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Kein direkter Zusammenhang zwischen Ungleichheit und Vertrauensverlust

Gefährden wachsende Einkommensunterschiede in einer Gesellschaft das Vertrauen der Bürger untereinander und damit den sozialen Zusammenhalt? Jüngste Forschungen scheinen diese populäre Ansicht zu untermauern. Eine Studie der Universität Luxemburg widerspricht dem jedoch.

Babys bilden neues Wissen im Schlaf

Das Baby-Gehirn gibt keine Ruhe - nicht mal im Schlaf. Wenn Kleinkinder schlafen, verarbeiten sie zuvor Gelerntes. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig haben zusammen mit Forschern der Universität Tübingen herausgefunden, dass sich Babys im Alter von 9 bis 16 Monaten durch ein kurzes Schläfchen die Namen von Gegenständen besser merken. Außerdem können sie erst nach dem Schlaf gelernte Namen auf neue ähnliche Gegenstände übertragen. Das Baby-Gehirn bildet also im Schlaf verallgemeinernde Kategorien - Erlebtes wird so zu Wissen. Die Forscher konnten darüber hinaus zeigen, dass die Bildung von Kategorien eng mit einer typischen rhythmischen Aktivität des schlafenden Gehirns zusammenhängt, den sogenannten Schlafspindeln: Kinder, die starke Schlafspindeln erzeugen, können ihre Erfahrungen besonders gut verallgemeinern und bilden dabei neues Wissen im Schlaf.

Datenschutz bei Facebook: Medienpsychologin sieht Fortsetzung eines langjährigen Trends

Facebook ändert seine AGBs. Wer das Netzwerk weiterhin nutzen möchte, muss sich mit einer noch umfassenderen Datenerfassung und -nutzung einverstanden erklären. Die Empörung von Verbraucherschützern kann die Medienpsychologin Prof. Dr. Sabine Trepte von der Universität Hohenheim jedoch nur zum Teil nachvollziehen: "Die Privatheit der Facebook-User war auch bisher quasi nicht vorhanden. Die neuen Richtlinien sind nur ein weiterer Schritt in diese Richtung." Sie hofft jedoch, dass dies jetzt mehr Nutzern bewusst wird - und dass sie die Konsequenzen ziehen.

Krankschreibung: Depressionen erreichen Höchststand

Psychische Erkrankungen verursachen bei Arbeitnehmern immer mehr Fehltage. Insgesamt entfielen 2014 knapp 17 Prozent aller Ausfalltage auf Depressionen, Angststörungen und andere psychische Leiden. Das ist ein Anstieg um knapp 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nach einer aktuellen Analyse der DAK-Gesundheit rangieren diese Diagnosen damit erstmals auf Platz zwei der Fehltage-Statistik. Nur Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems wie beispielsweise Rückenschmerzen sorgten 2014 für noch mehr Ausfalltage. Insgesamt ist der Krankenstand um 0,1 Prozentpunkte auf eine Quote von 3,9 Prozent gesunken. Damit waren an jedem Tag des Jahres 2014 im Durchschnitt 39 von 1.000 Beschäftigten krankgeschrieben. Für die Analyse im Rahmen des DAK-Gesundheitsreports hat das IGES Institut die Daten von insgesamt 2,7 Millionen erwerbstätigen Versicherten ausgewertet.

Girls lead boys in academic achievement globally

Considerable attention has been paid to how boys' educational achievements in science and math compare to girls' accomplishments in those areas, often leading to the assumption that boys outperform girls in these areas. Now, using international data, researchers at the University of Missouri and the University of Glasgow in Glasgow, Scotland, have determined that girls outperform boys in educational achievement in 70 percent of the countries they studied--regardless of the level of gender, political, economic or social equality.

Ablenkung am Steuer: Größte Gefahr geht von Textnachrichten aus

Ob Smartphone, Navigationssystem oder einfach nur das Autoradio - moderne Fahrzeuge verfügen über zahlreiche Informations- und Kommunikationssysteme. Doch was die Fahrerinnen und Fahrer unterstützen oder unterhalten soll, birgt mitunter auch ein erhebliches Gefahrenpotential. Prof. Mark Vollrath von der Technischen Universität Braunschweig hat nun die erste vergleichende Studie zu diesem Thema durchgeführt und dabei das Lesen und Schreiben von Textnachrichten auf Mobiltelefonen als größte Gefahrenquelle beim Fahren ausgemacht.

Therapie der Schizophrenie: Neuroleptika überdosiert, Nebenwirkungen falsch diagnostiziert

Warnung für Patienten mit Schizophrenie: Neuroleptika stehen mehr und mehr im dringenden Verdacht, langfristig die Hirnmasse irreversibel schrumpfen zu lassen und die kognitive Leistungskraft zu schädigen. Professor Dr. Dr. Thomas Köhler (Hamburg) ordnet demgegenüber zwar die "Frühdyskinesien" als therapierbar ein, doch die "Spätdyskinesien" quälen den Patienten meist lebenslang: motorische Unruhe, Zittern, Krämpfe, unwillkürliche Bewegungen, Zuckungen (v.a. im Gesichtsbereich und in Extremitätenbereichen). In der fünften, aktualisierten Auflage seines Handbuchs "Pharmakotherapie in der Psychotherapie" beschreibt Köhler die wichtigsten Wirkungen und Nebenwirkungen der Psychopharmaka.

Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin: per Smartphone Behandlungserfolg konsolidieren

Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin: Die Psychotherapie nutzt immer intensiver und immer erfolgreicher elektronische Medien. Professor Dr. Claus Bischoff und Kollegen (AHG-Klinik Bad Dürkheim) berichten in der Fachzeitschrift "Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin" beispielhaft über ein neues Tool: Patienten mit unipolaren affektiven Störungen können nach einer stationären Rehabehandlung den Therapieerfolg mit Hilfe des Smartphone-gestützten eIATROS dauerhaft stabilisieren.

Stimulation für das alternde Gehirn: Neurowissenschaftler zeigen das Potential von Gleichstrombehandlung

Beeinträchtigungen bei der Wortfindung und anderen Sprachfunktionen gehören zu normalen Alterserscheinungen. Gleichzeitig können sie frühe Hinweise auf dementielle Erkrankungen und deren Vorstadien sein. Neurowissenschaftler der Charité - Universitätsmedizin Berlin konnten nun nachweisen, dass eine Gleichstromstimulation leichte kognitive Einschränkungen des alternden Gehirns verbessert. Die Ergebnisse der Untersuchung sind in der Zeitschrift Alzheimers & Dementia* veröffentlicht.

Psychologie und Gesellschaftskritik: Von der Außenwelt ausgelöste seelische Störungen werden in innere individuelle Pathologien umkodiert

Psychologie und Gesellschaftskritik: "Das entscheidende Moment und Motiv der zeitgenössischen Mainstream-Psychologie besteht darin, Individuen aus ihren sozialen Kontexten zu isolieren - jene Kontexte, aus denen sie hervorkommen und in denen sie traumatisiert werden, aber in denen sie sich auch regenerieren können." Thomas Slunecko, Nora Ruck und Barbara Wienigk (Wien) illustrieren diese Kritik anhand einer Bildfolge aus einem psychotherapeutischen Lehrbuch. Die Studie erschien in der Fachzeitschrift "Psychologie und Gesellschaftskritik".




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