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Legales Glücksspiel: Automatenindustrie ignoriert gesetzliche Vorgaben

Durch technische Tricks an Geldspielautomaten hebelt die Automatenindustrie geltende Gesetze aus. Die Folgen: Das Suchtpotenzial beim legalen Glücksspiel an Geldspielautomaten ist enorm gestiegen. Die Aufsteller profitieren mit jährlichen Wachstumsraten von durchschnittlich 10 Prozent.

DHS Jahrbuch Sucht 2019: Verbot von Onlinecasinos in Deutschland wird vielfach übergangen

Für Glücksspielanbieter erweist sich der Vertriebsweg Internet als zunehmend attraktiv. Dies gilt insbesondere für Onlinecasinos. Ihr Anteil am Gesamtmarkt liegt sogar noch vor den Onlinesportwetten. Onlinecasinos erwirtschafteten im Jahr 2017 mit einem geschätzten Bruttospielertrag (BSE) von 1,76 Mrd. Euro – nach 1,29 Mrd. Euro im Jahr 2016 – den höchsten Ertrag, gefolgt von Sport- und Pferdewetten mit 1,02 Mrd. Euro. Für alle Glücksspiele gilt: Sie sind grundsätzlich so konstruiert, dass der Gewinner immer der Anbieter ist und der Großteil der Umsätze mit problematischen oder süchtigen Glücksspieler/-innen gemacht wird. Das gilt auch für Onlinecasinospiele. „Suchtexperten sind sich einig, dass die Gefährdung durch Onlinecasinospiele besonders hoch ist. Als entscheidende Faktoren werden die Verfügbarkeit sieben Tage die Woche rund um die Uhr, schnelle Spielformen, unkomplizierte und nahezu unbegrenzte Einzahlmöglichkeiten und die unauffällige Teilnahmemöglichkeit, beispielsweise vom Handy oder während der Arbeitszeit, genannt. Daher bedürfen Onlinecasinospiele einer strengen Regulierung“, erläutert Ilona Füchtenschnieder, Vorsitzende des Fachverbands Glücksspielsucht e.V. (FAGS), anlässlich der Präsentation des DHS Jahrbuchs Sucht 2019. ...

DHS Jahrbuch Sucht 2019: Daten und Fakten

Das DHS Jahrbuch Sucht 2019 der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) liefert die aktuellen Zahlen, Fakten und Trends zum Konsum legaler und illegaler Drogen sowie zu abhängigem Verhalten.

Jahrbuch Sucht 2019: Die Sucht wächst, das Darknet floriert

Jahrbuch Sucht 2019: Fast acht Millionen Deutsche frönen einem riskanten Alkoholkonsum. Jährlich sterben mehr als 70.000 an den Alkohol-Folgen, berichtet das Jahrbuch Sucht 2019.

 

 

Gibt es eine Fernseh-bedingte Demenz?

Das verbale Gedächtnis ist dafür zuständig, sprachliche Botschaften zu erfassen und sie zu verarbeiten. Es ist somit zentral wichtig für die Aufnahme und das Verwenden von Informationen, die uns in Worten übermittelt werden. Eine Studie zeigte, dass tägliches Fernsehen von mehr als 3,5 Stunden pro Tag bei Menschen im Alter von 50 Jahren und höher zu einem Abbau des verbalen Gedächtnisses führt. Sie zeigte auch, dass das nicht nur damit zusammenhängt, dass man beim Fernsehen sitzt und sich nicht ausreichend bewegt. Die kognitive Einschränkung entspricht auch nur zum Teil denen von Demenzkranken. Möglicherweise zeigt sich hier ein neues Krankheitsbild: die TV-bedingte Demenz.

