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Psilocybin mit begleitender Psychotherapie zeigt antidepressiven Effekt über zwölf Monate

Psilocybin mit begleitender Psychotherapie kann bei Menschen mit therapieresistenter Depression zu langfristigen Verbesserungen der depressiven Symptomatik führen. Das zeigt eine jetzt veröffentlichte Langzeitnachbeobachtung des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit (ZI), der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der MIND Foundation. Die antidepressiven Effekte hielten über einen Zeitraum von bis zu zwölf Monaten an. Nach Angaben der Forschenden handelt es sich um die bislang umfassendste Langzeituntersuchung einer klinischen Studie mit Psychedelika. Die Ergebnisse wurden in der renommierten Fachzeitschrift „Psychotherapy and Psychosomatics“ veröffentlicht.

Wie viel weniger ist mehr? Zur Psychologie des Verzichts

»Wie viel weniger ist mehr? Zur Psychologie des Verzichts« ist zentrales Thema der Ausgabe 2 in 2026. Wir geben Einblicke in die Psychologie des Verzichts in verschiedenen Lebensbereichen: von Digital Detox und Wohnpsychologie über Themen wie Altruismus und Selbstdisziplin bis hin zu verschiedenen Formen des Fastens.

Soziale Ungleichheit ist mit beschleunigter biologischer Alterung verbunden

Große Metaanalyse liefert weltweit konsistente Belege über epigenetische Marker hinweg. Durch die Zusammenführung von Ergebnissen aus 140 Studien mit fast 66.000 Personen zeigen Forschende, dass ein niedriger sozioökonomischer Status sowie Erfahrungen von Diskriminierung konsistent mit einer beschleunigten biologischen Alterung verbunden sind, gemessen im Epigenom.

Studie untersucht Zusammenhang zwischen Musikhören und psychischer Gesundheit

Musik ist für viele Menschen ein Trostspender, Stimmungsaufheller oder Mittel gegen Einsamkeit. Doch führt häufiges Musikhören tatsächlich zu einer besseren psychischen Gesundheit? Eine neue Studie von Forscher:innen des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik (MPIEA) in Frankfurt am Main zeigt, dass dieser Zusammenhang nicht eindeutig ist. Die Ergebnisse wurden kürzlich im Journal of Affective Disorders Reports veröffentlicht.

Mit selbstbestimmten Patientenverfügungen die psychiatrische Versorgung verbessern

Patientenverfügungen gelten auch für Menschen mit psychischen Störungen, betont Prof. Dr. Jochen Vollmann in seinem Beitrag zum Standardwerk ´Ethische Entscheidungssituationen in Psychiatrie und Psychotherapie´.

Schematherapie ist ein Präzisionswerkzeug für Veränderung

Schematherapie: "Die zunehmende Psychologisierung von Lebensproblemen und der Trend zu Social Media-Selbstdiagnosen stellen die Psychotherapie vor neue Herausforderungen: Wir begegnen Menschen, die psychisches Leid zunehmend als Identität begreifen und Therapie als Ort der bedingungslosen Bestätigung suchen. Genau hier liegt unsere Chance. Die Schematherapie ist kein ´Pflaster´ für diffuse Unzufriedenheit, sondern ein Präzisionswerkzeug zur Veränderung," fokussieren Yvonne Reusch und Gitta Jakob in ihrem Beitrag zur Fachzeitschrift ´Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin´.

Zieloffene Suchtarbeit: partizipativ, an realistischen Veränderungspfaden orientiert

Die zieloffene Suchtarbeit versteht ihre Klienten als entscheidungsfähig und veränderungsbereit; die Klienten reflektieren und bestimmen das Behandlungsziel: Abstinenz oder Konsumreduktion oder Konsumänderung zur Schadensminderung. "Zieloffene Suchtarbeit ist eng mit partizipativer Entscheidungsfindung verbunden, bei der Fachkräfte ihre Expertise einbringen, ohne die Entscheidungshoheit der Klienten zu unterlaufen," formuliert Prof. Dr. Joachim Körkel in der Fachzeitschrift `RAUSCH - Wiener Zeitschrift für Suchttherapie` 1/2-26. In Einzelbeiträgen beschreiben die AutorInnen, wie Suchtarbeit durch Zieloffenheit erfolgreicher werden kann.

Der selbstkritische Blick der Psychiatrie

Bei den Erwartungen an eine psychiatrische bzw. psychotherapeutische Behandlung ist grundsätzliche Bescheidenheit realistisch. Die Psychiater Dr. Paraskevi Mavrogiorgu und Prof. Dr. Georg Juckel (Universitätsklinik Bochum) verdeutlichen die engen Grenzen ihrer Arbeit in ihrem Beitrag zum Reader "Ethische Entscheidungssituationen in Psychiatrie und Psychotherapie".

 

Jahrbuch Sucht: mehr Geld für Glücksspiel als für Bundeswehr-Etat

Allein der legale Glücksspiel-Umsatz lag in Deutschland 2024 mit 69,1 Milliarden Euro deutlich höher als aktuell der deutsche Verteidigungshaushalt mit 62,43 Milliarden Euro. "Außerdem existiert ein illegaler Markt von Sportwetten, virtuellen Automatenspielen, Online-Casinospielen, Online-Poker sowie Online-Zweitlotterien," berichtet das Jahrbuch Sucht 2026. Etwa zwei Prozent der erwachsenen Bevölkerung leidet unter einer Spielsucht ("Glücksspielstörung").

Neuentwicklungen im innovativ-integrativen Spirit der Schematherapie

Was ist aus dem innovativ-integrativen Spirit der Schematherapie geworden? Trägt er weiter? Welche substantiellen neuen Entwicklungen erlebt die Schematherapie? Dr. Eckhard Roediger (Herausgeber) und Kolleginnen bieten in Verhaltenstherapie&Verhaltensmedizin (3/4-25) einen ebenso reichhaltigen wie kritischen Überblick.

Supervision in der Verhaltenstherapie: (Selbst)-Hinterfragung und Inspirationsquelle

Für eine qualifizierte Supervision in der Verhaltenstherapie fordert Dr. Kurt Quaschner eine "Kultur der (Selbst-)Hinterfragung und (Selbst-)Kritikfähigkeit. Hinterfragen wird dabei zunächst als eine Strategie verstanden, einen individuellen Therapiefall auf einer umfassenderen, breiteren Art und Weise zu konzeptualisieren als dies in einem strikt auf Therapietechniken bezogenen, standardisierten Vorgehen der Fall ist." Gleichzeitig "richtet sich Hinterfragen auf die allgemeinen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen von Psychotherapie", postuliert Quaschner in seinem Beitrag zum Standardwerk "Praxisbuch VT-Supervision" (Hrsg. Gerhard Zarbock).

Homosexualität: Möglichst schadlos mit Chemsex leben

Immer mehr Männer, die mit Männern Sex teilen, verstärken seine Wirkung durch Drogen: Chemsex verbreitet sich v.a. in großstädtischen Szenen. Beteiligte sind oft gesundheitlich, psychisch, sozial gefährdet und erleben oder befürchten Diskriminierung. Vierzehn Insider haben für Selbsthilfe und Beratung einen Reader zusammengestellt. Er leitet an, möglichst schadlos mit Chemsex zu leben.




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