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Jahrbuch Sucht: die unheilige Allianz zwischen Alkohol und Gewalt

Unter Alkoholeinfluss begehen Menschen schwerste Verbrechen: Das Jahrbuch Sucht 2024 berichtet über 110 Morde, fast 500 Tötungen, fast 2000 Vergewaltigungen und mehr als 32.000 schwere Körperverletzugen für das Jahr 2022 in Deutschland: ein deutlicher Anstieg gegenüber 2021. Die Zahl der Brandstiftungen unter Alkoholeinfluss hat sich von 2021 auf 2022 auf fast 1000 verdoppelt. Die Daten beziffern lediglich das polizeibekannte Hellfeld. Zumindest bei Vergewaltigungen und schwerer Körperverletzung Liegt die Zahl der tatsächlichen Verbrechen wesentlich höher

Psychotherapie am Lebensende: Mentalisierungsfähigkeit und Bewusstheit stärken

Die "reale, haltende, authentische Begegnung" in der Psychotherapie kann für PatientInnen am Lebensende bedeutend sein. "Die Bindungsmuster der PatientInnen haben dabei auch Auswirkungen auf Bedürfnisse im Rahmen von therapeutischen Beziehungen," berichten Dres. Frank Schulz-Kindermann und Katharina Scheffold (in der Ausgabe "Psychoonkologie" der Fachzeitschrift "Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin"). Sie skizzieren mit einem Fallbeispiel eine individuelle Kurzzeittherapie anhand des CALM-Konzepts (Managing Cancer and Living Meanfully).

Suchtberatung und Suizidprophylaxe für Transmenschen

Transmenschen werden im Alltag häufig diskriminiert und benachteiligt. Viele weichen in die Sucht aus - oder in den Suizid. Die meisten Suchtberatungsstellen sind auf Transmenschen nicht eingestellt - und werden von diesen auch nicht akzeptiert. Eine Ausnahme bildet die Beratungsstelle 4Be in Hamburg mit einem nicht pathologisierenden und nicht diskriminierenden Ansatz. Cornelia Kost und Daniel Schiano berichten im aktuellen Reader "Gender.Frau.Sucht." über das Projekt.

Männliche Gewalt gegen Intimpartnerin: Typologie und Prognose

Etwa jede fünfte Frau in Deutschland erleidet einmal oder mehrfach gewalttätige Aggressivität ihres Intimpartners - und bleibt evtl. trotzdem bei ihm. Die feministisch-ideologische "Erklärung" geht pauschal von einer männerdominierten patriarchalen Gesellschaft aus, bietet jedoch keine Anhaltspunkte für individuell konkrete Motive, therapeutische Lösungsansätze oder Prognosen. Norbert Nedopil und Kollegen konkretisieren - empirisch fundiert - ein differenziertes Bild in ihrem Handbuch "Prognose: Risikoeinschätzung in forensischer Psychiatrie und Psychologie". Die Autoren unterscheiden vier Typen:

 

Querulanten vor Gericht: Psychiatrische Gutachten beenden sinnlose Prozesse

Querulanten bescheren der Justiz oft sinnlose Prozesse und Anwälten reichliche Honorare - oft jahrelang. Testiert ein psychiatrischer Gutachter hinter der Prozesswut eine querulatorische Persönlichkeitsstörung oder eine andere Erkrankung, können Betroffene ihre Prozessfähigkeit verlieren und müssen sich auf juristisch wirkungslose Eingaben beschränken. Der Psychiater Professor Dr. Clemens Cording berichtet in seinem Handbuch "Psychiatrische Begutachtungen im Zivilrecht" Einzelheiten.

Dialogisch-interaktive Erwerbsarbeit: Unlösbare Widersprüche erkennen, Stress abbauen

Wirtschaftspsychologie: In Leitungsfunktionen, im Management, im Gesundheitswesen und im Bildungssektor wird vorwiegend dialogisch-interaktive Erwerbsarbeit geleistet. Sie führt häufig zu hohem Stress und Erkrankungen. Der Psychologe Professor Dr. Winfried Hacker analysiert in seiner Monografie "Arbeitsgegenstand Mensch" empirisch-wissenschaftlich die Ursachen und konkretisiert Lösungsansätze.

