NEWSBÜCHERJOURNALEONLINE-SHOP



 

Sie befinden sich hier: NEWS » News-Archiv

« zurück

Hier auswählen, Auswahl erscheint unterhalb

Getroffene Auswahl

Wie Ärztinnen und Ärzte mit Kranken kommunizieren (können)

Ärztinnen sprechen mit ihren PatientInnen meist anders als Ärzte: teilnahmsvoller, partnerschaftlicher und länger. Ärztinnen besprechen auch mehr psychosoziale persönliche Fragen und formulieren ihre Therapievorschläge eher als Anregung und Rat. Ärzte tendieren jedoch zur direktiven Anweisung. Das Lehrbuch "Kompetent kommunizieren in Klinik und Praxis" informiert wissenschaftlich fundiert, wie medizinisches Personal mit PatientInnen umgeht und wie sich die Beziehungen verbessern lassen - in beiderseitigem Interesse.

Warum wir gerne verzichten

mmer mehr Menschen entdecken die neue Lust am Verzicht. Ob in der Fastenzeit oder zwischendurch: Fasten liegt im Trend. Und trotzdem ist es bisher kaum erforscht worden. Dr. Patrick Heiser, Religionssoziologe an der FernUniversität in Hagen, hat vor Ostern die bislang größte Fasten-Studie im deutschsprachigen Raum gestartet. Jetzt liegen die Ergebnisse vor. „Gefastet wird unabhängig vom Alter in allen Schichten und Milieus“, bilanziert er. „Dabei wird die traditionelle religiöse Praktik des Fastens individuell ausgestaltet.“ Fast 2000 Personen nahmen teil und wollten ihre Fasten-Erfahrung teilen. Warum wir verzichten und welche Rolle die Religion dabei spielt: die Ergebnisse im Überblick.

Numbed by numbers: Zusammenbruch des Mitgefühls

Es ist ein bekanntes Phänomen, dass Menschen ein Leben nicht konsistent bewerten. Während wir schnell bereit sind, einem einzelnen Opfer zu helfen, werden wir oft gefühllos, wenn die Zahl der Opfer steigt. So führten während der Flüchtlingskrise 2015 die Bilder des ertrunkenen dreijährigen Alan Kurdi, eines kurdischen Jungen aus Syrien, zu einem weltweiten medialen Aufschrei. Die täglichen Spendenbeträge an das Schwedische Rote Kreuz erhöhten sich in den Folgetagen um das 55-fache für einen Fonds, der speziell für syrische Flüchtlinge eingerichtet wurde.

Psychologie und Gesellschaftskritik: Der lange Atem des Postkolonialismus

Alltagsrassistische Erfahrungen sind häufig - meist trivial, unauffällig und nachhaltig. In der Fachzeitschrift "Psychologie & Gesellschaftskritik" reflektieren Psychologinnen Erfahrungen von People of Colour in Wien. Die biographischen Interviews werden per Dokumentarischer Methode analysiert und mit den postkolonialen Theorien abgeglichen.

 

Statement: „Die Zukunft der Substitutionsversorgung steht auf dem Spiel“

„Die Substitutionsversorgung opioidabhängiger Patientinnen und Patienten steckt in einer Versorgungskrise“, erklärt Prof. Dr. Heino Stöver, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Suchtforschung (ISSF) an der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS). Für ihn steht fest, dass diese Krise zwar durch die Corona-Pandemie verschärft wurde, die eigentlichen Probleme aber bereits vor Corona eklatant waren. Deshalb ist Stöver einer der Initiatoren und Unterzeichner des „10-Eckpunkte-Papiers zur Lösung der Versorgungskrise und Anpassung der Vergabebedingungen in der Corona-Pandemie“ der „Initiative Substitutionsversorgung opioidabhängiger Patientinnen und Patienten“.

 

WIRTSCHATSPSYCHOLOGIE Verbraucher-Ängste: „Bargeld ist wie Essen oder Drogen“

WIRTSCHATSPSYCHOLOGIE Wir erleben gerade einen radikalen Wechsel – weg vom Bargeld, hin zum kontaktlosen Bezahlen. In fast jedem Supermarkt wird man derzeit dazu aufgefordert. Doch zahlreiche Kunden bevorzugen weiterhin Münzen und Scheine statt Kreditkarte: Drei Viertel der Zahlungen erfolgen im deutschen Einzelhandel mittels Bargeld (Quelle: Handelsforschungsinstitut EHI Retail). Warum das gerade in Zeiten von Corona so ist, erforscht Prof. Dr. Julia Pitters, Wirtschaftspsychologin an der IUBH Internationalen Hochschule. „In Krisensituationen vertrauen Menschen reflexartig auf Bewährtes – deshalb bevorzugen sie auch haptisches Bezahlen gegenüber digitalen Zahlungsmitteln.“

 

Häusliche Gewalt während der Corona-Pandemie

Rund 3 Prozent der Frauen in Deutschland wurden in der Zeit der strengen Kontaktbeschränkungen zu Hause Opfer körperlicher Gewalt, 3,6 Prozent wurden von ihrem Partner vergewaltigt. In 6,5 Prozent aller Haushalte wurden Kinder gewalttätig bestraft. Dies zeigt die erste große repräsentative Umfrage zu häuslicher Gewalt während der Corona-Pandemie. Waren die Frauen in Quarantäne oder hatten die Familien finanzielle Sorgen, lagen die Zahlen deutlich höher. Nur ein sehr kleiner Teil der betroffenen Frauen nutzte Hilfsangebote.

Die menschliche Höherentwicklung kann in Entzivilisierung umschlagen

Die menschliche Höherentwicklung wird immer wieder behindert. Sie verläuft weder gesetzmäßig, noch kontinuierlich. Doch sie ist im geschichtlichen Rückblick eindrucksvoll evident - und für die Zukunft eine Herausforderung. Wissenschaftler aus elf Fachgebieten komponieren in einem aktuellen Reader ein facettenreiches Bild: "Menschliche Höherentwicklung", herausgegeben von Prof. Dr. Gerd Jüttemann.

 

Prof. Dr. Dr. Uwe Krebs hat das Buch rezensiert und kommt zum Ergebnis: "Die Leserschaft wird in die Lage versetzt, sich auf komfortable Weise - anhand eines Sammelwerks von gut 300 Seiten - ein eigenes, vermutlich besseres Urteil zum Thema zu bilden" www.socialnet.de/rezensionen/26570.php.

Drei Maßnahmen könnten eine Million Krebsfälle vermeiden

Wiederholte Steuererhöhungen, ein umfassendes Tabakwerbeverbot sowie eine einheitliche neutrale Verpackung für alle Zigarettenmarken: Würden diese drei wirksamkeitserprobten Tabakkontrollmaßnahmen von heute an in Deutschland konsequent umgesetzt, so könnten bis 2050 eine Million Krebsfälle vermieden werden, haben Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) nun durch Modellrechnungen ermittelt.

Baukasten für die multimodale Therapie der Trennungsangst-Störung

Während der Corona-Krise nehmen Trennungsangst-Störungen zu - bei Kindern und Erwachsenen. Mindestens fünf Prozent der Bevölkerung sind betroffen. Die Ätiopathologie, Symptomatik und Begleiterkrankungen sind äußerst unterschiedlich. Daher werden Trennungsangst-Störungen in den meisten Fällen nicht oder nur mangelhaft erkannt. Dr. Christian Fischer hat das aktuelle Wissen und Arbeitsmaterialien für Diagnostik und Behandlung zusammengestellt: "Trennungsangst bei Kindern und Erwachsenen" (neu erschienen bei Pabst Science Publishers).




alttext