NEWSBÜCHERJOURNALEONLINE-SHOP



 

Sie befinden sich hier: NEWS » Aktuelle News Psychologie

« zurück

Wenn Frauen Kinder sexuell missbrauchen, bleibt es meist ein dunkles Geheimnis

Bei sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen wird in der Regel an männliche Täter gedacht. Frauen als Täterinnen sind hingegen ein gesellschaftliches Tabuthema. Wissenschaftler:innen des Instituts für Sexualforschung, Sexualmedizin und Forensische Psychiatrie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben in einem Forschungsprojekt sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen durch Frauen untersucht.

Depression: Arbeit ist nicht die Hauptursache, und Urlaub lindert die Krankheit nicht

Bei jedem fünften Beschäftigten in Deutschland wurde schon einmal eine Depression diagnostiziert. Ein besserer Wissensstand zur Erkrankung in Unternehmen könnte viel Leid bei betroffenen Arbeitnehmern und immense Kosten für Arbeitgeber vermeiden. Das legen die Ergebnisse des heute veröffentlichten 5. Deutschland-Barometers Depression der Stiftung Deutsche Depressionshilfe nahe. Die repräsentative Befragung untersucht jährlich Einstellungen und Erfahrungen zur Depression in der Bevölkerung. Befragt wurden 5.283 Personen zwischen 18 und 69 Jahren aus einem repräsentativen Online-Panel im September 2021.

Auswertung der neurologischen Post-COVID-Ambulanz der Charité zeigt: Kognitive Beeinträchtigungen sind häufig!

Nach akuten SARS-CoV-2-Infektionen können verschiedene Beschwerden sowie auch neurologische Symptome persistieren. Die neurologischen Post-COVID-Ambulanz an der Charité wertete erste Patientendaten aus: Mit über 70% waren kognitive Beeinträchtigungen am häufigsten. Diese stehen aber scheinbar nicht in Zusammenhang mit einer anhaltenden ZNS-Schädigung durch die Viruserkrankung, so das Ergebnis einer schwedischen Studie. An pathophysiologisch ursächlichen Mechanismen werden eine endotheliale-mikrozirkulatorische Dysfunktion, eine anhaltende Inflammation und autoimmunologische Mechanismen diskutiert.

So denken die Deutschen über Sportwetten

Sportwetten sind weltweit ein verbreitetes Hobby. Mittlerweile zieren unzählige Wettanbieter die Trikots vieler Sportvereine sowie die Werbebanner nationaler und internationaler Wettbewerbe.

 

Obwohl sich die meisten Spieler:innen der Risiken des Glücksspiels bewusst sind, haben rund 23 Prozent der im Rahmen des Statista Global Consumer Surveys befragten Menschen in Deutschland in den letzten 12 Monaten Wetten auf Sportereignisse platziert. Von den über 1.000 Befragten, sind sich 31 Prozent darüber im Klaren, dass Sportwetten ähnlich süchtig machen können wie Drogenkonsum, weitere 19 Prozent sind der Meinung, es werde in der Öffentlichkeit nicht genügend über die Risiken von Sportwetten gesprochen. Etwa 13 Prozent sprechen sich sogar für ein allgemeines Verbot aus.

Studie: Stadt- und Landbewohnende bewerten zukünftige Herausforderungen unterschiedlich – und wollen mehr mitgestalten

Zum Start der ARD-Themenwoche „Stadt.Land.Wandel“ erscheint die acatech Kooperationsstudie „Stadt.Land.Chancen“, die zusammen mit dem Center for Responsible Research and Innovation (CeRRI) des Fraunhofer IAO umgesetzt wurde. Die Ergebnisse geben Aufschluss darüber, wie die Menschen in Deutschland in Zukunft leben wollen. Mögliche anstehende Veränderungen bewerten die fast 9000 Befragten dabei je nach Wohnort durchaus unterschiedlich. In einem anderen Punkt sind sich Stadt- und Landbewohnende dagegen einig: sie wollen frühzeitig einen Dialog zu Zukunftsthemen führen. acatech greift diesen Wunsch auf und geht mit bayerischen Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch.

Mediensucht steigt in Corona-Pandemie stark an

Neue Studie von DAK-Gesundheit und UKE Hamburg untersucht Gaming und Social Media bei Kindern und Jugendlichen.

Bei Computerspielen wächst krankhafte Nutzung um 52 Prozent.

Aktuel sind rund 220.000 Jungen und Mädchen betroffen.

DAK-Chef Storm fordert Präventionsoffensive Medienkompetenz.