Transplantation: Wie das Solidarmodell die Organspende stärken kann

Transplantation: "Sollten Menschen mit Organspende-Ausweis im Ernstfall bevorzugt Organe erhalten?" fragte der Mitteldeutsche Rundfunk. 569 Zuschauer/Hörer antworteten: 66% mit Ja, 34% mit Nein. Das Voting bestätigt ein "Solidarmodell", das der ehemalige Transplantationschirurg Prof. Dr. Gundolf Gubernatis seit mehr als zwei Jahrzehnten fordert. Es kann die Zahl der Organspenden wesentlich erhöhen. Israel hat mit einem derartigen Modell bereits gute Erfahrungen gesammelt.

Alkoholbedingte Hirnschäden schreiten während Abstinenz weiter fort

Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim hat herausgefunden, dass Hirnschäden durch Alkohol nach einem Entzug noch für mindestens sechs Wochen fortschreiten. Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit langfristiger Abstinenzperioden. Die Forscher warnen auch, dass durch übermäßigen Alkoholkonsum verursachte Strukturdefizite im Gehirn weit früher auftreten können, als gegenwärtig angenommen.

Hotline zur Computerspiel-Sucht bei Kindern: Beratung zum Thema Gaming

Computerspielen gehört heute fest zum Alltag der Kinder und Jugendlichen in Deutschland. Rund drei Millionen 12- bis 17-Jährige „zocken“ regelmäßig, 465.000 Jugendliche in Deutschland zeigen sogar ein riskantes Spielverhalten. Die Betroffenen fehlen häufiger in der Schule, haben oft emotionale Probleme und geben deutlich mehr Geld für Spiele aus. Das ergab die jüngste Studie der DAK-Gesundheit und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE).

Sonderpädagogik: Was verstehen eigentlich LehrerInnen unter Inklusion?

Inklusion – alle reden darüber, jeder bildet sich eine Meinung zum Thema. Doch was genau versteht man eigentlich darunter? Gibt es einheitliche Definitionen? Bodo Przibilla, Friedrich Linderkamp und Philipp Krämer (Universität Wuppertal) haben die Berufsgruppe befragt, die es (eigentlich) wissen müsste: LehrerInnen. Ihre Ergebnisse sind in Ausgabe 3/18 des Journals „Empirische Sonderpädagogik“ veröffentlicht worden. Dass Meinungen zum Thema auseinandergehen, ist klar – dass aber selbst an Schulen sehr unterschiedliche Verständnisse des Konzeptes „Inklusion“ vorherrschen, überrascht.

Transplantation: Das Solidarmodell wäre gerechter und nützlicher als die Widerspruchslösung

Transplantation: Die Mehrheit der Ärzteorganisationen plädiert mit Gesundheitsminister Jens Spahn für die Einführung der Doppelten Widerspruchslösung: Die Gesetzesänderung soll die Zahl der Organspender erhöhen. Der Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands (VLK) widerspricht: Die Widerspruchslösung sei nicht nur ethisch fragwürdig, sondern könnte auch u.U. die bereits beachtliche Organspende-Bereitschaft in der Bevölkerung senken.

Wirtschaftspsychologie: Der Goldstandard für ein Bewerbungsgespräch bleibt face to face

Wirtschaftspsychologie: Immer öfter werden Bewerbungsgespräche per Video geführt. Dies kann Zeit und Kosten sparen. Doch die Akzeptanz des Formats ist bei Bewerbern gering; ein face-to-face-Gespräch wird generell bevorzugt, ergab eine Studie.

Dr. Johannes M.J. Basch und Kollegen berichten darüber im Abstractband zum 51. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie.

Linguistik für Psychotherapie: Sprache analysieren, differenzieren und kunstvoll einsetzen

Das wichtigste psychotherapeutische Instrument ist die Sprache. Dennoch ist erst jetzt das erste Lehrbuch zur Psychotherapie erschienen, das die Expertise der Linguistik detailliert nutzt. Max Leibetseder (Salzburg) titelt zwar "Grundlagenbuch Verhaltenstherapie", doch er bietet Angehörigen aller Psychotherapie-Schulen teils ungewohnte Einblicke und Anregungen. Alfred Pritz reflektiert in seinem Geleitwort eine "Richtung eines gemeinsamen Psychotherapiekosmos".




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