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Wirtschaftspsychologie: Psychologisches Kapital steigert den Erfolg des Einzelnen und des Unternehmens

Zusätzlich zum Humankapital, zum Sozialkapital und intellektuellen Kapital wird die Bedeutung des Psychologischen Kapitals für den nachhaltigen Unternehmenserfolg immer deutlicher. US-amerikanische Studien belegen, dass das Konstrukt Psychologisches Kapital eine Vielzahl positiver Korrelationen zu individuellen und organisatorischen Leistungsparametern zeigt. In einer neuen Studie gelang es Prof. Dr. Rüdiger Reinhardt (SRH Riedlingen) erstmals im europäischen Raum, diese Beziehungen auf Basis einer Kausalanalyse zu bestätigen.

Michael Kastner bei Günther Jauch: Nicht die Menge, sondern die "Kultur" der Arbeit ist das Hauptproblem

Stress und Gesundheitsgefahren im Beruf: Selten ist die Arbeitsmenge das Problem, meist die "Arbeitskultur". Mit diesem Statement brachte der Arzt und Psychologe Prof. Dr. Michael Kastner in der Sonntag-Abend-Sendung bei Günther Jauch ein aktuelles Kernthema auf den Punkt. Die Diskussionsteilnehmer nannten als Beispiel moderner Arbeits-Unkultur die Erwartung ständiger Erreichbarkeit und Verfügbarkeit.

Peter Finkelgruen fürchtet: In Israel droht ein "Ermächtigungsgesetz" zugunsten der ultraorthodoxen Minderheit

Die demokratische Stabilität Israels als pluralistisch aufgeklärter Staat steht für Peter Finkelgruen (Köln) zunehmend infrage. Der prominente jüdische Publizist beobachtet die akute Gefahr einer "Geiselnahme Israels durch jüdische Fundamentalisten in einer Allianz mit extrem nationalistischen Kreisen."

Da irrte Philip Zimbardo: Unter Anonymität ist prosoziales, normgerechtes Verhalten möglich und häufig

In der Anonymität tendieren Menschen dazu, gesellschaftliche Normen zu übertreten. Diese "Deindividuationstheorie" von Philip Zimbardo und anderen ist widerlegt. Kai Sassenberg (Universität Tübingen) zeigt in seiner empirischen Studie: "Es kommt in anonymen Zusammenhängen lediglich dann zu einem Verstoß gegen gesellschaftliche Normen, wenn die situative Norm dies nahelegt."

Hochflexibel trotz fester Verschaltung - schon leichte Reize ändern den Informationsfluss im Gehirn

Ein Kelch oder zwei Gesichter? Was wir in einer der bekanntesten optischen Illusionen zu sehen glauben, wechselt in Sekundenbruchteilen; und damit auch der Weg, den die Information im Gehirn nimmt. Wie dies möglich ist, ohne die zellulären Verknüpfungen des Netzwerks zu ändern, konnten Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation, des Bernstein Zentrums Göttingen und des Deutschen Primatenzentrums in einer theoretischen Studie zeigen. Je nachdem, in welchem zeitlichen Muster Hirnareale kommunizieren, ändert sich der Informationsfluss. Um dessen Umorganisation auszulösen, genügt bereits ein leichter Reiz, etwa ein Duft oder Ton, zur rechten Zeit.

Engagement in Umweltorganisationen: Selbstverwirklichung und zielorientierte Haltung

"Das Engagement in Umweltorganisationen wird durch andere psychosoziale Determinanten beeinflusst als das Umweltverhalten im privaten Alltag: In den Organisationen erweisen sich maskuline Geschlechtsrollenorientierung und die Wertedimension ´Selbsterhöhung´ als statistisch signifikante Prädiktoren." Im privaten Umweltverhalten stehen eher eine intakte Natur und das Gemeinwohl im Vordergrund der Motivation. Diese Unterschiede fanden Prof. Dr. Marcel Hunecke und Dr. Anne Ziesenitz (Dortmund) in einer Studie.

Wirtschaftspsychologie: mit validen Anforderungsanalysen Personalauswahl optimieren

Meist werden Anforderungen an BewerberInnen vage nach "Bauchgefühl" beschrieben. Eine wissenschaftlich fundierte Anforderungsanalyse optimiert die Möglichkeiten, für eine Aufgabe die passgenauen MitarbeiterInnen auszuwählen. Studien belegen, dass verlässliche Anforderungsanalysen langfristig nicht nur zur Arbeitszufriedenheit und Leistung des Einzelnen beitragen, sondern auch langfristig Prosperität und Stabilität von Unternehmen erhöhen. Dr. Anna Koch und Professor Dr. Karl Westhoff (TU Dresden) haben daher erstmals ein Instrumentarium entwickelt, mit dessen Hilfe auch Praktiker ohne psychodiagnostische Expertise valide Anforderungsanalysen erarbeiten können.

Neue Studie: Psychotherapien bei der Binge-Eating-Störung auch langfristig wirksam

Die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) sowie die Interpersonelle Psychotherapie (IPT) sind bei der Binge-Eating-Störung (BES) langfristig wirksam. Dies zeigte eine randomisiert-kontrollierte Studie von Anja Hilbert, Professorin für Verhaltensmedizin am Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) AdipositasErkrankungen der Universität und des Universitätsklinikums Leipzig. Die Ergebnisse ihrer Studie wurden im Januar im British Journal of Psychiatry veröffentlicht.

Virtuelle Organisationen benötigen Zeit, um ihre Kommunikationsdefizite zu kompensieren

"Virtuelle Organisationen mögen besonders dynamische Prozesse, durchlässige Grenzen und schnelle Rekonfigurierbarkeit der Organisationsstrukturen ermöglichen. Reduzierte Kanalkapazität, Interaktivität, Präsenz und soziale Kontext-Cues mögen kompensierbar sein und ggfs. sogar eine salientere soziale Identität und höhere Normkonformität ermöglichen," stellt Dr. Oliver Fischer in einer Studie fest.

Depression: Schematherapie mit imaginativen Verfahren erfolgreich

Das Spektrum erfolgreicher Verfahren wird in der Verhaltenstherapie der Depression immer breiter. Die Schematherapie setzt sich zunehmend durch. Ihre Grundannahme bedeutet: Der Mensch erwirbt in seiner Biografie dysfunktionale Schemata, die das aktuelle Erleben beeinflussen können. Die bewusste Bearbeitung der Schemata kann nachhaltig antidepressiv wirken, schreiben Alexandra Gall-Peters und Gerhard Zarbock in ihrem neuen störungsspezifischen "Praxisleitfaden Verhaltenstherapie".




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