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Politische Psychologie: Junge Muslime bevorzugen RTL als wichtigste politische Informationsquelle

Junge Muslime in Deutschland beziehen ihre politischen Informationen vor allem aus dem Fernsehen. Internet folgt an zweiter, Zeitung an dritter Stelle. Das weitaus wichtigste TV-Angebot für junge Muslime liefert RTL; mit weitem Abstand folgen der private türkische Kanal D/Euro D und Sat.1., ermittelten Prof. Dr. Wolfgang Frindte und Kollegen (Universität Jena) in einer Studie (veröffentlicht in der Fachzeitschrift Politische Psychologie).

Wirtschaftspsychologie: Misserfolge können die Arbeitsmotivation stärken

Immer mehr Führungskräfte verzichten darauf, ihren Mitarbeitern bei Misserfolgen kritische Rückmeldung zu geben: aus falscher Rücksichtnahme, aus Scheu vor Unannehmlichkeiten, aus Bequemlichkeit - oder warum auch immer. "Damit vergeben Führungskräfte die Chance, Leistungssteigerungen anzuregen und die Produktivität zu sichern," warnen Prof. Dr. Uwe Kleinbeck und Trudi Kleinbeck (Bochum) in ihrem Standardwerk "Arbeitsmotivation".

Leitungskräfte in der Psychiatrie: Führungsqualitäten und Motivationskraft steigern, Balance zwischen Sicherheit und Freiheit wahren

In Kliniken herrschen meist hierarchische Strukturen; mangelhafte Führungsqualitäten stabilisieren oft das System. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe hat etwa 600 leitende Mediziner, Pflegende und Verwaltungsmitarbeiter psychiatrischer Kliniken an einem spezifischen Führungskräfte-Training teilnehmen lassen. Dr. Michael Kramer und Dr. Luc Turmes (LWL-Klinik Herten/Westf.) berichten in "Wirtschaftspsychologie" (2/2012) über die Ergebnisse: Die meisten Führungskräfte selbst und ihre nachgeordneten Mitarbeiter sehen wesentliche, dauerhafte Trainingserfolge.

Übergewicht bringt berufliche Nachteile

Stark übergewichtige Personen haben bei Personalern keine guten Karten. Zu diesem Ergebnis kommt eine experimentelle Studie über Vorurteile von Personalentscheidern gegenüber Adipösen unter der Leitung des Sportwissenschaftlers Prof. Ansgar Thiel und des Psychosomatikers Prof. Stephan Zipfel von der Universität Tübingen. Die Wissenschaftler hatten bei einem Experiment im Rahmen des WissenschaftsCampus Tübingen gemeinsam mit Dr. Katrin Giel und Manuela Alizadeh 127 erfahrene Personalentscheider befragt. Die Studie wurde nun im Fachjournal BMC Public Health veröffentlicht. Der WissenschaftsCampus ist ein interdisziplinärer Forschungsverbund zur Empirischen Bildungsforschung und wurde vom Tübinger Leibniz-Institut für Wissensmedien und der Universität Tübingen initiiert.

200.000 politische Häftlinge in der DDR: Die Gesundheitspolitik ignoriert die Leiden der Stasi-Opfer

"Die juristische Aufarbeitung des SED-Staats ist ebenso weitgehend gescheitert wie die medizinische. Bis heute fordern die Versorgungsämter von ehemals Verfolgten und Opfern die Beweisführung eines Kausalzusammenhangs zwischen Haft und Trauma, zwischen Schädigung und Berufsunfähigkeit. Das ist in den seltensten Fällen möglich. Eine angemessene Restitution - wie im Einigungsvertrag beschrieben - wird damit unmöglich," kritisiert Dr. Wolfgang Welsch in seinem Beitrag zur Fachzeitschrift "Psychoanalyse".

Ohne Angestellte, Büro und Hardware: Wie virtuelle Unternehmen sich managen lassen

Der 9-to-5-Job ist für die meisten Wissensarbeiter heute ein Relikt aus alten Zeiten. Sie sind zudem immer häufiger außerhalb des Büros für den Beruf tätig. Die Grenzen zwischen privater Zeit und Arbeitszeit verschwimmen für immer mehr Arbeitnehmer. Personalverantwortliche müssen deshalb neue Managementformen finden, fordert Dr. Nicola Millard. Die Zukunftsforscherin der British Telecom (BT) gibt zum Auftakt der Messe Zukunft Personal am Dienstag, 25. September, anhand ihrer Forschungen Ratschläge für die Personalarbeit im virtualisierten Unternehmen.

Das Gedächtnis für Musik bleibt erhalten

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité - Universitätsmedizin Berlin konnten in einer Studie zeigen, dass das Gedächtnis für Musik im Gehirn unabhängig von anderen Gedächtnisleitungen organisiert zu sein scheint. Diese Erkenntnis ist möglicherweise für die Rehabilitation von Patienten mit Gedächtnisstörungen von Nutzen. Die Studie wurde im Fachjournal Current Biology* veröffentlicht.

Rechtsextremismus in der ehemaligen DDR: mehr Senioren als Jugendliche

Rechtsextremistische Jugendliche in Ostdeutschland liefern immer neue Schlagzeilen. Doch bei Senioren sind rechtsextreme Einstellungen weitaus stärker verbreitet und häufig mit einer DDR-Nostalgie verbunden, berichtet Dr. Peter-Georg Albrecht (Hochschule Magdeburg-Stendal) in der Fachzeitschrift "Politische Psychologie".

Mannschaftssportler sind im Arbeitsleben nicht automatisch teamfähiger

Auch wenn viele Personaler das anders sehen: Wer Sport treibt, besitzt nicht automatisch eine höhere soziale Kompetenz. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Hochschule Osnabrück. "Im Lebenslauf wird die Angabe, sportlich aktiv zu sein, von vielen Arbeitgebern gern gesehen und gilt als Indikator für soziale Kompetenz", erläutert Prof. Dr. Uwe Kanning, Experte für Diagnostik und Personalauswahl an der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Was laut dem Wirtschaftspsychologen auf den ersten Blick eine plausible Hypothese ist, deckt sich allerdings nicht mit tatsächlichen Erfahrungswerten.

Messie-Phänomen: Pedanten und Chaoten kann es treffen

Sammeln, um die innere Leere zu füllen, Dinge beseelen, um sich geborgen zu fühlen, das kann schnell zum Messie-Syndrom werden. Der Überblick geht verloren, man kann den Alltag nicht mehr meistern oder Müll von Brauchbarem unterscheiden. Die Messies leben im "mess”, dem Chaos und Durcheinander. Wissenschaftlich wird das Ganze Desorganisationsproblem genannt. Gisela Steins untersucht in ihrem Buch dieses Phänomen genau.




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