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Konkrete Psychologie: Das Psychische aus der Einkapselung befreien

Die Ansätze zu einer "Konkreten Psychologie" sensu Gerd Jüttemann stammen aus unterschiedlichsten "Schulen". PD Dr. Carlos Kölbl (Hannover) orientiert sich dabei an der kulturhistorischen Forschung.

UDE: Computerspiele im Fokus der Forschung

Es ist eine fantastische Welt, bevölkert mit Menschen, Elfen, Orcs und vielen anderen Völkern. Eine Welt, in der sich Helden in gewaltigen Schlachten bewähren und Schätze nur darauf warten, gefunden zu werden. Es ist die World of Warcraft (WoW). Mehr als zehn Millionen Menschen tauchen regelmäßig in das weltweit erfolgreichste Online-Abenteuer ein. Trotzdem ist dieses Phänomen bisher kaum erforscht. Der Arbeitskreis Digital-Game & -Gaming Forschung der Universität Duisburg-Essen (UDE) will dies ändern und untersucht seit drei Jahren verschiedene Aspekte von Computerspielen. Nun legt er erste Erkenntnisse zur Motivation und zu sozialen Gruppen der World of Warcraft vor.

UDE: Arbeitslosigkeit belastet die Psyche. Anti-Stigma-Preis 2010 für Tandem-Projekt

Psychisch erkrankte Langzeit-Erwerbslose haben es bei der Arbeitsvermittlung nicht leicht. Deshalb wurde das Tandem-Projekt (Task force on long duration unemployment in elderly people and mental health) entwickelt, das in diesem Jahr mit dem Anti-Stigma-Preis der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) ausgezeichnet wird. Das Pilotprojekt wird von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des LVR-Klinikums Essen, Klinik und Institut der Universität Duisburg-Essen in Kooperation mit dem Jobcenter Essen getragen.

Zwei französische Studien ergaben, dass sich das Gehirn durch das Lesenlernen verändert

Zum ersten Mal konnte ein internationales Forscherteam nachweisen, dass das Lesenlernen das Gehirn verändert. Die Studie wurde von zwei Franzosen - Stanislas Dehaene (Collège de France, CEA/Inserm Einheit, Universität Paris Sud 11 für kognitive Neurobildgebung, NeuroSpin/I2BM) und Laurent Cohen (Inserm, AP-HP, Universität Pierre et Marie Curie) - koordiniert und am 11. November 2010 in der renommierten Fachzeitschrift Science online veröffentlicht. Sie spiegelt den massiven Einfluss von Bildung auf das menschliche Gehirn, insbesondere den visuellen Kortex und den für Sprache zuständigen Bereich wider.

Pädagogisches Kompaktwissen für Eltern: Lernmotivation von Kindern steigern und stabilisieren

Wenn Eltern ihr Kind zum Lernen motivieren wollen, argumentieren sie meist mit extrinsischen Anreizen - etwa: Wenn du eine gute Note nachhause bringst, bekommst du eine Belohnung. Oder: Willst du nicht besser sein als das Nachbarskind? Derartige Motivationsversuche wirken niemals nachhaltig. Nur mit intrinsischen Anreizen ist dem Kind geholfen: Eltern können dem Kind vermitteln, dass seine Lernaufgaben interessant sind und der Lernerfolg zu erfreulichen Fertigkeiten führt. "Schüler, die intrinsisch motiviert sind, bleiben auch in schwierigen Situationen an ihren Aufgaben," berichten die Professoren Dr. Albert Ziegler und Heidrun Stöger in ihrem Ratgeber "Pädagogisches Kompaktwissen für Eltern von Schulkindern".

Biological changes in suicidal patients

Doctor Daniel Lindqvist from the Psychoimmunology Unit at Lund University is presenting these results in his PhD thesis. He is part of a research group led by Dr Lena Brundin, which sees inflammation in the brain as a strong contributory factor to depression. This is a new theory that challenges the prevalent view that depression is only due to a lack of the substances serotonin and noradrenaline.

Subjektivität bildet den Erlebensaspekt des Gesamten Organismus

Die unmittelbare Identifikation von Subjekt und Gehirn ist ein Kurzschluss. Subjektivität "ist nicht allein im Gehirn zu lokalisieren, sondern bildet den Erlebensaspekt des gesamten Organismus in seinen Beziehungen zur natürlichen und sozialen Umwelt. Daher lässt sich das Gehirn auch nicht als Produzent des Geistes betrachten; es fungiert vielmehr als Vermittlungsorgan für die biologischen und sozialen Kreisprozesse, in denen der Mensch steht. Es ist weder der Geist, noch das Gehirn, sondern der ganze Mensch, der denkt, fühlt, handelt." Mit diesen Thesen grenzt sich der Psychiater und Philosoph Thomas Fuchs (Heidelberg) strikt von seinen Kollegen Spitzer, Roth u.a. ab.

Erstmals europaweit Hirnschrittmacher gegen Epilepsie implantiert

"Ich bin ins Büro gekommen, habe mir einen Kaffee geholt - und dann kann ich mich an nichts mehr erinnern, bis mich die Kollegen ansprachen", das berichtet ein Epilepsiepatient auf der Seite einer Selbsthilfegruppe. Plötzlich verschwindet die Welt, Krampfanfälle schütteln den Betroffenen, der sich später an nichts mehr erinnern kann. Experten schätzen, dass in Deutschland 400.000 bis 800.000 Menschen an Epilepsie leiden. Rund ein Drittel der Betroffenen spricht nicht auf eine medikamentöse Behandlung an. "Die Tiefe Hirnstimulation bei Epilepsie ist eine neue Möglichkeit für Patienten, denen andere Therapien nicht helfen", sagt Prof. Dr. Alireza Gharabaghi von der Neurochirurgischen Universitätsklinik Tübingen. Die Tiefe Hirnstimulation (THS) ist seit August in Europa für die Behandlung zugelassen.

Molekularer Schalter für Gedächtnis und Sucht

Wissenschaftler aus Deutschland, Großbritannien und Italien identifizieren molekularen Schalter, der den Kalziumspiegel in Nervenzellen dauerhaft anhebt und eine wesentliche Rolle bei der Gedächtnisbildung und der Entstehung von Suchterkrankungen spielt.

Bertold Brecht täuschte seine Trunksucht vor

Die Literaturgeschichte ist voller Persönlichkeiten mit Alkoholmissbrauch; viele versuchten, ihre Laster zu verbrämen. Doch Bertold Brecht rührte fast keinen Tropfen Alkohol an, wünschte sich aber das Image des "versoffenen Genies", berichtet der Psychotherapeut PD Dr. Hugo von Keyserlingk in seiner Studie "Liebe, Leben, Alkohol - Suchtkrankheiten im Spiegel deutscher Literatur".




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