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Wirtschaftspsychologie, Grenzgänge der Arbeitsforschung: Wie Innovationen behindert oder gefördert werden können

Wirtschaftspsychologie: Kontinuierliche Innovation im Kleinen und Großen ist für Unternehmen und Organisationen überlebenswichtig. Doch sie wird häufiger behindert als gefördert. Der Wirtschaftspsychologe Rüdiger von der Weth und Kollegen berichten über erfolgreiche Anreizsysteme im aktuellen Reader "Grenzgänge der Arbeitsforschung".

"Zunächst kann die Beteiligung an innovativen Prozessen positive Emotionen hervorrufen. Sinnvolle Arbeit, die einen umfassend fordert, hat als Flow-Erlebnis ebenfalls eine positive emotionale Konnotation, führt zu Begeisterung und motiviert zu Weiterbeschäftigung. Diese positiven Emotionen können durch Gruppenprozesse zusätzlich verstärkt werden. Demgegenüber stehen negative emotionale Zustände: Da Innovation in letzter Konsequenz Veränderung bedeutet, wird die Unbestimmtheit über die Zukunft erhöht. Dies senkt das Ausmaß erlebter Kontrolle. Ein Angstpotential steht den positiven Emotionen gegenüber. Es ist umso innovationshemmender, je geringer die erlebte Selbstwirksamkeit des Handelnden und je besser die Ausgangssituation ohne die Innovation ist."
 
Als Auswege aus diesem Dilemma skizzieren von der Weth und Kollegen "Strategieen und Werkzeuge des Innovationsmanagements". 14 Aspekte werden identifiziert, die ein optimales Umfeld für Ideen und Innovationen bieten - in dieser Rangreihenfolge:

  • offene Kommunikation
  • Freiräume
  • zentrale Ansprechpartner
  • weniger Formalien
  • weniger Zeitdruck
  • Offenheit für Veränderung
  • konkrete Anreize und Honorierung
  • Schnittstellen verbessern
  • mehr externe Reize
  • qualifizierte Ansprechpartner
  • hoher Informationsgrad
  • Umsetzungs- /Testmöglichkeiten
  • Feedback erhalten
  • Fehlertoleranz

Der Reader "Grenzgänge der Arbeitsforschung" ist die Festschrift für Theo Wehner und sprengt daher den konventionellen Rahmen, in den sich Arbeits- und Wirtschaftspsychologen meist einfügen. In den Beiträgen spiegelt sich eine zentrale Facette der wissenschaftlichen Arbeit Wehners. Eine Arbeit, die sich auch immer als tätige Zuwendung zu Neuem verstand. "Hierzu braucht es die Bereitschaft, den durch Grenzen verborgenen Raum wissenschaftlicher Begegnung jenseits habituell eingeübter akademischer Kanonisierungen zu entdecken," formulieren die Herausgeber in ihrem Vorwort.

Grenzgänge der Arbeitsforschung
Eine Festschrift für Theo Wehner
Clases, Christoph; Dick, Michael; Manser, Tanja; Vollmer, Albert (Hrsg.)




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