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Glücksspielsucht: Die meisten Probleme durch Automaten

Die Versorgungsnachfrage von Glücksspielsüchtigen ist in den letzten Jahren stark gestiegen. 15.800 Spieler haben sich in 2010 in ambulante Betreuung begeben. Die Anzahl der Hilfesuchenden hat sich damit seit 2005 mehr als verdreifacht. Spieler an Geldspielautomaten bilden mit 74,3% der Klienten nach wie vor mit Abstand die größte Gruppe. Nach der aktuellsten Prävalenzstudie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist bei 0,51% der bundesdeutschen Bevölkerung (275.000 Personen) ein problematisches Spielverhalten und bei 0,49% (264.000 Personen) ein pathologisches Spielverhalten erkennbar.

Suchtproblematik am Arbeitsplatz

Seit 12. April ist die neue Website www.sucht-am-arbeitsplatz.de online. Nach Angaben der Betreiber, BARMER GEK und Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen DHS, wird damit Deutschlands erste umfassende Internetplattform zur Suchtproblematik in Betrieben frei geschaltet. Neben einer breiten Öffentlichkeit soll die Informationsplattform vor allem Führungskräfte, Personalverantwortliche, Arbeitnehmervertreter und Beschäftigte selbst in Unternehmen erreichen.

Deutsche Studie: Depressiven Herzkranken fehlt das schützende Stresshormon Cortisol

Menschen mit koronaren Herzerkrankung (KHK) haben unter mentalem Stress eine eingeschränkte hormonelle Stressreaktivität, obwohl sie die Stressbelastung deutlich empfinden. Es kommt bei ihnen zu einer verminderten Ausschüttung des "Stresshormons" Cortisol, das auch eine entzündungshemmende und überschießende Immunreaktionen dämpfende Wirkung hat. Dieser "Hypocortisolismus" wird durch das Vorliegen einer chronischen Depression noch deutlich verstärkt und hängt in seiner Ausprägung vom Schweregrad der Depression ab. Er könnte ein direkter Hinweis auf eine möglicherweise gesteigerte Entzündung und Immunantwort bei diesen Patienten sein, die das Fortschreiten einer KHK begünstigen könnte. Das berichtet Dr. Christiane Waller (Internistische Psychosomatik, Universitätsklinikum Ulm) auf der 78. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Mannheim.

Bosnien-Herzegowina: Eine Million Menschen leidet unter Psychotraumata

Touristen bereisen das Land mit "Survival Maps" und verfolgen die Spuren des Bosnien-Kriegs. Serben begannen ihn vor zwanzig Jahren: Mehr als 100.000 Menschen starben - etwa zweieinhalb Prozent der Bevölkerung. Die körperlichen und die seelischen Verletzungen dauern bis heute an. Psychologen schätzen, dass mehr als 25 Prozent der Bevölkerung unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leidet.

Relationships Between Parents and Adult Children: The Difficulties Are Growing

Relationships between parents and adult children become more and more difficult, Prof. Dr. Matti Gershenfeld (Jenkintown/USA) states. "There are huge emotional ties, a lifetime of relationships of joy, pain, expectations, and disappointments. There are unresolved issues of power and control. Not only are there all of those issues which have always existed, but today there are an additional set of reasons why the relationships are difficult."

Strukturierte Anforderungsanalysen und Eignungsinterviews optimieren die Personalauswahl

Mit unstrukturierten Eignungsinterviews kreieren viele Personalverantwortliche ein reichhaltiges Repertoire an Fehlern und engagieren beinahe treffsicher die falschen Bewerber. Professor Dr. Karl Westhoff (TU Dresden) sieht in der unprofessionellen Personalauswahl einen Hauptgrund für psychische Belastungen, ungünstiges Arbeitsklima und wirtschaftliche Misserfolge. Der Psychologe belegt anhand empirischer Studien, dass eine klare Anforderungsanalyse für die offene Stelle und ein darauf abgestimmtes, klar strukturiertes Bewerbergespräch die Irrtumsmöglichkeiten auf ein Minimum reduziert.

Teachers´ burnout is related to lowered speed and quality for short-term tasks

Tuulia Ortner (Berlin) investigated the relation between burnout and performance assessed by computerized, short-term behavioral tasks. She reported in Psychological Test and Assessment Modeling: "Several relations between scales related to exhaustion and task performance were revealed; significant relations were shown for scores representing working speed in a situation involving hindrance of scheduled course of action, the quality of solved tasks in a situation with two colliding tasks, and the quality in a situation with awkward working conditions in terms of dealing with computer troubles.

Religiosität ohne kirchliche Institution: Die Mehrheit der Bevölkerung glaubt an ein Leben nach dem Tod

Das gründliche Misstrauen gegenüber der institutionalisierten katholischen Kirche war Kernthema der vorösterlichen Diskussionssendung mit Anne Will. Einen weit verbreiteten "religiösen Analphabetismus" dokumentierten eingespielte Straßeninterviews: Nur ein Gesprächspartner wusste die Oster-Bedeutung zu nennen; er ist Moslem. Auch die vehmenten Institutionskritiker, Anne Will inclusive, ließen eine Religiosität - zumindest eine Sehnsucht nach Religiosität - erkennen. Dr. Tatjana Schnell hat diese weit verbreitete "implizite Religiosität" untersucht.

Wirtschaftspsychologie: Lebens- und Arbeitsqualität leiden unter steigendem Erfolgsdruck

Dauerhafter Zeit- und Leistungsdruck, regelmäßige Überstunden, geringe Entscheidungsspielräume bei gleichzeitig fehlender Anerkennung und Unterstützung durch Führungskräfte, zunehmend prekäre Berufsbedingungen selbst bei qualifizierten Arbeitskräfte - nicht wenige Arbeitnehmer in Deutschland sind erheblich belastet und nicht selten auch überfordert. Neben steigenden psychischen Problemen ist als Folge eine ernsthafte Gefährdung von Arbeitsqualität und Professionalität zu registrieren. Zu diesem Ergebnis kommen Soziologen der Technischen Universität Chemnitz und des Sigmund-Freud-Instituts in Frankfurt/Main nach einer Befragung der Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Supervision e. V. (DGSv). Supervisoren beraten Organisationen und Unternehmen. In der Untersuchung ging es darum, wie die befragten Experten die Arbeitsbedingungen in den von ihnen betreuten Organisationen im Profit- und Non-Profit-Bereich wahrnehmen.

DJI-Studie bescheinigt jungen Frauen frühere Eigenständigkeit

Für Mädchen wie Jungen beginnt die Orientierungsphase Jugend gleichermaßen früher und hält länger an als noch vor 20 Jahren. Zudem entwickeln Jungen und Mädchen ihre Eigenständigkeit mit unterschiedlicher Intensität und Geschwindigkeit. Dies ist das Fazit einer DJI-Studie, in der Verselbstständigungsprozesse junger Menschen im Alter von 13 bis 32 Jahren untersucht wurden. Auswertungsbasis waren vornehmlich Daten des im Jahr 2009 erhobenen DJI-Surveys AID:A "Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten". Die Analysen der Antworten der befragten jungen Frauen und Männer belegen, dass junge Frauen gegenüber ihren männlichen Altersgenossen früher den Weg in die Eigenständigkeit suchen.




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