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Aktuelle Studie zeigt: Auch nach überstandener Depression bleibt die Handkraft vermindert
Die Handgriffstärke ist ein einfaches und verlässliches Verfahren zur Bewertung der Muskelkraft und somit ein etablierter Biomarker für die allgemeine Fitness. Dass die Handkraft bei Menschen mit Depression oder Schizophrenie messbar reduziert ist, war schon länger bekannt. Eine Studie zeigt nun jedoch, dass sich die Muskelkraft selbst nach überstandener Depression nicht automatisch normalisiert. Die in JAMA Psychiatry veröffentlichten Ergebnisse werfen die Frage auf, ob Depressionen bleibende körperliche Spuren hinterlassen – mit möglichen Folgen für Fitness, Therapie und Lebenserwartung. Worse financial well-being in midlife and older age —and especially declines over time—are associated with lower memory scores and faster cognitive decline, reports a new study at Columbia University Mailman School of Public Health. The population experiencing significant financial deterioration showed memory decline equivalent to roughly five additional months of aging per year. Etwa drei bis vier Prozent der erwachsenen Bevölkerung leiden unter einem Hyperaktivitätssyndrom (ADHS), (nach DSM5) einer Verhaltens- und Entwicklungsstörung: Im Arbeitskontext können v.a. die hohe Impulsivität und die extreme Fokussierung auf einzelne Ziele Irritationen auslösen. Dennoch können Führungskräfte mit ADHS-Syndrom ihre problematischen Eigenschaften produktiv als Stärken einsetzen. Die Chancen analysieren Dr. Anna-Pia Edelmann und Sara Christin Happel in der Fachzeitschrift WIRTSCHAFTSPSYCHOLOGIE (3/2025). Schüler der Oberstufe haben oft Schwierigkeiten, rechtzeitig ins Bett zu gehen, was ihnen den Schulbeginn am Morgen erschwert. Das liegt daran, dass Teenager biologisch bedingt später einschlafen als Erwachsene, wobei sich ihre innere Uhr im Laufe der Pubertät immer weiter nach hinten verschiebt. Die Folge ist, dass die meisten Teenager an Schultagen nicht ausreichend Schlaf bekommen und ihr Schlafdefizit im Laufe der Woche zunimmt. Etwa die Hälfte der Strafgefangenen ist suchtabhängig. Das Schachern um Alkohol, Drogen, Tabak bestimmt weithin das Milieu und die Kriminalität hinter Mauern. Eine optimale Suchttherapie ist nicht die Regel, kann jedoch die Haftbedingungen entspannen und die Prognose der Einzelnen verbessern. Die Suchttherapeutin Jil Reinardt (Aachen) hat dazu ein multimodales, modularisiertes Gruppenbehandlungskonzept für Inhaftierte mit Substanzgebrauchsstörungen entwickelt und evaluiert. Eine neue tierexperimentelle Studie zeigt, wie das Neuropeptid Oxytocin gezielt soziale Verhaltensweisen fördert. Forschende weisen nach, dass Oxytocin direkt im medialen präfrontalen Kortex wirkt, einem zentralen Bereich des Gehirns, der für soziales Verhalten zuständig ist. Dort aktiviert es spezielle Nervenzellen, die soziale Annäherung fördern. Bemerkenswert ist, dass dieser Effekt auch unter körperlicher Belastung wie Hunger bestehen bleibt. Die Ergebnisse liefern wichtige Hinweise darauf, wie soziales Verhalten im Gehirn beeinflusst und angepasst wird und warum es auch in belastenden Situationen erhalten bleiben kann. Der Vagusnerv verbindet das Gehirn mit dem Darm. Wird er von außen oder mittels eines implantierten Stimulators aktiviert, scheint das zumindest bestimmten schwer depressiven Patient*innen zu helfen. Das Max-Planck-Institut für Psychiatrie (MPI) betreut als einzige Klinik in Oberbayern depressive Patient*innen mit einem implantierten Vagusnerv-Stimulator. In der Forschungsklinik läuft auch eine Studie, um die Mechanismen zu verstehen, die hinter einer Stimulation des Vagusnervs von außen, die recht einfach über sanfte elektrische Impulse am Ohr erfolgt, zu verstehen. Nach einem Trauma suchen Betroffene häufig Trost und Vergessen bei Alkohol, Drogen, Beruhigungsmitteln oder Glücksspiel und entwickeln u.U. eine Sucht. Damit entsteht aus einer kurzzeitigen Entlastung eine langfristige zusätzliche Belastung, berichtet Dr. Monika Vogelgesang in ihrem Fachbuch ´Psychotherapie der Sucht´. In einem online-Seminar am 26. März macht die erfahrene Psychotherapeutin KollegInnen mit diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten vertraut. Das Immunsystem ist ein zweischneidiges Schwert: Jüngeren Menschen rettet es bei Infekten oder Verletzungen das Leben; bei Älteren löst es chronische, u.U. tödliche Krankheiten aus, berichtet Prof. Dr. Walter Land in seiner Monografie ´Die (Un)sterblichkeit der Menschheit´. Eine ökologisch rücksichtsvolle Lebensweise dient der aktuellen und nachhaltigen biopsychosozialen Lebensqualität des Einzelnen wie der Gesellschaft. Professor Dr. Andreas Ernst verdeutlicht die Zusammenhänge in seinem Beitrag zur aktuellen Ausgabe von REPORT PSYCHOLOGIE. Der 54. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) findet vom 7. bis 10. September 2026 im European Convention Center Luxembourg (ECCL) statt. In einem internationalen sowie kulturell und historisch geprägten Umfeld stellen Vertreterinnen und Vertreter aus der wissenschaftlichen Psychologie aktuelle Forschungsergebnisse vor und treten in den Austausch mit Akteurinnen und Akteuren aus Politik und Praxis. Ziel ist es, die gesellschaftliche Relevanz der Psychologie auf europäischer Ebene sichtbar zu machen und weiter zu stärken. Eine neue im Februar 2026 in Nature Genetics veröffentlichte Studie der Texas A&M University (USA), der Dalhousie University (Kanada), des King's College (UK) und der Universitätsmedizin Würzburg (Deutschland) zeigt: Angsterkrankungen entstehen auf dem Boden einer genetischen Vulnerabilität vergleichbar anderen psychischen Erkrankungen. Durch die Identifizierung robuster genetischer Signale, die neue Einblicke in die biologischen Grundlagen dieser schwerwiegenden Erkrankungen bieten, trägt diese internationale Studie dazu bei, präzisere und wirksamere Ansätze für Prävention und Behandlung zu entwickeln., einer der weltweit häufigsten psychischen Erkrankungen.
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