"Qualität hat ihren Preis!" Dieser Slogan ist im Gehirn vieler Menschen fest verankert. Testpersonen greifen selbst dann bevorzugt zu teurerem Wein, wenn sich in den Flaschen eigentlich das identische Produkt befindet. Ein Forscherteam der Universität Bonn und der INSEAD-Business School in Frankreich hat untersucht, ob manche Konsumenten sich stärker durch Preisschilder und Markennamen beeinflussen lassen als andere. Ergebnis: Die Anfälligkeit für solche Marketingeffekte hängt mit der Größe bestimmter Gehirnstrukturen zusammen. Im "Journal of Marketing Research" werden die Ergebnisse nun vorgestellt.
Schauspieler sehnen sich nach Bewunderung - Psychologen untersuchten Narzissmus von Darstellern
Schauspieler streben nach Bewunderung und Selbstdarstellung, zumindest stärker als der Durchschnittsbürger. Gleichzeitig neigen sie allerdings weniger als ihre Zeitgenossen dazu, andere Menschen abzuwerten - potenzielle Rivalen inklusive. Das sind zwei der wesentlichen Ergebnisse von zwei Studien der beiden Psychologen Dr. Michael Dufner (Universität Leipzig) und Prof. Dr. Mitja Back (Westfälische Wilhelms-Universität Münster, WWU), die im Fachblatt "Social Psychological and Personality Science" erschienen sind. Die beiden Wissenschaftler gingen den Fragen nach, ob Schauspieler anders als der Durchschnittsbürger ticken und an welchen Stellen ihr Persönlichkeitsprofil möglicherweise von der Norm abweicht. In ihrer Untersuchung konzentrierten sie sich dabei auf ein schillerndes Persönlichkeitsmerkmal: den Narzissmus.
Kinder können nach Unfällen, Gewalterfahrungen oder Naturkatastrophen psychische Störungen entwickeln. Die betroffenen Eltern wissen nach solch traumatischen Ereignissen oft nicht genau, wie sie ihrem Kind helfen können, oder ob es gar behandlungsbedürftig ist. Weiter hilft nun ein von Forschenden der Universität Zürich und des Kinderspitals Zürich entwickelter Check, den Eltern selbst via App oder Website durchführen können.
Daumenfertigkeit auf dem Smartphone verändert unser Gehirn
Tippen, streichen, wischen - Nutzer von Smartphones haben flinke Daumen und Zeigefinger. Der tägliche Gebrauch der mobilen Technik formt jedoch nicht nur die Fingerfertigkeit. Wie Forschende der Universitäten Zürich und Fribourg zeigen können, verändert er auch das Gehirn. Der Cortex passt sich diesen wiederholenden Fingerbewegungen schnell an und beweist damit einmal mehr, wie plastisch unser Gehirn ist.
Warum Großzügigkeit von der sozialen Distanz abhängt
Wenn man einen Menschen schätzt, zeigt man sich ihm meist großzügiger und ist eher bereit zu teilen, als gegenüber Unbekannten. Ein Wissenschaftlerteam der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf hat unter Beteiligung der Bonner Universität und Züricher Forschern nun die Hirnregionen identifiziert, die zu dieser Variabilität in großzügigem Verhalten führen. Die Ergebnisse können sich sowohl auf ökonomische Theorien als auch auf das Verständnis von sozialen Verhalten auswirken. Die Studie wird nun in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America vorgestellt.
Newcomer "Empirische Sonderpädagogik" mit etablierten Fachzeitschriften gleichauf
Empirische Sonderpädagogik erscheint seit fünf Jahren einmal pro Quartal mit einer print- und einer online- Ausgabe. Timo Lüke und Kollegen untersuchten die Rezeption und verglichen den Newcomer mit den anderen Journalen der Sonderpädagogik. Ergebnis: "Gemessen an den relativen Zitationshäufigkeiten ist Empirische Sonderpädagogik absolut konkurrenzfähig. Nur zwei von insgesamt sieben analysierten Fachzeitschriften weisen höhere Zitationen pro Artikel auf. Auch der Anteil nicht-zitierter Artikel liegt bei Empirischer Sonderpädagogik niedriger als bei den anderen Fachzeitschriften."
Sound mind, strong heart: Same protein sustains both
A Roman philosopher was the first to note the relationship between a sound mind and a sound body. Now the findings of a new Johns Hopkins study reveal a possible biochemical explanation behind this ancient observation.
Study supports new explanation of gender gaps in academia
It isn't that women don't want to work long hours or can't compete in highly selective fields, and it isn't that they are less analytical than men, researchers report in a study of gender gaps in academia. It appears instead that women are underrepresented in academic fields whose practitioners put a lot of emphasis on the importance of being brilliant - a quality many people assume women lack.
Psychiatrische Begutachtungen im Zivilrecht: Testverfahren nur eingeschränkt aussagefähig
Vor Gericht haben psychologische und psychiatrische Gutachter häufig zu beurteilen, ob ein Beteiligter simuliert - z.B. wenn ein Kranker eine Rente erstreiten will. "Gutachter sollten immer wieder prüfen, ob die vorgebrachten Symptome simuliert sein könnten. Doch allzu misstrauisches Hinterfragen kann dazu beitragen, dass Untersuchte ihre Behinderung ´unter Beweis stellen´ wollen und die Symptome zur Verdeutlichung ausgeprägter präsentieren," warnt Professor Dr. Norbert Nedopil in seinem Beitrag zum aktuellen Handbuch "Psychiatrische Begutachtungen im Zivilrecht".
Psychological Test and Assessment Modeling: Screening reading comprehension in adults
Following a pragmatic definition, Dr. Rene T. Proyer and colleagues (Zürich) propose a new computerized German-language screening instrument for reading comprehension. The test taker reads a story and subsequently answers multiple-choice questions constructed to assess the understanding of the text read. A new study provides initial information on the instruments´ psychometric properties and its construct validity. The study appeared in Psychological Test and Assessment Modeling.