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Ausnahmefälle nach Operation: Unerwartete Hirnleistungs-Einbußen bei Epilepsie

Bei schweren Epilepsien hilft oft nur ein chirurgischer Eingriff - meist mit großem Erfolg. Während sich die Hirnleistung nach einer erfolgreichen Operation langfristig erholen kann, kommt es in seltenen Fällen zu unerwarteten kognitiven Leistungseinbrüchen. Forschende der Universität Bonn haben nun zeigen können, welche Patientinnen und Patienten ein besonders hohes Risiko dafür tragen. Ihre Ergebnisse sind in der Zeitschrift „Annals of Neurology“ erschienen. Sie könnten dazu beitragen, Betroffene zu identifizieren, bei denen man auf eine OP verzichten sollte. Stattdessen ergeben sich für diese Betroffenen neue Behandlungsperspektiven.

Psychology Test and Assessment Modeling: New linguistic measure instrument of personality

Psychologists in Austria develop and examine a measure instrument of personality based on quantitative text analysis. They use linguistic markers that have been shown to be related to the Big-Five personality traits and define a linguistic model of personality based on these findings.

Gute Erfolge der kognitiven Verhaltenstherapie bei zwangsverwandten Störungen

Zwangsverwandte Störungen nehmen zu: Pathologisches Horten, Pathologisches Tierhorten, Körperdysmorphe Störung, Trichotillomanie, Dermatillomanie, zwanghafte Eifersucht. Welche modernen Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung? Prof. Dr. Willi Ecker und Kollegen bieten mit Einzelbeiträgen einen Überblick in "Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin" 1/2022.

Anleitung für das biographische Eignungsinterview: Neben der Technik entscheidet die Beziehung über den Erfolg

Wirtschaftspsychologie: In Eignungsgesprächen mit BewerberInnen führen trickreiche Fragen nicht zum Erfolg. "Erst eine gute zwischenmenschliche Beziehung ermöglicht eine sachlich-konstruktive Kommunikation", betont Prof. Dr. Werner Sarges in seinem neuen Ratgeber "Das Biographische Eignungs-Interview". Die Kunst liegt darin, BewerberInnen eine Beziehung anzubieten, d.h. "Macht"-Signale zurückzunehmen und freundliche Signale zu senden, so "dass möglichst wenig Abwehr und Auskunfts-Widerstände hervorgerufen werden." In den meisten Personalabteilungen wird bisher nicht verstanden: "Die Beziehungsebene ist im Bewerbergespräch der Sachebene vorgeordnet."

Diabetes-Distress: häufig und meist vermeidbar oder behandelbar

Täglich erkranken etwa 1600 Menschen in Deutschland neu an Diabetes mellitus. Viele von ihnen sind mit der Diagnose und den täglichen Anforderungen, die diese Stoffwechselerkrankung an sie stellt, überfordert. Fast jedem zweiten Menschen mit Diabetes Typ 1 droht ein „Diabetes-Distress“. Entscheidend ist, Betroffene frühzeitig zu identifizieren und gegenzulenken, um damit einhergehende diabetische Komplikationen zu verhindern. Der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e.V. (VDBD) empfiehlt allen Diabetespatientinnen und -patienten, sich bei Distress-Symptomen unbedingt ihrem Diabetesteam anzuvertrauen und gegebenenfalls diabetespsychologische Betreuung in Anspruch zu nehmen.

Leipziger Autoritarismus-Studie: Deutsche sind zufriedener mit der Staatsform Demokratie

Die Zufriedenheit der Bürger:innen mit der Demokratie in Deutschland ist in den vergangenen zwei Jahren gestiegen, die rechtsextremen Einstellungen sind zum Teil deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig angestiegen und weit verbreitet ist der Hass auf Migrant:innen, Frauen, Muslim:innen und andere Gruppen in Deutschland. Zudem lassen sich in Folge der Pandemie verstärkte Wünsche nach Autorität feststellen. Das sind zentrale Ergebnisse der repräsentativen „Leipziger Autoritarismus-Studie“.

Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie publiziert einen Überblick über die aktuelle Psychologie-Forschung

Die Präsentationen zum Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) 2022 (Hildesheim) erscheinen bei Pabst Science Publishers digital im open access (siehe "Leseprobe") und zusätzlich in gedruckter Form zum Ladenpreis von 60.- Euro.

Meta-Studie der Psychologie belegt: Männer haben eine stärkere sexuelle Motivation als Frauen

Viele haben es vermutet, jetzt ist es auch wissenschaftlich belegt: Männer sind stärker sexuell motiviert als Frauen. Sozialpsychologen der Universität des Saarlandes haben diesen Unterschied nun erstmals quantifiziert. Sie haben dafür die sexuelle Motivation aus psychologischer Sicht genauer definiert und in einer Meta-Studie mehr als 200 vorhandene Studien mit über 620.000 Teilnehmern ausgewertet. Dabei haben sie auch berücksichtigt, dass die Selbstaussagen der Befragten bei diesem sensiblen Thema möglicherweise nicht immer korrekt sind. Ihre Forschungsergebnisse werden in der renommierten US-Fachzeitschrift „Psychological Bulletin“ erscheinen und sind online bereits veröffentlicht.

Kunsttherapie: Flüchtlingskinder "bauen" für sich ein Haus als sicheren Ort

Traumatisierte Kinder in zwei Flüchtlingsunterkünften in Freiburg (Br.) erhalten regelmäßig Kunsttherapie. Die Mitarbeiterinnen des DRK-Projekts berichten und analysieren ihre Aufgaben ausführlich in der Fachzeitschrift "Musik,- Tanz & Kunsttherapie". Exemplarische Falldarstellungen von Gestaltungs- und psychodynamischen Prozessen geben Hinweise auf unbewusste Formen der Verarbeitung belastender Lebenserfahrungen.

Wutbürger: paranoide Charaktere mit elementarer Ichschwäche

Rechtspopulistische Bewegungen fallen mit verschwörungstheoretischen, aggressiven, "postfaktischen" Ideologien auf. Um diese "Wutbürger" sozialpsychologisch zu verstehen, entwickeln der Psychiater Timo Beeker und der Psychologe Peter Brook das Konzept des paranoiden Charakters. Dieser ist gekennzeichnet durch "eine tiefgreifende Ich-Schwäche, verbunden mit schwerwiegenden Defiziten in der Unterscheidung zwischen Realität und Fiktion." Anhand eines Fallbeispiels erläutern die Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Brandenburg ihr Konzept in der Fachzeitschrift "Psychologie und Gesellschaftskritik".

 




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