NEWSBÜCHERJOURNALEONLINE-SHOP



 

Sie befinden sich hier: NEWS » Aktuelle News Psychologie

« zurück

Psychoonkologie: Krebspatienten benötigen Raum und den uneingeschränkten Blick in die Weite

Psychoonkologie: Schwerkranke verändern oft ihre Raumwahrnehmung, fühlen sich beengt, möchten "sich Luft machen", wollen Distanz und Weite herstellen. Tanja C. Vollmer, Gemma Koppen und Ulrich Keilholz berichten über das Thema im psychoonkologischen Reader "Berührtsein zwischen Nähe und Distanz". Empfinden Kranke Enge und Überfüllung, steigen Stressempfindungen und sinken Therapiechancen.

Klärungsorientierte Psychotherapie (KOP): Wie dysfunktionale Schemata geklärt und bearbeitet werden

Die Klärungsorientierte Psychotherapie (KOP), begründet von Prof. Dr. Rainer Sachse, ist eine Weiterentwicklung der Verhaltenstherapie. Sie bemüht sich zentral um die Klärung und Bearbeitung problemdeterminierender Schemata und findet zunehmend mehr Verbreitung - oft in Kombination mit anderen Therapieformen. Rainer Sachse und Janine Breil fassen die wichtigsten Indikationsbereiche zusammen:

Psychologie für erfolgreiche Warnungen: "Fürchtet euch sehr, und tut das Richtige"

Das Robert Koch Institut (RKI) wurde kritisiert, es dramatisiere die Corona-Gefahren, steigere Ängste und verfehle damit die gewünschte Wirkung. Professor Dr. Alexander Schimansky und Dr. Kathrin Reinke belegen jedoch in einer empirischen Untersuchung, dass die RKI-Strategie zielführend ist: Appelle mit möglichst hoher Furchterzeugung und klaren, realisierbaren Handlungsempfehlungen erzielen die erfolgreichste Wirkung. Die Studie erschien in der unabhängigen Fachzeitschrift WIRTSCHAFTSPSYCHOLOGIE (3/2020).

Tabakatlas 2020: Das Rauchen schädigt das Gesundheitssystem und die Volkswirtschaft um 100 Milliarden Euro jährlich

Mit jährlich etwa 120.000 Todesopfern in Deutschland erreicht der Tabak-Konsum die Dimension der Corona-Risiken. Der "Tabakatlas 2020" beziffert, wer am häufigsten betroffen ist: v.a. soziale Unterschichten. In der Ärzteschaft und bei Ingenieuren rauchen weniger als zwölf Prozent, jedoch im Reinigungs- und Entsorgungsgewerbe mehr als 50%. Auch in der Produktion stehen Unterprivilegierte an erster Stelle: Kinder- und Zwangsarbeit in Entwicklungsländern, meist unter gesundheitsgefährdenden Bedingungen, sorgen für den Profit der Konzerne.

 

Tiergestützte Therapie hinter Gittern: ein offenes Fenster zur Welt

Tiergestützte Therapie im Freiheitsentzug stärkt Potentiale, ein zufriedenstellendes und damit deliktfreies Leben zu führen. Vor allem psychisch Kranke profitieren. Theres Germann-Tillmann und Bernadette Roos Steiger stellen in einem Handbuch Wirksamkeitsbelege und beispielhafte Projekte vor. Der Focus liegt nicht auf einer "Kuscheljustiz", sondern einer erfolgreichen Resozialisierung im Straf- und im Maßregelvollzug.

