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Forensische Psychologie: Stalking – Anzahl an Betroffenen geht nicht zurück

Forensische Psychologie: Die Anzahl der von Stalking Betroffenen ist in den vergangenen 15 Jahren nicht zurückgegangen, obwohl gegen Stalker mittlerweile verschärft mit polizeilichen und strafrechtlichen Mitteln vorgegangen wird. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer umfassenden Vergleichsstudie, die Forscherinnen und Forscher des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim im Auftrag der WEISSER RING Stiftung durchgeführt haben. Die Ergebnisse zeigen, dass sich beim Thema Stalking trotz einiger Fortschritte, die in den vergangenen Jahren erzielt wurden, nach wie vor ein hoher Beratungs-, Informations- und Schutzbedarf für Betroffene ergibt.

Wie prägen wir uns Neues ein? Unterschiede zwischen Jung und Alt

EEG-Studie entdeckt Altersunterschiede in der Gedächtniswirksamkeit neuronaler Muster: Jeder Sinneseindruck, den wir wahrnehmen, erzeugt im Gehirn ein Muster neuronaler Aktivität. Unser Erinnerungsvermögen an diese Eindrücke hängt auch davon ab, ob diese Muster einander ähneln oder voneinander verschieden sind. Dabei geht, im Gegensatz zu jüngeren Erwachsenen, eine höhere Ähnlichkeit der Muster bei älteren Erwachsenen mit einer besseren Gedächtnisleistung einher. Zu diesem Ergebnis kommt eine EEG-Studie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, die in der Fachzeitschrift Journal of Neuroscience veröffentlicht wurde.

Wie Internet-Stars mit Jugendlichen zu Ernährung und Bewegung kommunizieren

Studie der Uni Witten/Herdecke räumt auf mit dem Märchen von Freundschaft, Schönheit und Glück.

Forscherinnen der Universität Witten/Herdecke haben untersucht, wie Influencer zu gesundheitsrelevanten Themen kommunizieren und Jugendliche in ihrem Verhalten beeinflussen.

Die Psychotherapie läuft zunehmend Gefahr, in´s Leere zu greifen

Psychotherapie: Moderne Lebensstile bescheren der Überflussgesellschaft ein reichhaltiges Spektrum alter und neuer psychischer Störungen. Das Gefühl wächst, durch das Leben gehetzt zu werden und immer weniger Zeit für die Erfordernisse zu haben, resümiert Dr. Monika Vogelgesang in ihrem Essay "Psychotherapie in der spätmodernen Beschleunigungsgesellschaft": "Der spätmoderne Mensch kann aus der Gegenwart immer weniger auf die Zukunft extrapolieren. Daraus folgen eine tiefgreifende Verunsicherung und eine Zentrierung auf die unmittelbare Gegenwart." Die Reflexionen der Psychiatrin erschienen in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Praxis - Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation".

Putin sei Dank: Die Russen trinken weniger und leben länger

Dem Putin-Regime ist nicht nur Negatives zuzutrauen: Es ist ihm mit diversen Restriktionen gelungen, den Alkoholkonsum fast zu halbieren und etwa deutschen "Standard" zu erreichen. Die Lebenserwartung der Russen stieg damit signifikant, berichtet Lancet im Oktober.

Gesundheit und Haft: Die meisten Gefangenen rauchen und schädigen die Nichtraucher

Etwa 80 Prozent der Gefangenen in deutschen Haftanstalten rauchen aktiv, die Mithäftlinge sind zum Passivrauchen "verdammt". Weniger als 30 Prozent der Bediensteten rauchen und werden gleichfalls unfreiwillig dem Nikotin ausgesetzt. Aktives und passives Rauchen verkürzt das Leben - möglicherweise um zehn oder mehr Prozent. Professor Dr. Heino Stöver und Dr. Catherine Ritter fordern daher, Rauchern in Haft konsequent eigene Räume zuzuweisen und Nichtraucher von Nikotin zu verschonen. Darüber hinaus sollten Rauchern Entwöhnungskurse angeboten werden; eine Minderheit der Gefangenen ist durchaus an einem Rauch-Ausstieg interessiert. Stöver und Ritter veröffentlichen ihr Konzept zur Tabakprävention im Reader "Gesundheit und Haft - Handbuch für Justiz, Medizin, Psychologie und Sozialarbeit".

Mütterliche Autoantikörper ursächlich für kindliche Verhaltensstörungen?

