Wirtschaftspsychologie: Fehlerhafte Eignungsbeurteilungen sind häufig
Wirtschaftspsychologie: In der Personalauswahl vertrauen viele Praktiker auf ihre Erfahrung und Intuition. Im Einzelfall kann dies richtig sein. Doch Studien belegen, dass das Vorgehen nach expliziten, vorher festgelegten Regeln im Durschnitt deutlich erfolgreicher ist. Professor Dr. Karl Westhoff und Kollegen beschreiben detailliert die wissenschaftlich fundierten Regeln und Verfahren in ihrem Standardlehrbuch "Grundwissen für die berufsbezogene Eignungsbeurteilung nach DIN 33430".
COVID-19-Pandemie: Das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Arbeit der Wissenschaft wächst
Der Psychologe Prof. Dr. Rainer Bromme von der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster hat mit Forschern der Universitäten Zürich und Erfurt sowie unter Beteiligung von "Wissenschaft im Dialog" das Wissenschaftsvertrauen der Deutschen untersucht. Dabei kommt das Team zu dem Ergebnis, dass das Vertrauen in die Arbeit der Wissenschaftler mit der Pandemie deutlich zugenommen hat.
Rostocker Forscher finden Einfluss von Feinstaub auf Gehirnleistung
Staub ist ein natürlicher Bestandteil der Luft, der je nach Größe der Staubteilchen, oder Partikel, als Schwebstaub, Feinstaub oder ultrafeiner Staub auftreten kann. Bekanntermaßen können solche Partikel schädliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben. Forschende der Universitäten Rostock und Groningen sowie des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) haben nun herausgefunden, dass bereits (ultra)feine Staubpartikel mit einem Durchmesser unter 2,5 Mikrometer – zum Vergleich: 100 Mikrometer entsprechen der Dicke eines Haares – die geistige Leistungsfähigkeit des Menschen beeinträchtigen können.
Epilepsie: Selbst-Handeln bei Anfällen = Selbstbestimmung und Lebensqualität steigern
Epilepsie-Betroffene sind selbst ihre wichtigsten eigenen Therapeuten: Sie können sich das notwendige Fachwissen aneignen, sie können Ängste überwinden, positiv denken, Kraft aufbauen und in ihrer Persönlichkeit wachsen. Ein erfahrenes Expertenteam hat dazu ein Dutzend Arbeitshefte entwickelt, mit denen Anfalls-Betroffene sich einen hohen Grad an Selbstbestimmung erarbeiten können - allein, in einer Gruppe oder mit therapeutischer Hilfe: "Selbst-Handeln bei Anfällen".
Wirtschaftspsychologie: Die Grundmotivationen der Mitarbeiter führen zum Erfolg oder Misserfolg
Wirtschaftspsychologie: Wann gelingen Führung, Personalentwicklung, Coaching, Changemanagement? Entscheidend ist immer, die Grundmotivationen der Betroffenen zu erkennen und ohne Vorurteil zu berücksichtigen. Alle Überlegungen und Maßnahmen müssen darauf aufbauen. Wirtschaftspsychologen beschreiben die Hintergründe, Wirkungen und Handlungsempfehlungen im neuen Reader "Praxis der Wirtschaftspsychologie II".
Neue Editors entwickeln die Fachzeitschrift "Wirtschaftspsychologie" weiter
Die unabhängige Fachzeitschrift "Wirtschaftspsychologie" hat sich im zurückliegenden Jahr mit einem neuen Herausgebergremium deutlich weiterentwickelt: in der Themenwahl ebenso wie in der Rezeption. Die zunehmend kritische Sensibilität für ethische Problemlinien wird in immer mehr Beiträgen explizit reflektiert. Die Praxisrelevanz hat weiter zugenommen.
Change Management: How to avoid organizational change cynicism
Many employees are claiming that organizational changes demanded a lot of effort and sacrifices on their part - without improvements; or the transition made things worse and seemed to follow managerial fashion trends rather than a visible strategy. These views are characteristics of a so-called organizational change cynicism.
Suchttherapie für Strafgefangene dient den Abhängigkeitskranken und der öffentlichen Sicherheit
Die Suchtexperten Prof. Dr. Heino Stöver und Prof. Dr. Daniel Deimel fordern in einer gemeinsamen Stellungnahme die Entkriminalisierung von Drogenkonsumierenden, eine bessere Suchttherapie im Strafvollzug und eine strikte Regulierung der Cannabis-Abgabe
Psychometrisch fundierte E-Klausuren bieten faire, aussagefähige und arbeitssparende Verfahren
Ergebnisse von Klausuren in deutschen Hochschulen sind häufig weder verlässlich, noch fair. Psychometrisch fundierte E-Klausuren können den Grad an Aussagefähigkeit und Gerechtigkeit wesentlich erhöhen. Dr. Christian Spoden, Prof. Dr. Andreas Frey et al. legen das erste detaillierte, psychometrisch fundierte Konzept zur Konstruktion kriteriumsorientierter adaptiver E-Klausuren vor. Das Konzept bietet eine gute Basis, um im Rahmen der laufenden Digitalisierungsaktivitäten einen längst fälligen Qualitätssprung zu erreichen. "Die Nutzung kommerziell vertriebener Klausursoftware" ist nach Einschätzung der Wissenschaftler jedoch "keine gute Option".
Pathologische Kaufsucht nimmt durch online-Handel zu: Etwa fünf Prozent der Bevölkerung
nline-Handel und personalisierte Werbung steigern das pathologische Kaufverhalten. Die Häufigkeit wird gegenwärtig auf etwa fünf Prozent der Bevölkerung geschätzt. Begleiterkrankungen sind häufig: Binge-Eating, pathologisches Horten, Angststörungen, Depressionen u.a. Eine Anerkennung des pathologischen Kaufens als eigenständige psychische Störung ist längst überfällig, kritisieren Dr. Nora M. Laskowski und Prof. Dr. Dr. Astrid Müller in der Fachzeitschrift Psychosoziale und Medizinische Rehabilitation.