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Neue Studie - Reha-Branche: Wachsende Bedeutung, schwierige Arbeitsbedingungen

Medizinische Rehabilitation wird in einer alternden Gesellschaft immer wichtiger – und schwieriger. Viele Beschäftigte in Reha-Einrichtungen klagen über hohen Arbeitsdruck bei niedrigen Löhnen. Das zeigt eine neue, von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie zur Situation der Reha-Branche.*

Cannabis als Medizin: irrationale, aber erfolgreiche Symptomlinderung

Cannabis wird als Medikament in den meisten Fällen (ca. 70 Prozent) zur Schmerztherapie verordnet, relativ oft auch zur Linderung von Spastiken. Schwere Nebenwirkungen und Drop-out-Raten sind gering. Am häufigsten verschreiben Allgemeinmediziner und Anästhesisten Cannabispräparate, berichten Dr. Ilja Michels und Professor Dr. Heino Stöver in der aktuellen Ausgabe von "Rausch - Zeitschrift für Suchttherapie".

Straftäter mit Suchtproblemen: Die Entziehungsanstalt ist weit erfolgreicher als der Strafvollzug

Etwa die Hälfte der Straftäter ist suchtabhängig. Die Mehrheit "landet" im Strafvollzug - ohne oder fast ohne Therapie. Eine wachsende Minderheit wird jedoch in einer Entziehungsanstalt behandelt. Dr. Norbert Schalast und Dr. Melanie Frey (Forensisches Institut Essen) belegen in ihrer Evaluationsstudie erstmals und zur Überraschung der Fachwelt: Die Rückfallquote nach einem Strafvollzug ist wesentlich höher als nach einem oft kürzeren Entzug.

Hochleistungssport mit Jugendlichen: Weniger Training kann mehr Erfolg bringen

Im Nachwuchs-Leistungssport scheiden etwa 90 Prozent der Mädchen und 75 Prozent der Jungen vorzeitig aus dem Trainingsprogramm aus - und zwar oft die talentiertesten. Ein wesentlicher Grund liegt darin, dass konservative Ausbilder auf die individuelle Persönlichkeitsentwicklung wenig Rücksicht nehmen und das Trainingspensum falsch oder zu hoch dosieren. Dr. Thomas Wörz und Kollegen analysieren die Situation in ihrem Reader "Talentförderung - Sensible Phasen auf dem Weg zur Weltspitze". Die Sportpsychologen empfehlen ein systemisches Life-Coaching zur nachhaltigen Entwicklung von Talenten

Charta der Neurourbanistik zur seelischen Gesundheit in der Stadt: Empfehlungen für die Stadtplanung der Zukunft

Wie lässt sich Stadtstress reduzieren und die psychische Gesundheit von Bewohnern urbaner Zentren verbessern? Unter Leitung der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben Forschende verschiedener Disziplinen dazu jetzt Vorschläge formuliert. Veröffentlicht wurden sie anlässlich der Berliner Woche der Seelischen Gesundheit als „Charta der Neurourbanistik“.

 

Forensische Psychologie: Stalking – Anzahl an Betroffenen geht nicht zurück

Forensische Psychologie: Die Anzahl der von Stalking Betroffenen ist in den vergangenen 15 Jahren nicht zurückgegangen, obwohl gegen Stalker mittlerweile verschärft mit polizeilichen und strafrechtlichen Mitteln vorgegangen wird. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer umfassenden Vergleichsstudie, die Forscherinnen und Forscher des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim im Auftrag der WEISSER RING Stiftung durchgeführt haben. Die Ergebnisse zeigen, dass sich beim Thema Stalking trotz einiger Fortschritte, die in den vergangenen Jahren erzielt wurden, nach wie vor ein hoher Beratungs-, Informations- und Schutzbedarf für Betroffene ergibt.

Wie prägen wir uns Neues ein? Unterschiede zwischen Jung und Alt

EEG-Studie entdeckt Altersunterschiede in der Gedächtniswirksamkeit neuronaler Muster: Jeder Sinneseindruck, den wir wahrnehmen, erzeugt im Gehirn ein Muster neuronaler Aktivität. Unser Erinnerungsvermögen an diese Eindrücke hängt auch davon ab, ob diese Muster einander ähneln oder voneinander verschieden sind. Dabei geht, im Gegensatz zu jüngeren Erwachsenen, eine höhere Ähnlichkeit der Muster bei älteren Erwachsenen mit einer besseren Gedächtnisleistung einher. Zu diesem Ergebnis kommt eine EEG-Studie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, die in der Fachzeitschrift Journal of Neuroscience veröffentlicht wurde.

Wie Internet-Stars mit Jugendlichen zu Ernährung und Bewegung kommunizieren

Studie der Uni Witten/Herdecke räumt auf mit dem Märchen von Freundschaft, Schönheit und Glück.

Forscherinnen der Universität Witten/Herdecke haben untersucht, wie Influencer zu gesundheitsrelevanten Themen kommunizieren und Jugendliche in ihrem Verhalten beeinflussen.

Die Psychotherapie läuft zunehmend Gefahr, in´s Leere zu greifen

Psychotherapie: Moderne Lebensstile bescheren der Überflussgesellschaft ein reichhaltiges Spektrum alter und neuer psychischer Störungen. Das Gefühl wächst, durch das Leben gehetzt zu werden und immer weniger Zeit für die Erfordernisse zu haben, resümiert Dr. Monika Vogelgesang in ihrem Essay "Psychotherapie in der spätmodernen Beschleunigungsgesellschaft": "Der spätmoderne Mensch kann aus der Gegenwart immer weniger auf die Zukunft extrapolieren. Daraus folgen eine tiefgreifende Verunsicherung und eine Zentrierung auf die unmittelbare Gegenwart." Die Reflexionen der Psychiatrin erschienen in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Praxis - Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation".

Putin sei Dank: Die Russen trinken weniger und leben länger

Dem Putin-Regime ist nicht nur Negatives zuzutrauen: Es ist ihm mit diversen Restriktionen gelungen, den Alkoholkonsum fast zu halbieren und etwa deutschen "Standard" zu erreichen. Die Lebenserwartung der Russen stieg damit signifikant, berichtet Lancet im Oktober.




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