologie: Finanzbranche beschäftigt häufig vertrauensunwürdige Mitarbeiter

Wirtschaftspsychologie: Wissenschaftler machen einen möglichen Grund für die vielen Skandale in der Finanzwelt aus: Arbeitnehmer in dieser Branche sind häufig weniger vertrauenswürdig und weniger sozial eingestellt.

Grundständiges Psychotherapie-Studium: Methodenreichtum und Lehrtherapie sind zentral

Psychotherapiewissenschaft wird gegenwärtig in Deutschland als grundständiges Universitätsstudium aufgebaut. Die Sigmund Freud Privatuniversität hat mit dem Modell bereits 15 Jahre Erfahrungen gesammelt und berichtet darüber detailliert in dem Sammelband "Universitäres Psychotherapiestudium". Wesentliches Merkmal ist ein konsequent schulenübergreifendes Lehr- und Forschungsrepertoire, das an deutschen Universitäten bisher nur ausnahmsweise angeboten wird.

Kindstötung: Das Gewaltpotential von Müttern wird häufig unterschätzt

Kindstötung: Die polizeiliche Kriminalstatistik zählt in Deutschland jährlich etwa 140 Kinder (im Alter bis zu 14 Jahren), die von einem Elternteil umgebracht werden. Fachleute gehen davon aus, dass zusätzlich etwa die gleiche Zahl an Kindstötungen unentdeckt bleibt und fälschlich mit einem Unfall oder der Diagnose Plötzlicher Kindstod in Zusammenhang gebracht wird. Täter sind meist Mütter, die in einem Zustand psychischer Überforderung handeln - oft auch aus Rache am Vater.

 

Hoffnung für Demenzkranke

Viele Demenzerkrankungen wie Alzheimer, Parkinson oder Frontotemporale Demenz sind die Folge von Eiweißablagerungen in bestimmten Hirnregionen. Die Proteine sammeln sich dabei entweder direkt in den Nervenzellen oder außerhalb von Neuronen an. Vor allem das sogenannte Tau-Protein ist an der Entwicklung neurodegenerativer Erkrankungen beteiligt. Bei diesen sogenannten Tauopathien häufen sich immer mehr Eiweiße in den Nervenzellen an, bis diese absterben und in Folge ganze Hirnareale schrumpfen. Ein Forschungsteam unter der Leitung von Professor Dr. Evgeni Ponimaskin, Wissenschaftler am Institut für Neurophysiologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), hat herausgefunden, dass dabei die Signalübertragung durch Serotoninrezeptoren eine entscheidende Rolle spielt. Die Ergebnisse sind jetzt in der Fachzeitschrift „Progress in Neurobiology“ veröffentlicht.




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