1,9 Millionen Berufstätige mit psychischen Problemen krankgeschrieben: Online-Therapie verbessert Versorgung
In Deutschland war im vergangenen Jahr jeder 20. Arbeitnehmer mit einer psychischen Erkrankung krankgeschrieben. Ausgehend von den Daten der DAK-Gesundheit sind damit hochgerechnet 1,9 Millionen Menschen betroffen. Seit 1997 hat sich die Anzahl der Fehltage, die von Diagnosen wie Depressionen oder Anpassungsstörungen verursacht werden, verdreifacht. DAK-versicherte Arbeitnehmer blieben 2014 deshalb an mehr als 6,3 Millionen Tagen der Arbeit fern. Das sind zentrale Ergebnisse des neuen Psychoreports 2015 der DAK-Gesundheit. Um den steigenden Behandlungsbedarf zu decken und lange Wartezeiten zu verhindern, setzt die Krankenkasse verstärkt auf qualitätsgeprüfte Online-Therapien. Eine noch unveröffentlichte Studie zum webbasierten Programm Deprexis zeigt: Sowohl der Grad der Depression als auch die Lebensqualität verbessern sich mit der Online-Unterstützung deutlich.
Study shows angry men gain influence and angry women lose influence
Anyone who knows the history of the jury trial or has seen "12 Angry Men" is aware that U.S. juries were originally exclusively white and male. There have been many efforts toward making juries more diverse and representative of the population. Now that we have more women and racial minorities represented on juries the question becomes: Do they have the same opportunity to exert influence over jury decisions as do white men.
Epilepsie: Psychotherapie wirksame und kostengünstige Lösung
Epilepsie: Im Verhältnis zwischen Ärzten und Epilepsie-Kranken dominieren Gesetze des Marktes. Daraus können "sich pathologische Abhängigkeitsbeziehungen herausbilden, die dem Profitstreben unterschiedlicher Akteure auf dem Gesundheitsmarkt entgegenkommen." Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass "auch in der Ärzteschaft das Unbehagen gegenüber derzeitigen Entwicklungen wächst," schreibt der Epilepsie-Spezialist Dr. Gerd Heinen (Berlin) in seiner aktuellen Studie "Selbst-Handeln bei Epilepsie - Eine subjektwissenschaftliche Grundlegung einer psychosomatischen Epileptologie".
Kontrollverlust bei Alkoholkonsum - "Achtsamkeitszellen" entdeckt!
Bier zum Feierabend, Rotwein im romantischen Ambiente und der 40% Digestif nach dem guten Essen. Alkohol gehört für die Mehrheit der Bevölkerung zum Alltag und viele sehen ihn als kleine Belohnung im Alltag. Die meisten Menschen wissen, wann sie genug haben oder können sehr gut einschätzen, wann man keinen Alkohol trinken darf. Doch bei etwa fünf Prozent der Menschen - in Deutschland also etwa vier Millionen - entwickelt sich bei verstärktem Alkoholkonsum eine Abhängigkeit. Sie verlieren die Kontrolle - über sich, über ihr Trinken, über den Alkohol, was letztlich zur krankhaften Alkoholabhängigkeit führt.
Integration: Freundschaften stärken Zugehörigkeit mancher Gruppen
Identifizieren sich Jugendliche mit Migrationshintergrund mehr mit ihrem Aufnahmeland, wenn sie einheimische Freunde haben? Viele wissenschaftliche Studien deuten darauf hin. Benjamin Schulz vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Lars Leszczensky vom Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES) haben jetzt herausgefunden, dass dieser Befund nicht für alle Zuwanderergruppen gilt. Jugendliche aus dem ehemaligen Jugoslawien und aus südeuropäischen Ländern identifizieren sich umso stärker mit Deutschland, je mehr deutsche Freunde sie haben. Bei polnischen und türkischen Jugendlichen ist dies nicht der Fall.
Wirtschaftspsychologie, Grenzgänge der Arbeitsforschung: Wie Innovationen behindert oder gefördert werden können
Wirtschaftspsychologie: Kontinuierliche Innovation im Kleinen und Großen ist für Unternehmen und Organisationen überlebenswichtig. Doch sie wird häufiger behindert als gefördert. Der Wirtschaftspsychologe Rüdiger von der Weth und Kollegen berichten über erfolgreiche Anreizsysteme im aktuellen Reader "Grenzgänge der Arbeitsforschung".
Alzheimer: Plaques stören Gedächtnisbildung im Schlaf
Alzheimerpatienten leiden häufig unter Schlafstörungen, meist schon bevor sie vergesslich werden. Bekannt ist zudem, dass Schlaf bei der Gedächtnisbildung eine sehr wichtige Rolle spielt. Forscher der Technischen Universität München (TUM) haben jetzt erstmals zeigen können, wie sich die krankmachenden Veränderungen im Gehirn auf die Vorgänge der Informationsspeicherung im Schlaf auswirken. Anhand von Tiermodellen konnten sie den genauen Mechanismus entschlüsseln und die Störung mit medikamentösen Wirkstoffen abmildern.
Hinter dem Steuer mutiert ein biederer Büroangestellter zum Raser, ein gemütlicher Familienvater wird zum wilden Drängler. Das Auto verändert Menschen - nicht nur ihre Eigenschaften, sondern auch ihre Wahrnehmung. Psychologen der Universität Trier haben herausgefunden, dass Autofahrer Entfernungen falsch einschätzen und zwar um mehr als 40 Prozent zu kurz. Aus 20 Metern werden am Lenkrad "gefühlte" 12 Meter.
Jeder Zweite glaubt an ein Ende der Zeitumstellung: 22 Prozent haben gesundheitliche Probleme wegen Sommer- und Winterzeit
Knapp die Hälfte aller Deutschen hält es für realistisch, dass die Zeitumstellung abgeschafft wird. Das hat eine repräsentative Forsa-Befragung im Auftrag der DAK-Gesundheit ergeben. Mit 22 Prozent sagt mehr als ein Fünftel der Befragten, schon einmal körperliche oder psychische Probleme gehabt zu haben, wenn die Uhren um eine Stunde verstellt wurden. Ab kommenden Sonntag gilt wieder die Winterzeit: In der Nacht zum 25. Oktober wird die Uhr von 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgedreht.
Für Nachwuchsathleten ist die Pubertät eine problematische Zeit: Der Körper verändert sich grundlegend, und für Jugendliche besteht in der Wachstumsphase Überlastungsgefahr. Dies hat nicht allein biologische Ursachen, wie nun eine Studie am Institut für Sportwissenschaft (IfS) der Universität Tübingen zeigt. Die Probleme seien auch auf Defizite in den Förderstrukturen des Nachwuchs-Spitzensports und auf problematische Trainingspraktiken zurückzuführen, sagt die Sportwissenschaftlerin Dr. Astrid Schubring. Eine Rolle spielten zudem die im Leistungssport verbreitete Bereitschaft, gesundheitliche Risiken in Kauf zu nehmen, sowie fehlendes Wissen der Jugendlichen selbst.