Mit Antikörpern wehrt unser Immunsystem viele Krankheitserreger ab. Bei sogenannten Autoimmunerkrankungen werden fälschlicherweise Antikörper gebildet, die gegen körpereigene Zellen gerichtet sind – das Immunsystem greift diese dann an und zerstört sie sogar. Autoantikörper können aber auch bei asymptomatischen Menschen vorhanden sein – man vermutet, dass sie jedoch während einer Schwangerschaft auf den Embryo übertragen werden und später neurologisch-psychiatrische Erkrankungen auslösen könnten (z. B. ADHS, Autismus). Eine aktuelle Studie belegt, dass dieser Mechanismus tatsächlich die embryonale Gehirnentwicklung stören und mit dem Auftreten von Verhaltensstörungen zusammenhängen kann.

Monoklonale Antikörper und „Small Molecules“ zur Prophylaxe von Migräneanfällen

Antikörper gegen CGRP oder den CGRP-Rezeptor stellen bei 70% der Migränepatienten, die auf diese Therapie ansprechen und bei denen bislang keine andere Therapie half, eine effektive Behandlungsmöglichkeit dar. Die Zahl der Migräneanfälle kann durch sie deutlich gesenkt werden. Doch trotz guter Wirkung und Verträglichkeit sollten sie nach Ansicht der Experten nicht bei allen Patienten eingesetzt werden. Für Non-Responder und Patienten, bei denen medizinische Gründe gegen den Einsatz der Antikörper sprechen, gibt es bislang keine Therapieoption. Vielversprechend ist nun die Entwicklung eines „kleinen“ CGRP-Antagonisten.

Widerstandskämpfer und Deserteure: Motive, Schicksale - und spärliche Erinnerung

Auf dem Nordfriedhof in Dresden erinnern unscheinbare Grabstätten an Friedrich Olbricht und Hans Oster. Die Generäle waren als Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 hingerichtet worden. Denkmäler für Widerständler, Deserteure, Kriegsdienstverweigerer sind fast immer schmucklos und selten auffällig platziert.  Peter Richter und Norbert Haase beschreiben und analysieren diese "Erinnerungskultur" in ihrer Dokumentation "Denkmäler ohne Helden". Am 26. September ab 19.30 Uhr stellen die Autoren ihre Neuerscheinung in Dresden vor ("Richters Buchhandlung", Förstereistr. 44, 01099 Dresden).

Politikerinnen können gewinnen, wenn sie dominant emotional auftreten

Politische Psychologie: Wie sollen Politikerinnen auftreten? Feminin, sensibel, herzlich? Oder dominant, selbstbewusst, fast männlich? Dr. Anna-Maria Renner (Universität Koblenz-Landau) stellte in einem Experiment fest: Politikerinnen können am ehsten von einem "maskulinen" Kommunikationsstil profitieren und werden in ihrer Führungskompetenz besser bewertet.  Die Politikwissenschaftlerin berichtet über ihre Studie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Politische Psychologie".

Verhaltenstherapie durch imaginative Verfahren verstärken: "Dann sprengt sie das Horrorhaus in die Luft ..."

In der Verhaltenstherapie werden imaginative Behandlungsverfahren oft unterschätzt und selten genutzt. Eine Themenausgabe von "Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin" belegt demgegenüber die hohe Wirksamkeit der Verfahren: Einerseits werden Behandlungsfortschritte möglich - und anderseits erleben Therapeuten die Stärkung ihrer eigenen kreativen Ressourcen. Wie bei jeder nachhaltig wirksamen Psychotherapie müssen auch hier Patienten intensiv arbeiten;  sie internalisieren  viele der imaginativen Vorgehensweisen und setzen sie nach der Behandlungsphase bei Bedarf in Eigenregie immer wieder ein - u.U.  bei neuen Erfordernissen in modifizierter Adaption. Die kreative Vielfalt und Nachhaltigkeit machen die Verfahren besonders reizvoll.

Leipziger Uni-Studie: Die Hälfte aller Geflüchteten ist psychisch belastet

Rund 68,5 Millionen Menschen waren 2017 weltweit auf der Flucht vor Gefahren, Armut und Krieg in ihren Herkunftsregionen, 970.400 kamen nach Deutschland. Unmittelbar nach ihrer Ankunft befragten Wissenschaftler der Universität Leipzig einen Teil der Geflüchteten in einer Erstaufnahmeeinrichtung. Die Studienergebnisse unterstreichen die hohe psychische Belastung Geflüchteter und liefern wichtige Informationen für die weitere Versorgung.




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