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Psychische Erkrankungen Hauptgrund für Erwerbsminderungsrente

Immer mehr Deutsche beziehen wegen einer psychischen Erkrankung eine Erwerbsminderungs-(EM)-Rente. Wie Erhebungen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) ausweisen, wurde 2020 nahezu jede zweite EM-Rente wegen psychischer Erkrankung bewilligt. Und die Rentenversicherung erwartet – nicht zuletzt aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie – keinen Bruch dieses Trends, keine Entspannung bei Neuanträgen – im Gegenteil! Eine der häufigsten diagnostischen Begründungen für die Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente sind dauerhafte depressive Störungen.

Forensische Prognosen: Wie persönliche Grundannahmen des Gutachters das Schicksal des Angeklagten bestimmen können

Forensische Prognosen unterliegen zahlreichen - teils unvermeidbaren - individuellen Einflüssen. Daher werden zunehmend häufiger "Standardisierte Kriminalprognose-Verfahren" eingesetzt; doch auch ihre Treffsicherheit ist beschränkt. Das transdisziplinäre Praxismanual "Forensische Prognosen" analysiert die Probleme der Verfahren.

 

Rechtspopulistische Bewegungen bieten euphorische Erlebnisse mit Suchtfaktor

Rechtspopulistische und impfskeptische Bewegungen liefern ihrer Klientel hochemotionale Erlebnisangebote. Die kognitiven Inhalte sind hingegen zweitrangig und beliebig, analysiert Dr. Gudrun Brockhaus in ihrer Studie in "Psychologie & Gesellschaftskritik". Der rechtsextreme AfD-Politiker Björn Höcke propagiert neuerdings den Slogan der "linken" Friedensbewegung: "Frieden schaffen ohne Waffen".

Zahlen & Fakten zu Sucht in Deutschland

Welche Trends gibt es beim Rauchen? Wie viel Alkohol trinkt die Bevölkerung in Deutschland? Was tut sich auf dem Glücksspiel-Markt? – Diese und viele weitere Fragen rund um Sucht- & Drogen-Themen beantwortet das DHS Jahrbuch Sucht 2022. Neben der umfassenden Datensammlung, -aufbereitung, -analyse und -interpretation befasst sich die aktuelle Ausgabe des jährlich erscheinenden Standardwerks unter anderem mit Sucht und Suchtmittelkonsum unter Corona-Bedingungen. Offizieller Erscheinungstermin ist der 26. April 2022.

Jahrbuch Sucht: Der Glücksspiel-Markt auf dem Weg ins Internet

26.04.2022 Mehr als zwei Prozent der Deutschen leiden an Spielsucht. Fast ein Drittel der Bevölkerung beteiligt sich gelegentlich an einem Glücksspiel. Auf dem legalen deutschen Glücksspiel-Markt (ohne Soziallotterien) wurde 2020 ein Umsatz (gleichbedeutend mit Spieleinsätzen) von 38,3 Milliarden Euro erzielt - 11 Prozent weniger als im Vorjahr. Prof. Dr. Gerhard Meyer berichtet über Details und Hintergründe im Jahrbuch Sucht 2022.

Wirtschaftspsychologie: Wie qualifizierte Führungskräfte in einer qualifizierten Eignungsdiagnostik identifiziert werden

Wirtschaftspsychologie: Welche Eigenschaften benötigt eine Führungskraft? Professor Dr. Werner Sarges (Hamburg) nennt an erster Stelle: Lernwille und Lernfähigkeit. Also: Neu lernen, Umlernen, Suchen nach Feedback, Offenheit für Kritik, Lernen aus Fehlern. In seinem neuen Handbuch für die Personalauswahl - "Das Biografische Eignungs-Interview" - grenzt sich der Wirtschaftspsychologe konsequent von gängigen, althergebrachten Formen der Eignungsdiagnostik ab. Er setzt vier Schwerpunkte:

 

Medizinische und psychosoziale Rehabilitation: Wie Schmerztherapie weiter verbessert werden kann

Die interdisziplinäre Schmerztherapie in der medizinischen Rehabilitation und speziell auch die psychologische oder psychotherapeutische Schmerztherapie haben sich gut entwickelt. Doch es besteht noch weiteres Entwicklungspotenzial, berichten Dr. Dieter Küch, Prof. Dr. Thorsten Meyer und Prof. Dr. Michael Hüppe in der aktuellen Ausgabe von "Psychosoziale und Medizinische Rehabilitation".

Frauen mit Substanzkonsum benötigen realistische Rollenerwartungen und Empowerment

Substanzgebrauch wird bei Frauen wesentlich stärker stigmatisiert als bei Männern. Bei kiffenden oder trinkenden Frauen entsteht überhäufig neben Selbstverachtung eine "Entmutigung, ob es überhaupt eine Aussicht auf den Ausstieg aus dem Konsum kommen kann," berichtet Emanuelle Hoareau in "Lilith im Maßregelvollzug - Ein frauenforensischer Praxisreader".

Depressive Störungen können zu Veränderungen der Immunzellen führen

Eine aktuelle Studie der TU Dresden und der Universität Zürich in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts stellt erstmals einen Zusammenhang zwischen depressiven Störungen und mechanischen Merkmalen aller wichtigen Blutzelltypen her. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass depressive Störungen und insbesondere anhaltende depressive Störungen mit einem allgemeinen Anstieg der Verformbarkeit von Immunzellen einhergehen, was auf eine verschlechterte Zellfunktion hinweisen könnte und die generelle Erschöpfung bei vielen Depressionspatient:innen weiter erklären könnte.

Die Biologie der Schizophrenie besser verstehen

09.04.2022 Welche Rolle spielt das Erbgut bei Schizophrenie? Dieser Frage ist eine internationale Forschungsgruppe unter Leitung der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Cardiff University nachgegangen. Daraus ist die bislang größte genetische Studie zur Schizophrenie entstanden, die jetzt in der Fachzeitschrift Nature* veröffentlicht wurde. Die Forschenden haben eine große Anzahl spezifischer Gene identifiziert, die von zentraler Bedeutung für die Entstehung und Entwicklung der psychiatrischen Erkrankung sein könnten.

 




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