Multiple Krisen, rasante technologische Entwicklungen und die Folgen des Klimawandels prägen unsere Zeit. Sie verändern, wie Menschen leben, arbeiten, entscheiden und ihre Zukunft wahrnehmen. Gesellschaft und Politik stehen vor der Aufgabe, diesen Wandel zu verstehen und zu gestalten. Psychologische Forschung liefert wichtige Erkenntnisse darüber, wie Menschen mit Veränderungen umgehen und wie diese Erkenntnisse in gesellschaftliche und politische Gestaltungs- und Entscheidungsprozesse einfließen können. „Für unseren 54. Kongress haben wir deshalb bewusst diese Herausforderungen mit drei Fokusthemen aufgegriffen: Mentale Gesundheit, Digitale Transformation und Künstliche Intelligenz sowie die Psychologie nachhaltigen Verhaltens“, erläutert Kongresspräsident Prof. Dr. Robert Kumsta von der Universität Luxemburg. „Zu allen drei Themenbereichen erwartet die Kongressbesuchenden ein vielfältiges Programm mit Symposien, internationalen Keynotes, Paneldiskussionen und Posterbeiträgen. Dabei geht es nicht nur darum, aktuelle Forschungsergebnisse vorzustellen, sondern auch um die Frage, welchen konkreten Beitrag psychologische Erkenntnisse zur Gestaltung der gesellschaftlichen Veränderungen unserer Zeit leisten können.“
Fokusthema „Mentale Gesundheit“
Die Auswirkungen gesellschaftlicher Krisen und veränderter Lebensbedingungen auf die psychische Gesundheit stehen im Mittelpunkt zahlreicher Beiträge, wie zum Beispiel zu Kindern und Jugendlichen, schulischem Wohlbefinden, Cybermobbing und Klimawandel. Weitere Themen sind Prävention und Versorgung, psychosoziale Unterstützungsangebote, Zugangsbarrieren zur Psychotherapie sowie neue digitale und KI-basierte Anwendungen.
Fokusthema „Digitale Transformation und KI“
Künstliche Intelligenz und digitale Technologien sind längst Teil unseres Alltags. Sie verändern unsere Entscheidungsprozesse im Privaten und Beruflichen, sie verändern Wissenschaft, Erziehung und Bildung, und vor allem beeinflussen sie zunehmend unsere sozialen Beziehungen. Auf dem Kongress stellen Forschende aktuelle Erkenntnisse zur Mensch-KI-Interaktion, zu Vertrauen, zu KI als soziale Interaktionspartner, zu Autonomie und menschlicher Kontrolle vor und beschäftigen sich anhand von verschiedenen Anwendungsbereichen wie Robotik, Personalentscheidungen, Wissenschaft oder psychischer Gesundheitsversorgung mit der Frage, was eine sichere, transparente und menschenzentrierte Gestaltung von KI ausmacht.
Fokusthema „Psychologie nachhaltigen Verhaltens“
Die psychologischen Dimensionen der Klimakrise stehen im Mittelpunkt von Beiträgen zu nachhaltigem Handeln und Umweltbildung, sowie zu Emotionen und Belastungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Mit diesem Fokusthema soll aufgezeigt werden, wie psychologische Erkenntnisse helfen können, die Lücke zwischen Wissen und Handeln zu schließen und gesellschaftliche Transformation in Wissenschaft, Politik und Praxis zu unterstützen.
Über diese Fokusthemen hinaus wird das Programm auch in diesem Jahr wieder die Brandbreite psychologischer Forschung widerspiegeln und einen umfassenden Einblick in die Themen, Methoden und Anwendungsfelder der modernen Psychologie geben. „In einer Zeit des Epochenbruchs darf psychologische Forschung kein bloßer Beobachter gesellschaftlicher Veränderungen sein, sondern muss als unverzichtbare Ressource für deren Gestaltung fungieren“, betont DGPs-Präsidentin Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier. „Unser Kongress macht deutlich, dass die Psychologie die notwendigen Erkenntnisse und Instrumente bereitstellt, um aktuelle und zukünftige Herausforderungen nicht nur analytisch zu verstehen, sondern aktiv und evidenzbasiert einen Weg zu ihrem Umgang und ihrer Bewältigung zu weisen.“
Kongressinformationen:
Der Kongress wird von der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) und dem Kongresspräsidenten Prof. Dr. Robert Kumsta von der Universität Luxemburg ausgerichtet. Weitere Informationen zum Kongress, zum Programm und zu den Schwerpunktthemen finden Sie hier: https://www.uni.lu/fhse-en/conferences/54th-dgps-congress/program/















