Die Zahl der jeweils betreuten Kinder ist nach Auffassung der meisten Fachkräfte zu groß. Zusätzlich wird das Problem immer wieder durch Fehlzeiten verschärft.
Auch qualitative Anforderungen gelten als gesundheitsrelevant; sie ergeben "sich v.a. in anspruchsvollen Situationen, z.B. durch Unsicherheiten im Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern oder Elterngesprächen zu sensiblen Themen... Auch die häufigen Unterbrechungen und Störungen werden von der Mehrheit der pädagogischen Fachkräfte als belastend empfunden."
Die StudienautorInnen leiten aus ihren Analysen fünf Empfehlungen ab:
- Lärm reduzieren: Schallschutzmaßnahmen ergreifen, in kleinere Gruppen aufteilen, Garten nutzen
- Quantitative Belastungen reduzieren: Fachkraft-Kind-Schlüssel anpassen
- Qualitative Belastungen reduzieren: Weiterbildungen anbieten (z.B. Umgang mit Kindern, Vorbereitung von Elterngesprächen), Austausch im Team und ´voneinander lernen´)
- Informationen und Mitsprache erhöhen: Kitas und pädagogische Fachkräfte regelmäßig informieren, Fachkräfte in Entscheidungen einbeziehen
- Betriebliche Leistungen erhöhen: Weiterbildungen und Spezialisierungen ermöglichen, Karrieremöglichkeiten aufzeigen
Susanne Geister, Inka Krüger, Andre Beinrucker, Rahel Dreyer: Der tägliche Spagat - Wie Anforderungen und Ressourcen die Gesundheit von pädagogischen Fachkräften beeinflussen.















