Wie sich extreme Umweltbedingungen auf das Gehirn auswirken
Am Beispiel einer Polarexpedition haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung die Effekte von sozialer Isolation und extremen Umweltbedingungen auf das Gehirn untersucht. Sie fanden Veränderungen im Gyrus dentatus, einem für das räumliche Denken und das Gedächtnis verantwortlichen Teilbereich des Hippokampus. Die Ergebnisse ihrer Studie sind in der Fachzeitschrift The New England Journal of Medicine* erschienen.
Wenn Eltern zu lange am Handy sind - Studie zeigt: Dauer der Smartphone-Nutzung beeinträchtigt Feinfühligkeit
Tobende Kinder auf der einen Seite, Erwachsene im Bann ihres Smartphones auf der anderen: ein mittlerweile alltägliches Bild auf deutschen Spielplätzen. Der Griff zum Handy kann jedoch negative Folgen für die Eltern-Kind-Interaktion haben. Wie eine jetzt veröffentlichte Studie des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM) zeigt, kommt es dabei auf die Dauer der Nutzung an: Wenn Eltern zu lange am Handy sind, leidet ihre Feinfühligkeit. Doch wer das Smartphone ganz weglegt, verliert möglicherweise einen wichtigen Anti-Stressfaktor.
Philosophie unterm Weihnachtsbaum: Der Weihnachtsmann und ein Philosoph streiten über den Sinn des Christfestes
Ist Weihnachten das Fest der Liebe oder eine kalte Geschenkorgie? Der Weihnachtsmann und ein Philosoph geraten in einem Buch des Autors Rainer Otte über diese Frage in Streit. Sie beschließen, die Sache zu klären, indem sie sich auf eine Zeitreise begeben, auf der sie Philosophen wie Kant, Kierkegaard, Marx, Benjamin oder Adorno ihre Weihnachtsgeschenke überbringen. Die großen Philosophen werden ihnen schon die richtigen Antworten liefern. Doch es kommt anders, als sie denken.
Forensische Psychiatrie: Gewalt in der Familie geht meist von Frauen aus
Gewaltdelikte von Frauen nehmen zu. Im häuslichen Umfeld sind mehr Frauen aggressiv und gewalttätig als Männer. Kindstötung ist meist ein Delikt der Mutter. Die - vorwiegend männlich dominierte - Justiz tendiert dennoch oft dazu, Frauen milder zu beurteilen als Männer. Dr. Ulrich Kobbe hat mit 31 ExpertInnen das aktuelle Wissen über die Kriminalität von Frauen zusammengetragen: "Lilith im Maßregelvollzug" ist als "frauenforensischer Praxisreader" aktuell erschienen.
Selbsterfahrung: Zumindest jede Psychologin, jeder Psychologe, jede Psychiatrin, jeder Psychiater sollte sie sich gönnen - systematisch und professionell. Die Schwierigkeiten sind hoch, bieten aber eine spannende Herausforderung. Strukturierte Techniken bieten überraschende Chancen. Professor Dr. Max Leibetseder beschreibt die Methodik in seinem "Grundlagenbuch Verhaltenstherapie" mit systematischer Schärfe; Sprachanalysen dienen als wesentliches Instrument.
Trennungsangst als Krankheit: erkennen, diagnostizieren, therapieren
Trennungsangst kann im Normalfall als Schutzfunktion dienen. Im Extremfall wird sie jedoch zu einer leidvollen Krankheit. Annähernd fünf Prozent der Kleinkinder leiden unter einer pathologischen Trennungsangst. Meist wird sie weder diagnostiziert noch optimal behandelt. Sie kann das ganze Leben der Betroffenen bestimmen - bis ins hohe Alter. Dr. Christian Fischer trägt in seinem neuen Reader erstmals das aktuelle Wissen zur Diagnostik und Therapie der Trennungsangst-Störung zusammen.
Therapie von Sexualdelinquenten: Kognitiv-behaviorale Verfahren haben die Ergebnisse verbessert
Forensische Psychiatrie: Die Behandlung von Sexualstraftätern zählt zu den größten Herausforderungen der Psychotherapie. Trotz diverser spektakulärer Rückfälle sind Behandlungserfolge häufig messbar, referiert Prof. Dr. Helmut Kury eine Übersichtsstudie: Täter, die ohne Therapie entlassen wurden, begingen zu fast 20% erneut ein Sexualverbrechen. Aus der Gruppe, die nach traditionellen Methoden therapiert worden war, wurden mehr als 13% rückfällig. Nach einer Behandlung mit modernen Techniken (wie z.B. Relapse-Prevention) lag die Rückfallquote unter sechs Prozent. Kury publizierte seine Studie im Reader "Psychische Störungen bei Sexualdelinquenten" (Hrsg. Jürgen Hoyer, Heike Kunst).
Freude an Popmusik-Klassikern entsteht durch Kombination von Unsicherheit und Überraschung
Warum finden viele Menschen Lieder wie James Taylors "Country Roads", UB40s "Red, Red Wine" oder The Beatles' "Ob-La-Di, Ob-La-Da" so unwiderstehlich angenehm? In einer Studie, die jetzt in der Zeitschrift Current Biology veröffentlicht wurde, analysierten Forscher 80.000 Akkorde in 745 klassischen US-Billboard-Pop-Songs - darunter auch die drei - und stellten fest, dass musikalisches Vergnügen aus der richtigen Kombination von Unsicherheit und Überraschung entsteht.
Neue Studie - Reha-Branche: Wachsende Bedeutung, schwierige Arbeitsbedingungen
Medizinische Rehabilitation wird in einer alternden Gesellschaft immer wichtiger – und schwieriger. Viele Beschäftigte in Reha-Einrichtungen klagen über hohen Arbeitsdruck bei niedrigen Löhnen. Das zeigt eine neue, von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie zur Situation der Reha-Branche.*