Mutterschaft verändert das Gehirn

Seit sie Kinder hat, ist sie einfach nicht mehr die Alte. Und seit er Papa geworden ist, kann man mit ihm nichts mehr anfangen. Ist an solchen Aussagen wirklich etwas dran? Absolut! Wie sich die Gehirne von Eltern tatsächlich schon während der Schwangerschaft verändern, wann ein Kind von Papa profitiert und welche Superkräfte Eltern haben, erfahren Sie hier.

Eignungsinterview in der Personalauswahl: Der positive Ersteindruck kann das ganze Gespräch ruinieren

Personalauswahl: Im Eignungsinterview ist das Potential an Missverständnissen und Irrtümern auf beiden Seiten hoch. Bereiten Interviewer einen gut strukturierten und angepassten Gesprächsleitfaden vor, vermeiden sie etliche Fallstricke - z.B. kommt der Klient mehr zu Wort und liefert reichhaltigere, authentischere Informationen; in unstrukturierten Gesprächen reden Interviewer meist zuviel. Professor Dr. Karl Westhoff und Mitarbeiter beschreiben die erfolgreichsten Techniken in ihrem Leitfaden "Das entscheidungsorientierte Gespräch als Eignungsinterview".

Therapie hilft, Ängste dauerhaft zu überwinden

Angststörungen im Kindes- und Jugendalter gehören zu den häufigsten und frühesten psychischen Störungen. Bleiben sie unbehandelt, werden sie zum Schrittmacher weiterer psychischer Erkrankungen. Eine aktuelle Studie des Forschungs- und Behandlungszentrums für psychische Gesundheit (FBZ) der Ruhr-Universität Bochum zeigt, dass kognitiv-verhaltenstherapeutische Behandlungen den jungen Menschen effektiv helfen, ihre Angst dauerhaft zu überwinden. Die Behandlungen sorgen zudem dafür, dass Patientinnen und Patienten auch mehrere Jahre nach Therapieende psychisch stabil sind, wie die Forschenden am 12. April 2024 in der Fachzeitschrift Psychotherapy and Psychosomatics berichten.

Mit digitalen Medien Therapie von Angststörungen verstärken

Digitale Medien bieten Möglichkeiten, Angststörungen zu verhindern oder zu behandeln. Andere digitale Medien können Angststörungen auslösen oder verstärken. Professorin Christiane Eichenberg bietet einen Überblick in der Neuerscheinung "Angststörungen".

 

Willensfreiheit, Begriffsverwirrung und eine chaotische Praxis der Forensik

Die Neurobiologie sieht den freien Willen als dimensionale Variable, die mehr oder weniger vorliegen, im Extremfall jedoch fehlen kann. Für den Philosophen Ludwig Wittgenstein ist Willensfreiheit ein "Sprachspiel". Was bedeutet dies für Straftäter, ihre Schuldfähigkeit, Therapie und Legalprognose? Thomas Thalmann reflektiert die kritischen Fragen in einer psychologisch-philosophischen Monografie nach einem 34jährigen Berufsleben als Psychologe im sozialtherapeutischen Strafvollzug.

Wie Stress in der Kindheit die Genaktivität beeinflusst und das Risiko für psychische Erkrankungen erhöht

Eine kürzlich in der Fachzeitschrift Biological Psychiatry veröffentlichte Studie von Forscherinnen und Forschern des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) wirft ein neues Licht auf die komplexen Zusammenhänge zwischen Stress, Genetik und psychischer Gesundheit. Die Ergebnisse legen nahe, dass Stress in der Kindheit die Funktion von Genen beeinflussen kann, was das Risiko für die Entwicklung psychischer Erkrankungen im späteren Leben erhöht.




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