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Neurophysiologische Methoden helfen, wenn Medikamente versagen: Mit Elektrotherapie gegen Suizid-Kopfschmerzen und Migräne

Schmerzen, Übelkeit, Lichtempfindlichkeit - Migräne ist mehr als ein bisschen Kopfweh. Betroffene sprechen von einem "Gewitter im Kopf". Weil bei einem Teil der Patienten herkömmliche Schmerztherapien versagen, suchen Neurophysiologen nach neuen Wegen bei der Behandlung. Einer davon: die Stimulation bestimmter Nerven im Kopf- und Halsbereich mit Strom. Ein chirurgischer Eingriff ist dabei nicht immer notwendig.

Suchttherapie: Versöhnung mit der Sucht kann die Scham lindern

Beschämung und Scham können den Konsum psychoaktiver Substanzen auslösen und damit die Scham vertiefen, also eine sich selbst verstärkende Dynamik in Richtung Sucht vorantreiben. Schamgefühle sind in der Entwicklung der Sucht ein häufiger und häufig verkannter Treiber, berichtet Dr. Kathrin Grechenig in der aktuellen Ausgabe von "Rausch - Wiener Zeitschrift für Suchttherapie". "Im therapeutischen Prozess geht es vor allem darum, die Scham als solche zu identifizieren und die unterschiedlichen Auslöser und Schamqualitäten zu differenzieren, um dadurch schützende Funktionen der Scham zu würdigen und andererseits auch das Leiden an der Scham zu verringern."

Geschärfter Blick ins Gehirn

Freiburger Forschungsteam kartiert erstmals Grenze zwischen zwei wichtigen Hirnbereichen

 

Tief im menschlichen Gehirn liegen zwei kleine, aber wichtige Strukturen dicht zusammen: Die Amygdala spielt eine entscheidende Rolle, wenn es um Gefühle geht, der Hippocampus ist eine Schaltzentrale für das Gedächtnis. Wegen ihrer geringen Größe waren bislang diese Hirnbereiche beim lebenden Menschen schwer auseinanderzuhalten - die Amygdala ist gerade einmal so groß wie ein Mandelkern. Besonders die Grenze zwischen ihnen konnte mit bildgebenden Verfahren nicht dargestellt werden, weil die räumliche Auflösung nicht ausreichte, um die Grenzregion zwischen beiden darzustellen. Dank des Einsatzes eines Hochleistungs-Kernspintomografen konnten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Freiburg und Magdeburg nun erstmals die Grenze zwischen Amygdala und Hippocampus kartieren. Dies berichtet das Team um Dr. Tonio Ball vom Bernstein Center Freiburg und dem Exzellenzcluster BrainLinks-BrainTools der Universität Freiburg in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals "Human Brain Mapping"....

Wenn sich die eigene Hand wie Marmor anfühlt

Der Körper eines Menschen besteht aus Fleisch und Knochen. Die menschlichen Sinne liefern dem Gehirn ständig Informationen, die diese einfache Tatsache bestätigen. Die Neurowissenschaftlerin Irene Senna vom Exzellenzcluster CITEC der Universität Bielefeld zeigt zusammen mit Kollegen, dass diese Körperwahrnehmung nicht selbstverständlich ist. In der gestern (12.03.2014) erschienenen Ausgabe des internationalen Forschungsmagazins PLOS ONE stellt das Team eine Körperillusion vor, die demonstriert, wie Menschen ihre Annahmen darüber ändern, aus welchem Material ihre Hand besteht.

