Report Psychologie: Homogenitätsmythos im Machtspiel
In der Psychotherapie wächst international der Druck in Richtung wissenschaftliche Evaluierung, Homogenisierung und Vereinheitlichung. Professor Dr. Rainer Sachse (Bochum) warnt in der aktuellen Ausgabe von Report Psychologie vor dieser Tendenz: "Schränken wir das Spektrum möglicher Therapien, Denkmodelle, Entwicklungen usw. ein, entwickeln wir ein klerikales und kein wissenschaftliches System" - zulasten des Patienten in der Psychotherapie.
Bei manchen Demenzerkrankungen werden stille Bereiche des Erbguts irrtümlich in ungewöhnliche Eiweißstoffe übersetzt. Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in München und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) präsentiert diesen Befund in der aktuellen Online-Ausgabe der Fachzeitschrift "Science".
Reinhold Beckmann in der Geschlechterdiskussion: Faszination der tiefgreifenden Differenzen
Der nächtliche TV-Faktencheck mit Reinhold Beckmann zum Thema Mann und Frau enthielt sich strikt aller ideologischen Verstrickungen und bewegte sich auf ernüchternd solidem naturwissenschaftlichem Boden. Der Verhaltensforscher und Biologe Karl Grammer brachte es auf den Punkt: "Alles, was bei der Skorpionsfliege funktioniert, gilt auch für Mann und Frau."
Störungs- und personenspezifische Psychologie: Verhaltenstherapie mit neuen Verfahren ergänzen
Erfolgreiche Psychotherapie bedarf einer stetigen - an das individualisierte Störungsmodell des Patienten angepassten - dialektischen Balance zwischen störungsspezifischen und personenspezifischen Interaktionen. Auf dieser Basis verfassten Alexandra Gall-Peters und Gerhard Zarbock ihren "Praxisleitfaden Verhaltenstherapie - Störungsspezifische Strategien, Therapieindividualisierung, Patienteninformation".
How do we want to work tomorrow? The theme of the EAWOP Congress 2013 in Münster
The European Association of Work and Organizational Psychology (EAWOP) brings together practitioners and researchers interested in the most recent developments in the field of work and organizational psychology. EAWOPs congresses are fostering the dialogue and understanding between these two groups. This years congress (www.eawop2013.org) will be held in Münster (Germany), one of the most beautiful cities in Germany.
Forschern des Bonner Universitätsklinikums und ihren US-Kollegen ist es gelungen, fundamental neue Erkenntnisse zur Entstehung von Ängsten zu gewinnen. Bislang galt die Amygdala als die Gehirnstruktur, die Furcht und Panik generiert. Das Team wies nun aber an Patienten mit defekten Angstzentren nach, dass es weitere Strukturen im Gehirn geben muss, die an Furcht und Panik beteiligt sind. Zudem kann die Amygdala auch Furcht hemmen. Die Ergebnisse sind für die Behandlung von Angststörungen relevant und werden nun im renommierten Journal "Nature Neuroscience" vorgestellt.
Gänseblümchen war gestern - Heute verraten Hormone und Geschmack die Geheimnisse der Liebe
Biochemische Analysen und Geschmackstests geben in einer neuen Studie des ttz Bremerhaven Auskunft über das Verhalten von Verliebten. Das Forschungsinstitut untersucht den Einfluss des Hormonspiegels auf die Geschmackseindrücke von Probanden und deren Konsumverhalten.
Gesundheitsängste: Fernsehen erhöht die Unzufriedenheit mit der Krankenhaus-Realität
Gesundheitsängste - berechtigte und unberechtigte - dienen der Wirtschaft, weil sie eine Nachfrage nach Prävention, Diagnostik, Therapien, Heil- und Hilfsmitteln schaffen. Die Gesundheitswirtschaft setzt in Deutschland jährlich mehr als 260 Milliarden Euro um. Der Gesundheitsstatus in der Bevölkerung wird zunehmend besser - und parallel wachsen die Gesundheitsängste. Wolfgang Hoefert, Christoph Klotter und Kollegen stellen das Paradox detailliert in einem Reader dar.
Sexismus-Diskussion: Warum Ängste und Angststörungen bei Frauen häufiger auftreten als bei Männern
Die aktuelle Sexismus-Diskussion lässt erkennen, dass Männer häufig die Verletzlichkeit vieler Frauen unterschätzen. Allen emanzipatorischen Tendenzen zum Trotz: Der "kleine Unterschied" zwischen den Geschlechtern ist größer als häufig angenommen. Frauen fühlen sich meist an Normen und Regeln gebunden; Männer sind häufig eher versucht, Konventionen zu brechen. Dr. Monika Vogelgesang, Chefärztin der Klinik Münchwies (Saarland), hat in ihrem Lehrbuch "Psychotherapie für Frauen" spezifisch weibliche Tendenzen übersichtlich und anhand von Beispielen dargestellt.
Psychological Test and Assessment Modeling: Current Issues in Educational and Psychological Measurement
In the last decades, educational and psychological measurement was a very active field of academic research. Numerous new methods and procedures were developed and many of them are now used on a regular basis and/or are implemented in statistical software packages. But new demands and requirements are calling for new methodological answers and specific analysis procedures, Andreas Frey (University Jena/Germany) emphasizes. He edited the Special Issue "Educational and Psychological Measurement" (Psychological Test and Assessment Modeling).