 

Wenn Abschiedsschmerz zum Lebensgefühl wird: Hilfe bei Anhaltender Trauerstörung

Der Tod einer nahestehenden Person bedeutet einen tiefen Lebenseinschnitt für die Hinterbliebenen. Trauer ist dabei eine ganz normale Reaktion auf den Verlust. Doch bei fünf bis zehn Prozent der Trauernden dominiert der Verlust auch nach geraumer Zeit den Alltag so sehr, dass Fachleute dann von einer Anhaltenden Trauerstörung im Sinne einer psychischen Erkrankung sprechen. Unter Leitung von Psychologinnen und Psychologen der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) wird bundesweit in mehreren Behandlungszentren eine spezielle Form der Psychotherapie bei dieser Erkrankung erprobt – mit vielversprechenden Zwischenergebnissen.

Cannabis auf Rezept: wirksam bei chronischen Schmerzen, aber wissenschaftlich umstritten

Seit mehr als vier Jahren ist in Deutschland die Verordnung von medizinischem Cannabis, Cannabisblüten und -extrakten sowie von cannabisbasierten Arzneimitteln auf Rezept möglich – trotz einer fehlenden Zulassung. Im Jahr 2022 steht die finale Auswertung der gesetzlich geforderten Begleiterhebung an, zu der alle Ärztinnen und Ärzte verpflichtet sind, die medizinisches Cannabis verschreiben. Etwa zwei Drittel der 10.000 dort dokumentierten Patientinnen und Patienten berichten über positive Effekte nach einem Jahr Behandlung – vor allem bei chronischen Schmerzen. In hochwertigen Studien gibt es allerdings nach wie vor keinen sicheren Wirkungsnachweis, und auch die Risiken einer längerfristigen Behandlung sind kaum untersucht.

Prof. Dr. Winfried Hacker: Informationsarbeit menschengerecht gestalten

16.10.2021 Auch die Arbeit mit digitalen Arbeitsmitteln und künstlicher Intelligenz ist lern- und gesundheitsförderlich sowie leistungsförderlich zu gestalten, mahnt Seniorprofessor Dr. Winfried Hacker in einem neuen baua: Fokus an. Der 87jährige Nestor der Arbeits- und Kognitionspsychologie erläutert kompakt, jedoch wissenschaftlich präzise, worauf bei der Digitalisierung geistiger Arbeit zu achten ist. Ergänzend steht ein Interview im neuen BAuA-Forschungsblog bereit.

Business Psychology: The good leader is working as social ecologist and gardener

14.10.2021 Business Psychology: What is a specific Indian perspective on leadership? Professor Dr. Subhash Sharma (Bangalore) answers in "Wirtschaftspsychologie" Nr. 3/2021:

The leader improves the managerial effectiveness in a self evolution model. "At level one is the selfish gene model, at level two it is self-interest, level three self-actualisation, level four is self-ethicalization and level five self-realisation. The idea of selfish gene rooted in biology, self-interest in economics, self-actualisation in psychology (Maslow´s idea), self-ethicalization in ethics literature - and self-realisation is rooted in spirituality.

Haaranalysen zeigen: Meditationstraining verringert Langzeitstress

10.10.2021 Mentales Training verringert die Konzentration des Stresshormons Cortisol im Haar. Das haben WissenschaftlerInnen des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig herausgefunden. Die Cortisolmenge im Haar gibt Auskunft darüber, wie stark eine Person durch anhaltenden Stress belastet ist. Frühere positive Trainingseffekte hatten sich in akuten Stresssituationen oder an einzelnen Tagen gezeigt –oder basierten auf Selbstauskünften der StudienteilnehmerInnen. Die aktuelle Studie erbringt damit erstmals einen objektiven Beleg dafür, dass mentales Training körperliche Anzeichen von langen Stressphasen verringert, auch bei gesunden Menschen.

Die Mehrheit der Menschen ist religiös

08.10.2021  Religion spielt im öffentlichen Leben keine große Rolle. Daraus lässt sich aber nicht der Schluss ziehen, dass die Mehrheit der Deutschen Atheisten sind. 58 Prozent der rund 18.600 hierzulande für den Statista Global Consumer Survey befragten Menschen sagen, dass sie einer Religion anhängen. Am weitesten verbreitet ist das Christentum (49 Prozent). Aber auch der Islam ist mit einem Anteil von sieben Prozent fest in Deutschland verwurzelt. Als nicht religiös oder Atheisten bezeichnen sich 34 Prozent der Umfrageteilnehmer:innen. Im weltweiten Vergleich ist Deutschland dennoch kein ausgeprägt religiöses Land, wie der Blick auf die Grafik zeigt. Besonders religiös sind beispielsweise die Menschen in Südafrika, Polen und Brasilien. Dagegen sind in Großbritannien und Frankreich weniger Menschen gläubig als zwischen Flensburg und München.


Literatur zum Thema

https://www.psychologie-aktuell.com/journale/gesellschaftskritik/bisher-erschienen
/inhalt-lesen/religion.html




alttext    

 

Aktuell