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Dauerlauf: in der Suchthilfe präventiv, therapeutisch und rehabilitativ wirksam

Suchtkranke Kinder und Jugendliche - oft traumatisiert und sozial benachteiligt - benötigen neben einer Psychotherapie meist ein Dauerlauf-Training, berichtet der Sozialarbeiter Peter Schay (Herne/Westf) in einer empirischen Studie. Lauftherapie trägt "zur positiven Beeinflussung der emotionalen und psychischen Gesundheit bei: präventiv, therapeutisch und rehabilitativ."

 

Aktualisierte S3-Leitlinie: Prävention und Therapie gegen Aggression und Zwang

Die soeben veröffentlichte S3-Leitlinie „Verhinderung von Zwang – Prävention und Therapie aggressiven Verhaltens bei Erwachsenen“ bietet aktualisierte Empfehlungen für den Umgang mit Aggression in der Psychiatrie.

Transparenz ist das übergreifende Merkmal erfolgreicher Selbstdarstellung

Impression Management: "Praktische und theoretische Gründe sprechen dafür, sich bei seiner Selbstdarstellung im Beruf auf akteurszentrierte Strategien zu stützen," d.h. eigene Leistungsvariablen sichtbar zu machen, empfiehlt Dr. Henning Brand im Reader "Selbstverwirklichung im Arbeitsleben". "Beziehungsorientierte Strategien haben demgegenüber ein höheres Konfliktpotential, reagieren empfindlich auf Reziprozität" und sind fragil.

Pathologische Glücksspieler leiden häufig unter Persönlichkeitsstörungen

Mehr als zwei Prozent der deutschen Bevölkerung leidet unter einer Glücksspiel-Sucht - und meist gleichzeitig unter verschiedensten comorbiden Störungen inclusive Substanzabhängigkeit (z.B. Alkohol). Dr. Volker Premper berichtet in einer umfangreichen Studie über Krankheitsverlauf und Behandlungsergebnisse. Depressive Störungen, Angststörungen, substanzbezogene Störungen und Persönlichkeitsstörungen stehen - v.a. bei Frauen - im Mittelpunkt.

Psilocybin mit begleitender Psychotherapie zeigt antidepressiven Effekt über zwölf Monate

Psilocybin mit begleitender Psychotherapie kann bei Menschen mit therapieresistenter Depression zu langfristigen Verbesserungen der depressiven Symptomatik führen. Das zeigt eine jetzt veröffentlichte Langzeitnachbeobachtung des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI), der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der MIND Foundation. Die antidepressiven Effekte hielten über einen Zeitraum von bis zu zwölf Monaten an. Nach Angaben der Forschenden handelt es sich um die bislang umfassendste Langzeituntersuchung einer klinischen Studie mit Psychedelika. Die Ergebnisse wurden in der renommierten Fachzeitschrift „Psychotherapy and Psychosomatics“ veröffentlicht.

Selbstdisziplin: Wie Verzicht zum Gewinn wird

Selbstdisziplin wird in der Gesellschaft des Überflusses und der Überkommunikation immer schwieriger und immer notwendiger. REPORT PSYCHOLOGIE bietet in der Ausgabe 2/2026 Analysen und Empfehlungen zur Psychologie des Verzichts: "Wie viel weniger ist mehr?"

Soziale Ungleichheit ist mit beschleunigter biologischer Alterung verbunden

Große Metaanalyse liefert weltweit konsistente Belege über epigenetische Marker hinweg. Durch die Zusammenführung von Ergebnissen aus 140 Studien mit fast 66.000 Personen zeigen Forschende, dass ein niedriger sozioökonomischer Status sowie Erfahrungen von Diskriminierung konsistent mit einer beschleunigten biologischen Alterung verbunden sind, gemessen im Epigenom.

Studie untersucht Zusammenhang zwischen Musikhören und psychischer Gesundheit

Musik ist für viele Menschen ein Trostspender, Stimmungsaufheller oder Mittel gegen Einsamkeit. Doch führt häufiges Musikhören tatsächlich zu einer besseren psychischen Gesundheit? Eine neue Studie von Forscher:innen des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik (MPIEA) in Frankfurt am Main zeigt, dass dieser Zusammenhang nicht eindeutig ist. Die Ergebnisse wurden kürzlich im Journal of Affective Disorders Reports veröffentlicht.

Mit selbstbestimmten Patientenverfügungen die psychiatrische Versorgung verbessern

Patientenverfügungen gelten auch für Menschen mit psychischen Störungen, betont Prof. Dr. Jochen Vollmann in seinem Beitrag zum Standardwerk ´Ethische Entscheidungssituationen in Psychiatrie und Psychotherapie´.

Schematherapie ist ein Präzisionswerkzeug für Veränderung

Schematherapie: "Die zunehmende Psychologisierung von Lebensproblemen und der Trend zu Social Media-Selbstdiagnosen stellen die Psychotherapie vor neue Herausforderungen: Wir begegnen Menschen, die psychisches Leid zunehmend als Identität begreifen und Therapie als Ort der bedingungslosen Bestätigung suchen. Genau hier liegt unsere Chance. Die Schematherapie ist kein ´Pflaster´ für diffuse Unzufriedenheit, sondern ein Präzisionswerkzeug zur Veränderung," fokussieren Yvonne Reusch und Gitta Jakob in ihrem Beitrag zur Fachzeitschrift ´Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin´.




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