Das Gedächtnis nimmt es nicht immer so genau

Erinnerung ist ein dynamischer und zuweilen geradezu kreativer Prozess: Was aus dem Gedächtnis abgerufen wird, kann sich deutlich von dem unterscheiden, was ursprünglich abgespeichert wurde. Wissenschaftler der Universität Tübingen unter der Leitung von Professor Christian Plewnia von der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie haben zusammen mit Kollegen der Universität Bielefeld die Rolle eines bestimmten Bereichs der Großhirnrinde bei der Formung von Erinnerungen untersucht. Dabei ließen sie freiwillige Probanden unter dem Einfluss schwacher, über den Schädel angelegter Stromreize in einem ausgeklügelten Test bekannte von erstmals präsentierten Bildern unterscheiden und maßen ihre Leistungsfähigkeit. Während sich die Rate der richtig als bereits bekannt eingeordneten Bilder kaum beeinflussen ließ, modulierte Strom mit unterschiedlicher Richtung (Polarität) die Rate der fälschlich als bekannt eingestuften Bilder deutlich. Diese Ergebnisse geben den Forschern neue Einblicke in die komplexe Funktionsweise der Speicherung und des Abrufs von Erinnerungen. Auch für die potenzielle Anwendung dieses elektrischen Stimulationsverfahrens bei neuropsychiatrischen Störungen liefert die Studie Anhaltspunkte....

Warum sich sozial auffällige Jugendliche schlechter in andere hineinversetzen können

Jugendliche mit antisozialen Persönlichkeitsstörungen schädigen mit ihrem normverletzenden Verhalten sich und andere. Über die zugrundeliegenden neuronalen Mechanismen weiß man bislang nur wenig. Wissenschaftler der Universität Leiden und des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung haben eine mögliche Erklärung gefunden: Hirnregionen, die für die soziale Informationsverarbeitung und Impulskontrolle zuständig sind, sind bei ihnen weniger stark entwickelt.

Ablehnung von Menschen mit psychischen Erkrankungen nimmt zu

Rund 3.600 Menschen wurden Ende 2011 bundesweit in persönlichen Face-to-Face-Interviews ausführlich zu ihrer Einstellung zu den Krankheitsbildern Schizophrenie, Depression und Alkoholismus befragt. Das Ergebnis ist beunruhigend. Während die Bereitschaft, mit Betroffenen in Kontakt zu treten in Bezug auf Depression und Alkoholabhängigkeit unverändert geblieben ist, hat sich das Verhältnis zu Menschen mit Schizophrenie im Vergleich zu 1990 deutlich verschlechtert.

Neue Gene für bipolare Störung entdeckt

Erst himmelhoch jauchzend und dann wieder zu Tode betrübt - so stellen sich die extremen Stimmungswechsel für Menschen mit einer bipolaren Störung dar. Unter Leitung von Wissenschaftlern des Universitätsklinikums Bonn, des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit Mannheim und des Universitätsspitals Basel hat eine internationale Forscherkollaboration zwei neue Genregionen entdeckt, die mit der verbreiteten Erkrankung zusammenhängen. Die weltweit einmalige Studie nutzte Patientenzahlen im bisher nicht gekannten Umfang. Die Ergebnisse sind jetzt im renommierten Fachjournal "Nature Communications” veröffentlicht.

Wirtschaftspsychologie: Das Telefon ist der schlimmste Störfaktor

Wirtschaftspsychologie: Arbeitsunterbrechungen sind ein Stressfaktor, der die Gesundheit langfristig schwer belastet. Wird die Arbeit durch Telefonanrufe unterbrochen, entsteht ein überdurchschnittlich hoher Stress, stellten Dr. Ulrike Pietrzyk und Kolleginnen (TU Dresden) in einer Studie im Dienstleistungssektor fest. Die Ergebnisse erschienen im aktuellen Sachbuch "Psychologie menschlichen Handelns: Wissen und Denken - Wollen und Tun".

Wirtschaftspsychologie: Entscheidungen "hinter grauen Nebelschwaden" sind kontraproduktiv

Immer häufiger fallen in Unternehmen "graue" Entscheidungen, das heißt: Die Entscheider sind nicht präzis oder überhaupt nicht erkennbar. Das Klima im Haus und die Produktivität leiden darunter. Dr. Felix Frei, Unternehmensberater in Zürich, fordert in seinem neu erschienenen dritten Band der "Führungsbriefe" eine klare Definition von Verantwortlichkeiten und Entscheidungen.




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