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Keine Fahrsicherheit nach Mischkonsum kleiner Mengen Cannabis und Alkohol

Etwa fünf Millionen Menschen in Deutschland konsumieren Cannabis, annähernd eine halbe Million von ihnen in riskantem, suchtartigem Ausmaß. Trotz Verbots setzen sich viele "zugedröhnt" ans Steuer und gefährden den Verkehr. Für Polizeibeamte ist es - trotz fachlicher Schulung - schwierig bis unmöglich, Cannabis-Fahrer rechtzeitig zu identifizieren. Ewald Brandt, Paul Brieler, Klaus Püschel und Kollegen berichten über die Problematik in ihrem Reader "Cannabis - eine Gefahr für die Verkehrssicherheit (?)

Intelligenzgeminderte erhalten häufig keine Psychotherapie

Patienten mit Intelligenzminderung - physisch und psychisch überdurchschnittlich vulnerabel - sind therapeutisch unterversorgt. Dr. Knut Hoffmann fordert für sie "die Öffnung des psychotherapeutischen Versorgungssystems. Bisher ist es nur schwer möglich, für einen Menschen mit Intelligenzminderung im Richtlinientherapieverfahren einen Behandlungsplatz zu finden. Nur wenige Kliniken oder niedergelassene Psychotherapeuten halten ein spezialisiertes Behandlungsangebot für diese Personengruppe vor.."

Sexualisierte Gewalt gegen Geschwister: Biografiearbeit mit der Familie wirksam

Das Inzest-Tabu wird immer häufiger gebrochen. Sexualisierte Gewalt zwischen Geschwistern nimmt zu, berichten Esther Klees und KollegInnen in ihrem Praxishandbuch für die Sozial- und Psychotherapie. Simone Bebermeyer stellt die Biografiearbeit mit der Familie in den Mittelpunkt:

Rechtsextrem: Unterwürfig, autoritär, feindselig

Die Etikettierung als "Nazi" oder "Faschist" oder "Rechtsextrem" wird häufig und meist falsch verwendet. Erich Fromm hat die zutreffende Kennzeichnung unter dem Begriff "Autoritärer Charakter" analysiert: Der Nazi scheut eigene Verantwortung, ordnet sich dem Stärkeren bzw. einer Ideologie unter, wertet (vermeintlich) Schwächere ab und dominiert sie, verhält sich feindselig gegenüber Außengruppen und übt ein starres Freund-Feind-Denken. Im Extremfall - etwa als Kapo im Konzentrationslager - entwickelten sich daraus eine masochistische Unterwürfigkeit gegenüber der Führung bzw. Ideologie und ein Sadismus gegenüber Opfern.

Dauerlauf: in der Suchthilfe präventiv, therapeutisch und rehabilitativ wirksam

Suchtkranke Kinder und Jugendliche - oft traumatisiert und sozial benachteiligt - benötigen neben einer Psychotherapie meist ein Dauerlauf-Training, berichtet der Sozialarbeiter Peter Schay (Herne/Westf) in einer empirischen Studie. Lauftherapie trägt "zur positiven Beeinflussung der emotionalen und psychischen Gesundheit bei: präventiv, therapeutisch und rehabilitativ."

 

Aktualisierte S3-Leitlinie: Prävention und Therapie gegen Aggression und Zwang

Die soeben veröffentlichte S3-Leitlinie „Verhinderung von Zwang – Prävention und Therapie aggressiven Verhaltens bei Erwachsenen“ bietet aktualisierte Empfehlungen für den Umgang mit Aggression in der Psychiatrie.

Transparenz ist das übergreifende Merkmal erfolgreicher Selbstdarstellung

Impression Management: "Praktische und theoretische Gründe sprechen dafür, sich bei seiner Selbstdarstellung im Beruf auf akteurszentrierte Strategien zu stützen," d.h. eigene Leistungsvariablen sichtbar zu machen, empfiehlt Dr. Henning Brand im Reader "Selbstverwirklichung im Arbeitsleben". "Beziehungsorientierte Strategien haben demgegenüber ein höheres Konfliktpotential, reagieren empfindlich auf Reziprozität" und sind fragil.

Pathologische Glücksspieler leiden häufig unter Persönlichkeitsstörungen

Mehr als zwei Prozent der deutschen Bevölkerung leidet unter einer Glücksspiel-Sucht - und meist gleichzeitig unter verschiedensten comorbiden Störungen inclusive Substanzabhängigkeit (z.B. Alkohol). Dr. Volker Premper berichtet in einer umfangreichen Studie über Krankheitsverlauf und Behandlungsergebnisse. Depressive Störungen, Angststörungen, substanzbezogene Störungen und Persönlichkeitsstörungen stehen - v.a. bei Frauen - im Mittelpunkt.

Psilocybin mit begleitender Psychotherapie zeigt antidepressiven Effekt über zwölf Monate

Psilocybin mit begleitender Psychotherapie kann bei Menschen mit therapieresistenter Depression zu langfristigen Verbesserungen der depressiven Symptomatik führen. Das zeigt eine jetzt veröffentlichte Langzeitnachbeobachtung des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI), der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der MIND Foundation. Die antidepressiven Effekte hielten über einen Zeitraum von bis zu zwölf Monaten an. Nach Angaben der Forschenden handelt es sich um die bislang umfassendste Langzeituntersuchung einer klinischen Studie mit Psychedelika. Die Ergebnisse wurden in der renommierten Fachzeitschrift „Psychotherapy and Psychosomatics“ veröffentlicht.

Selbstdisziplin: Wie Verzicht zum Gewinn wird

Selbstdisziplin wird in der Gesellschaft des Überflusses und der Überkommunikation immer schwieriger und immer notwendiger. REPORT PSYCHOLOGIE bietet in der Ausgabe 2/2026 Analysen und Empfehlungen zur Psychologie des Verzichts: "Wie viel weniger ist mehr?"

Soziale Ungleichheit ist mit beschleunigter biologischer Alterung verbunden

Große Metaanalyse liefert weltweit konsistente Belege über epigenetische Marker hinweg. Durch die Zusammenführung von Ergebnissen aus 140 Studien mit fast 66.000 Personen zeigen Forschende, dass ein niedriger sozioökonomischer Status sowie Erfahrungen von Diskriminierung konsistent mit einer beschleunigten biologischen Alterung verbunden sind, gemessen im Epigenom.

Studie untersucht Zusammenhang zwischen Musikhören und psychischer Gesundheit

Musik ist für viele Menschen ein Trostspender, Stimmungsaufheller oder Mittel gegen Einsamkeit. Doch führt häufiges Musikhören tatsächlich zu einer besseren psychischen Gesundheit? Eine neue Studie von Forscher:innen des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik (MPIEA) in Frankfurt am Main zeigt, dass dieser Zusammenhang nicht eindeutig ist. Die Ergebnisse wurden kürzlich im Journal of Affective Disorders Reports veröffentlicht.




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