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Selbstentmündigung der Psychologie: Autogenese-Prinzip als Ausweg

"Wenn Erwägen zu einem Hauptgegenstand der Psychologie gehören sollte, dann müsste Logisches (wie Disjunktionen) von ihr auch eigenständig erforscht werden. Das ist entgegen ihrer eigenen Geschichte aber nicht der Fall," kritisiert Dr. Werner Loh (Universität Paderborn) in seinem Beitrag zum Reader "Konkrete Psychologie - Die Gestaltungsanalyse der Handlungswelt".

Wirtschaftspsychologie: Kunst-Coaching auf dem Königsweg

Unternehmen und Einzelpersonen sind häufig einem Veränderungsdruck ausgesetzt, den sie kaum aus eigener Kraft bewältigen können. Hier ist die Wirtschaftspsychologie gefragt. Sie bietet unterschiedlichste Ansätze und Methoden an. Neu und erfolgreich ist das "Kunstcoaching als Zugang zur verbesserten Selbstreflexion". Eva Graubner und Kolleginnen stellen es in ihrem Beitrag zum aktuellen Reader "Wirtschaftspsychologie und Organisationserfolg" vor.

WDR-Film: Freiheitsberaubung per Justiz und überforderte Richter

Unschuldig in Haft - Wie die Justiz Bürgern Freiheit und Existenz raubt: Jan C. Schmitt hat für den WDR zwei konkrete Beispiele gefilmt; die hohe Präzision der Darstellung verdeutlichte, dass das Unrecht jeweils kein extremer Un- und Sonderfall war, sondern systembedingt. Korrekt stellt Schmitt die eher suggestive Frage: Wieviele unschuldige Opfer der Justiz leben hinter Gittern - oft von Häftlingen malträtiert?

The re-activation of a patient´s self-healing powers needs time and trust

Studies have shown that to elderly patients young clinicians move so fast, that they become virtually invisible, whereas the fast moving young clinicians are led to perceive the slow-moving as statues rather than living beings, Prof. Dr. Gerald Hüther and Dr. Ingrid Flaig (Göttingen) criticize.

Psychologie der Partnerschaft: Frauen inszenieren meist den Ehestreit

Ehestreitigkeiten gehen fast immer von Frauen aus. Männer halten sich tendenziell möglichst zurück. Auch die Erregungskurve im Ehestreit verläuft zwischen Frauen und Männern meist asynchron, berichtet Bea Schild in ihrem aktuellen Reader "Partnerschaft und Alkohol".

Neues Gen für Alkoholismus entdeckt

Menschen mit einer genetischen Veranlagung zu erhöhtem Alkoholkonsum neigen gerade unter Stress zu einem exzessiven Missbrauch. Die molekularen Ursachen dieser Form von Abhängigkeit sind Gegenstand intensiver Forschung. Betroffenen Personen könnte mit einem einfachen Eingriff in den Proteinstoffwechsel geholfen werden. Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftler der Universität Leipzig und des Berliner Leibniz-instituts für Molekulare Pharmakologie in einer Gemeinschaftsarbeit gekommen, die jüngst im Fachjournal PLOS ONE veröffentlicht wurde.

Pornografie und Jugend: partnerschaftlicher Sex steht an erster Stelle

Cyberlust und Porno-Genuss werden schnell mit Vereinzelung der Individuen und Auflösung der Gemeinschaft in Verbindung gebracht. "Zerfällt die Gesellschaft in einen Haufen masturbierender Monaden?" fragte der Spiegel in seiner Titelgeschichte "Cyber-Sex. Wollust mit dem Computer." Der Sexualwissenschaftler Professor Dr. Kurt Starke (Leipzig) widerspricht mit einem klaren Nein. In seiner Expertise "Pornografie und Jugend" zeichnet er ein differenziertes Bild.

Personality disorder: a new screening instrument with easy application

Julia Lange (University Osnabrück), Christian Geiser (Utah State University) and colleagues evaluated a new screening instrument for personality disorders - a self-administered screening questionnaire that includes 12 items from the Personality Self Portrait. The authors conclude in Psychological Test and Assessment Modeling: The "Personality Disorder Screening (PDS) shows promise as a new instrument for identifying different classes of personality disorder severity already at the screening stage of the diagnostic process."

Lungenerkrankungen, COPD: Soziale Selbstvergleiche beeinflussen die Überlebenszeit

Der Mensch vergleicht sich immer mit anderen. Selbst sein eigenes Körpergefühl wird von derartigen Vergleichen wesentlich mitbestimmt. Dies kann bei Patienten für ihre Krankheitsverläufe schwerwiegende Folgen haben, belegt Dr. Sibylle Petersen in Ihrer Studie "Die soziale Dimension von Interozeption".

Report Psychologie: Dank Sarrazin sehen Muslime den Westen kritischer

Das Buch von Thilo Sarrazin "Deutschland schafft sich ab" hinterlässt auch bei Muslimen Spuren: Professor Dr. Wolfgang Frindte und Kollegen beobachteten nach der Sarrazin-Publikation "deutliche Tendenzen zu stärkerer Deutschenfeindlichkeit und eine negativere Einstellung gegenüber dem Westen." Viele Muslime äußern "´seit Sarrazin´eine größere Distanz gegenüber der Demokratie und eine größere Bereitschaft, unter Umständen Gruppengewalt anzuwenden, um sich zu verteidigen," berichtet Frindte in der aktuellen Ausgabe von "Report Psychologie".




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