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Rasanter Anstieg der Arbeitsausfälle: Krankmeldungen wegen Depressionen am häufigsten

Der aktuelle DAK-Psychoreport ist eine Langzeit-Analyse, für die das IGES Institut die anonymisierten Daten von über zwei Millionen erwerbstätigen Versicherten ausgewertet hat. Demnach erreichten die Krankschreibungen von Arbeitnehmern aufgrund von psychischen Leiden im Jahr 2019 mit rund 260 Fehltagen pro 100 Versicherte einen Höchststand. Der Blick auf die Einzel-Diagnosen zeigt, dass Depressionen und Anpassungsstörungen die meisten Ausfalltage verursachten. 2019 gingen 105 Fehltage je 100 Versicherte auf das Konto von Depressionen, bei den Anpassungsstörungen waren es 59. Auf Platz drei rangierten neurotische Störungen mit 26 Fehltagen je 100 Versicherte. Angststörungen kamen auf 19 Fehltage je 100 Versicherte.

 

 

Dissoziationsstörungen bei Migranten: Fehlerhafte Diagnosen sind häufig - und vermeidbar

Dissoziative Störungen bei Migranten werden häufig fehlerhaft diagnostiziert und behandelt. "Dies zeigen kritische Analysen von Fallberichten und von epidemiologischen Studien. Re-Analysen führen häufig zu dem Ergebnis, dass Diagnostiker im Fall eines ´Nichtverstehens´ oder in der Unkenntnis kultureller Eigenarten dazu neigen, vorschnell oder vorrangig auf die eigenen gelernten Bewertungssysteme zurückzugreifen", berichtet Professor Dr. Peter Fiedler in dem Reader "Dissoziation und Kultur".

Wirtschaftspsychologie: Finanzbranche beschäftigt häufig vertrauensunwürdige Mitarbeiter

Wirtschaftspsychologie: Wissenschaftler machen einen möglichen Grund für die vielen Skandale in der Finanzwelt aus: Arbeitnehmer in dieser Branche sind häufig weniger vertrauenswürdig und weniger sozial eingestellt.

Grundständiges Psychotherapie-Studium: Methodenreichtum und Lehrtherapie sind zentral

Psychotherapiewissenschaft wird gegenwärtig in Deutschland als grundständiges Universitätsstudium aufgebaut. Die Sigmund Freud Privatuniversität hat mit dem Modell bereits 15 Jahre Erfahrungen gesammelt und berichtet darüber detailliert in dem Sammelband "Universitäres Psychotherapiestudium". Wesentliches Merkmal ist ein konsequent schulenübergreifendes Lehr- und Forschungsrepertoire, das an deutschen Universitäten bisher nur ausnahmsweise angeboten wird.

Kindstötung: Das Gewaltpotential von Müttern wird häufig unterschätzt

Kindstötung: Die polizeiliche Kriminalstatistik zählt in Deutschland jährlich etwa 140 Kinder (im Alter bis zu 14 Jahren), die von einem Elternteil umgebracht werden. Fachleute gehen davon aus, dass zusätzlich etwa die gleiche Zahl an Kindstötungen unentdeckt bleibt und fälschlich mit einem Unfall oder der Diagnose Plötzlicher Kindstod in Zusammenhang gebracht wird. Täter sind meist Mütter, die in einem Zustand psychischer Überforderung handeln - oft auch aus Rache am Vater.

 

Hoffnung für Demenzkranke

Viele Demenzerkrankungen wie Alzheimer, Parkinson oder Frontotemporale Demenz sind die Folge von Eiweißablagerungen in bestimmten Hirnregionen. Die Proteine sammeln sich dabei entweder direkt in den Nervenzellen oder außerhalb von Neuronen an. Vor allem das sogenannte Tau-Protein ist an der Entwicklung neurodegenerativer Erkrankungen beteiligt. Bei diesen sogenannten Tauopathien häufen sich immer mehr Eiweiße in den Nervenzellen an, bis diese absterben und in Folge ganze Hirnareale schrumpfen. Ein Forschungsteam unter der Leitung von Professor Dr. Evgeni Ponimaskin, Wissenschaftler am Institut für Neurophysiologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), hat herausgefunden, dass dabei die Signalübertragung durch Serotoninrezeptoren eine entscheidende Rolle spielt. Die Ergebnisse sind jetzt in der Fachzeitschrift „Progress in Neurobiology“ veröffentlicht.

Gewebe mit Funktionen des menschlichen Gehirns aus Stammzellen hergestellt

Erstmals ist es Wissenschaftler*innen der UMG und des Exzellenzclusters "Multiscale Bioimaging" (MBExC) sowie des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) gelungen, aus humanen, induzierten pluripotenten Stammzellen neuronale Netzwerke mit Funktionen des menschlichen Gehirns herzustellen. Die als Bioengineered Neuronal Organoids (BENOs) bezeichneten Gewebe zeigen morphologische Eigenschaften des menschlichen Gehirns. Sie entwickeln zudem Funktionen, die für die Entwicklung von Lernen und Gedächtnisfunktionen bedeutend sind. Veröffenlicht in Nature Communications

Wilhelm Wundt: Physiologie und Philosophie an der Wiege der Psychologie

Wilhelm Wundt war Physiologe, Philosoph und wirkmächtiger Stimulator einer jungen Wissenschaftsdisziplin: Psychologie. Sein Name ist mit der Gründung des ersten Instituts für experimentelle Psychologie (Leipzig 1879) verbunden. Seine Forschungsfragen, Ideen, Konzepte und Befunde bieten ein faszinierendes Anregungspotential, das bis heute auch nicht annähernd ausgeschöpft ist. Vor 100 Jahren starb Wilhelm Wundt 88jährig in Leipzig (31. August 1920).

Deutsche wollen trotz Coronakrise umweltbewusst unterwegs sein

Durch die Coronakrise verzichten immer mehr Menschen in Deutschland auf tägliche Fahrten mit dem Auto und wollen auch künftig die täglichen Autofahrten reduzieren. Gleichzeitig sollen künftig mehr der täglichen Fahrten mit dem Fahrrad erledigt werden. Auch Flugreisen will die Bevölkerung in Zukunft zunehmend vermeiden. Das hat eine repräsentative Umfrage von mehr als 3.000 Personen ergeben, die von Umweltpsychologinnen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zwischen Anfang April und Ende Juni 2020 durchgeführt wurde.

Universität Leipzig ehrt Wilhelm Wundt - Begründer des weltweit ersten Psychologischen Instituts starb vor 100 Jahren

Am 31. August jährt sich der Todestag von Wilhelm Maximilian Wundt (1832 bis 1920) zum 100. Mal. Im Jahre 1879 gründete Wundt, nach seiner Berufung zum Professor für Philosophie an die Universität Leipzig, das weltweit erste Psychologische Institut an einer Universität. In Lehrbüchern des Fachs gilt diese Institutsgründung als Geburt der modernen wissenschaftlichen Psychologie. Das Institut ehrt ihn mit einem Festakt.




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