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Wirtschaftspsychologie: Einkaufsmärkte ohne Einweg-Verpackung bereiten KundInnen Vergnügen

Wirtschaftspsychologie: Zügig und gewaltig sind die Plastik-Probleme angewachsen. Langsam, bescheiden, aber erfolgreich entwickelt sich eine Gegenbewegung: Sie nennt sich "No Waste" (=Kein Müll) und etabliert mittlere oder große Einkaufsmärkte, die grundsätzlich auf Einweg-Verpackungen verzichten. Alles wird lose oder in Mehrwegverpackungen - z.B. Gläsern - angeboten.

Die Wirtschaftspsychologin Christin Pflüger (Hochschule Darmstadt) identifiziert in dem neuen (und eigentlich uralten) Arrangement Vorzüge, die weit über Umweltfreundlichkeit hinausgehen.

 

Im Rahmen ihrer wirtschaftspsychologischen Studie beobachtete Pflüger bei KundInnen in "verpackungsfreien" Läden positive soziale Interaktionen, "Streben nach selbstbestimmtem Konsum", den "Wunsch nach einer sauberen, intakten Umwelt", "Spaß und Vergnügen" und "Wertschätzung von Konsumgütern".

 

Da das Konzept ´Unverpackt´ verhältnismäßig neu ist, wird die Zukunft zeigen, ob diese Form des Einzelhandels eine Nische bleibt oder den konventionellen Märkten Stand hält und sich weiter etabliert. Einerseits lässt sich die Ökobilanz noch nicht realistisch exakt berechnen. Und anderseits benötigen KundInnen für den Einkauf in einem ´Unverpackt´- Markt deutlich mehr Zeit; denn alles muss einzeln von Hand gewogen und (umweltfreundlich) verpackt werden.

 

Literatur zum Thema

Christin Pflüger: Nutzungsmotive der Konsumenten von ´Unverpackt´- Märkten.
In: F. Röser, S. Winter (Hrsg.) Abstracts zur 21. Fachtagung der Gesellschaft für angewandte Wirtschaftspsychologie.
Pabst. Paperback ISBN 978-3-95853-280-9  

 

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