Informationskompetenz an Hochschulen häufig unterentwickelt
Informationsflüsse in allen Wissenschaftsbereichen werden umfangreicher, komplexer, volatiler, dynamischer. Daher sind Hochschulen zunehmend gefordert, Studierende, Lehrende und Forschende in ihrer Informationskompetenz zu unterstützen. Insbesondere bei Studierenden ist die Informationskompetenz häufig mangelhaft. Anne-Kathrin Mayer und KollegInnen beschreiben die Problematik in ihrem aktuellen Reader "Informationskompetenz im Hochschulkontext".
Sigmund Freud karikiert: Ist Psychoanalyse eine Geisteskrankheit?
"Krank sind die meisten. Aber nur wenige wissen, dass sie sich etwas darauf einbilden können: Das sind die Psychoanalytiker," spottete Karl Kraus und setzte hinzu: "Psychoanalyse ist jene Geisteskrankheit, für deren Therapie sie sich hält." Satiren und Karikaturen zu Sigmund Freud sowie seine Psychoanalyse skizziert Julia Quante in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Psychologie und Gesellschaftskritik".
Kein direkter Zusammenhang zwischen Ungleichheit und Vertrauensverlust
Gefährden wachsende Einkommensunterschiede in einer Gesellschaft das Vertrauen der Bürger untereinander und damit den sozialen Zusammenhalt? Jüngste Forschungen scheinen diese populäre Ansicht zu untermauern. Eine Studie der Universität Luxemburg widerspricht dem jedoch.
Das Baby-Gehirn gibt keine Ruhe - nicht mal im Schlaf. Wenn Kleinkinder schlafen, verarbeiten sie zuvor Gelerntes. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig haben zusammen mit Forschern der Universität Tübingen herausgefunden, dass sich Babys im Alter von 9 bis 16 Monaten durch ein kurzes Schläfchen die Namen von Gegenständen besser merken. Außerdem können sie erst nach dem Schlaf gelernte Namen auf neue ähnliche Gegenstände übertragen. Das Baby-Gehirn bildet also im Schlaf verallgemeinernde Kategorien - Erlebtes wird so zu Wissen. Die Forscher konnten darüber hinaus zeigen, dass die Bildung von Kategorien eng mit einer typischen rhythmischen Aktivität des schlafenden Gehirns zusammenhängt, den sogenannten Schlafspindeln: Kinder, die starke Schlafspindeln erzeugen, können ihre Erfahrungen besonders gut verallgemeinern und bilden dabei neues Wissen im Schlaf.
Datenschutz bei Facebook: Medienpsychologin sieht Fortsetzung eines langjährigen Trends
Facebook ändert seine AGBs. Wer das Netzwerk weiterhin nutzen möchte, muss sich mit einer noch umfassenderen Datenerfassung und -nutzung einverstanden erklären. Die Empörung von Verbraucherschützern kann die Medienpsychologin Prof. Dr. Sabine Trepte von der Universität Hohenheim jedoch nur zum Teil nachvollziehen: "Die Privatheit der Facebook-User war auch bisher quasi nicht vorhanden. Die neuen Richtlinien sind nur ein weiterer Schritt in diese Richtung." Sie hofft jedoch, dass dies jetzt mehr Nutzern bewusst wird - und dass sie die Konsequenzen ziehen.
Psychische Erkrankungen verursachen bei Arbeitnehmern immer mehr Fehltage. Insgesamt entfielen 2014 knapp 17 Prozent aller Ausfalltage auf Depressionen, Angststörungen und andere psychische Leiden. Das ist ein Anstieg um knapp 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nach einer aktuellen Analyse der DAK-Gesundheit rangieren diese Diagnosen damit erstmals auf Platz zwei der Fehltage-Statistik. Nur Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems wie beispielsweise Rückenschmerzen sorgten 2014 für noch mehr Ausfalltage. Insgesamt ist der Krankenstand um 0,1 Prozentpunkte auf eine Quote von 3,9 Prozent gesunken. Damit waren an jedem Tag des Jahres 2014 im Durchschnitt 39 von 1.000 Beschäftigten krankgeschrieben. Für die Analyse im Rahmen des DAK-Gesundheitsreports hat das IGES Institut die Daten von insgesamt 2,7 Millionen erwerbstätigen Versicherten ausgewertet.
Considerable attention has been paid to how boys' educational achievements in science and math compare to girls' accomplishments in those areas, often leading to the assumption that boys outperform girls in these areas. Now, using international data, researchers at the University of Missouri and the University of Glasgow in Glasgow, Scotland, have determined that girls outperform boys in educational achievement in 70 percent of the countries they studied--regardless of the level of gender, political, economic or social equality.
Ablenkung am Steuer: Größte Gefahr geht von Textnachrichten aus
Ob Smartphone, Navigationssystem oder einfach nur das Autoradio - moderne Fahrzeuge verfügen über zahlreiche Informations- und Kommunikationssysteme. Doch was die Fahrerinnen und Fahrer unterstützen oder unterhalten soll, birgt mitunter auch ein erhebliches Gefahrenpotential. Prof. Mark Vollrath von der Technischen Universität Braunschweig hat nun die erste vergleichende Studie zu diesem Thema durchgeführt und dabei das Lesen und Schreiben von Textnachrichten auf Mobiltelefonen als größte Gefahrenquelle beim Fahren ausgemacht.
Therapie der Schizophrenie: Neuroleptika überdosiert, Nebenwirkungen falsch diagnostiziert
Warnung für Patienten mit Schizophrenie: Neuroleptika stehen mehr und mehr im dringenden Verdacht, langfristig die Hirnmasse irreversibel schrumpfen zu lassen und die kognitive Leistungskraft zu schädigen. Professor Dr. Dr. Thomas Köhler (Hamburg) ordnet demgegenüber zwar die "Frühdyskinesien" als therapierbar ein, doch die "Spätdyskinesien" quälen den Patienten meist lebenslang: motorische Unruhe, Zittern, Krämpfe, unwillkürliche Bewegungen, Zuckungen (v.a. im Gesichtsbereich und in Extremitätenbereichen). In der fünften, aktualisierten Auflage seines Handbuchs "Pharmakotherapie in der Psychotherapie" beschreibt Köhler die wichtigsten Wirkungen und Nebenwirkungen der Psychopharmaka.
Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin: per Smartphone Behandlungserfolg konsolidieren
Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin: Die Psychotherapie nutzt immer intensiver und immer erfolgreicher elektronische Medien. Professor Dr. Claus Bischoff und Kollegen (AHG-Klinik Bad Dürkheim) berichten in der Fachzeitschrift "Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin" beispielhaft über ein neues Tool: Patienten mit unipolaren affektiven Störungen können nach einer stationären Rehabehandlung den Therapieerfolg mit Hilfe des Smartphone-gestützten eIATROS dauerhaft stabilisieren.