Scientists see the Danube region as a miniature Europe

Throughout the course of history the entire Danube region has time and time again witnessed dramatic shifts in migration of large populations. The lack of knowledge regarding these extremely varied circumstances can also be a stumbling block to the political and socio-economic integration of the Danube countries into the EU. We Western Europeans have forgotten to research in this open air laboratory and therefor fail to understand the problems in former Yugoslavia. A multidisciplinary anthology intends to improve the understanding of history, the current development and the perspectives of the Danube countries in relation to the European integration process: "Migration, Integration and Health"

Mehr Vogelarten im Umfeld machen Menschen in Europa genauso zufrieden wie höheres Einkommen

Eine hohe biologische Vielfalt in der näheren Umgebung ist für die Lebenszufriedenheit genauso wichtig wie das Einkommen. Das berichten Wissenschaftler*innen von Senckenberg, des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der Universität Kiel aktuell in „Ecological Economics“. Sie haben erstmals europaweit gezeigt, dass die individuelle Lebenszufriedenheit mit der Vielfalt der Vogelarten im Umfeld korreliert. Zehn Prozent mehr Vogelarten im Umfeld steigern die Lebenszufriedenheit der Europäer*innen demnach mindestens genauso stark wie ein vergleichbarer Einkommenszuwachs. Naturschutz sei daher eine Investition in menschliches Wohlbefinden, so die Forscher*innen.

Wirtschaftspsychologie: Wie sich Unterbrechungen auf das Arbeitsgedächtnis auswirken

Wirtschaftspsychologie: Beim Arbeiten werden wir immer wieder unterbrochen und abgelenkt – eine Herausforderung, der sich viele nicht zuletzt im Homeoffice zu Corona-Zeiten stellen müssen. Forschende des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) untersuchen, wie sich solche Störungen auf die Leistung unseres Arbeitsgedächtnisses auswirken. Sie konnten zeigen, dass es nach einer Unterbrechung besonders schwerfällt, sich wieder der eigentlichen Aufgabe zu widmen. Bei für die Arbeit nicht-relevanten Ablenkungen war dies nicht der Fall.

COVID-19-Pandemie: Gesundheitspolitische Ziele und Maßnahmen aus Sicht der Klinischen Psychologie und Psychotherapie

Die Fachgruppe Klinische Psychologie und Psychotherapie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) hat aktuelle Studienergebnisse zur Auswirkung der Corona-Pandemie auf die psychische Gesundheit und gesundheitspolitische Maßnahmen in einem Positionspapier zusammengefasst, das ab heute im Open-Access-Format in der „Zeitschrift für Klinische Psychologie und Psychotherapie“ abgerufen werden kann.

Psychotherapie: Wie wir uns selbst aus der Distanz betrachten und damit erwachsen werden

Gefühle können - z.B. als Ausdruck frühkindlicher Prägung - in der aktuellen Situation dysfunktional sein. Der erwachsene Mensch kann jedoch in einer Distanz zu sich selbst lernen, seine Gefühle zu differenzieren und einzuordnen. Hier sieht Dr. Elisabeth Ganseforth den entscheidenden Ansatzpunkt für eine neurobiologisch fundierte Psychotherapie. In ihrer Monografie beschreibt die Therapeutin die Grundlagen und die konkret erprobten Anwendungsmodelle für die Praxis: "Durch Emotion und Distanz zum Selbst".

Wirtschaftspsychologie: Analoges versus digitales Bewerbungsgespräch - Kandidaten schneiden in Videokonferenzen schlechter ab

Wirtschaftspsychologie: Viele Personaler setzen bei Auswahlgesprächen vermehrt auf Videokonferenzen; insbesondere in Zeiten der Corona Pandemie. Doch die Sache hat einen Haken: In digitalen Auswahlinterviews kommen die Bewerberinnen und Bewerber deutlich schlechter weg als im persönlichen Vorstellungsgespräch. Warum dies so ist, haben Psychologen und Psychologinnen der Universität Ulm in einer Studie herausgefunden, für die digitale und analoge Bewerbungsgespräche simuliert wurden. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse der Studie in der Fachzeitschrift Journal of Business and Psychology.

Unterernährt, übergewichtig, vergeudet: Folgen der Umstellung globaler Ernährungsgewohnheiten über Jahrzehnte

Nur eine Handvoll Reis und Bohnen – ein Teil unserer Welt hungert. Pizza Hawaii und Eiscreme - ein anderer Teil unserer Welt ist übersättigt. Diese Kluft wird sich voraussichtlich vergrößern, während Lebensmittelverschwendung und der Druck auf die Umwelt zunehmen: Das ist das Ergebnis der neuen Studie eines Teams des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK).




alttext