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Indikation zur stationären Verhaltenstherapie und medizinischen Rehabilitation richtig stellen

Bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen bietet die Indikationsstellung für eine Verhaltenstherapie und medizinische Rehabilitation differenzierte Herausforderungen. Professor Dr. Manfred Zielke (Kiel) und Kollegen haben den Komplex detailliert in einem Handbuch dargestellt. "Es eignet sich als Nachschlagewerk insbesondere für alle in der Rehabilitationsmedizin Tätigen", urteilt Prof. Dr. Heinz Rüddel (Bad Kreuznach) in seiner Rezension.

Wirtschaftspsychologie: Arbeitsmotivation entsteht aus einer Kombination verschiedener Motive

"Eine erfolgreiche Personal- und Unternehmensführung setzt die Kenntnis grundlegender Prozesse der Arbeitsmotivation voraus," notiert Professorin Dr. Gabriele Elke. Das Lehrbuch "Arbeitsmotivation" von Prof. Dr. Uwe und Trudi Kleinbeck "liefert dazu einen strukturierten Über- und Einblick. Es bündelt prägnant die Fülle der Ergebnisse aus der Grundlagen- und Anwendungsforschung und macht sie als empirische Basis nutzbar für die Ableitung von Maßnahmen der Personalentwicklung und Arbeitsgestaltung. Das Buch ist v.a. für Arbeits- und Organisationsgestalter sehr zu empfehlen."

EU-Mitgliedschaft für Kroatien fraglich: Korruption kann nur vor Ort wirksam bekämpft werden

Bundestagspräsident Norbert Lammert und Kollegen fordern, Kroatien vorerst nicht in die EU aufzunehmen. Die Rechtssituation des Balkanstaates entspricht nicht dem EU-Standard. Korruption dominiert die Gesellschaft. Diese Einschätzung belegen Privatdozent Dr. Angelos Giannakopoulos (Universität Konstanz) und Kollegen in einer Studie. Die Politikwissenschaftler sehen Kroatien in der rechtsstaatlichen Entwicklung noch weit hinter Bulgarien und Rumänien.

Migranten aus dem ehemaligen Jugoslawien entwickeln häufig somatoforme Schmerzstörungen

Migranten aus dem ehemaligen Jugoslawien leiden überhäufig an somatoformen Schmerzstörungen. Frühere Traumatisierungen und aktuell deprimierende Lebensumstände spielen wesentliche Rollen. Professor Dr. Martin Aigner und Kollegen haben in ihrer Schmerzambulanz im AKH Wien für die exjugoslawische Zielgruppe ein spezielles Behandlungsprogramm entwickelt und berichten darüber in ihrem Beitrag zum Studienband "Migration, Integration and Health - The Danube Region".

Wirtschaftspsychologie: Erfolgreiches Personalmarketing dank attraktiver Interviewer

Trifft ein Bewerber in Einstellungsinterviews auf attraktive Interviewer, schließt er unbewusst auf eine respektable Kompetenz der Personen und des Unternehmens. Männliche Bewerber unterliegen diesem Effekt stärker als Frauen. Dies ergab eine Studie von Maren Vieten und Uwe Peter Kanning (Wirtschaftspsychologie, Hochschule Osnabrück), veröffentlicht in der unabhängigen Fachzeitschrift Wirtschaftspsychologie.

Wirtschaftspsychologie: Vom Mentoring profitieren Mentor, Mentee und Unternehmen

"Beim Mentoring werden definitiv Toleranz und Empathie trainiert." "Mentoring bedeutet Persönlichkeitsentwicklung für beide Beteiligten." Mentoren bewerten ihre Aufgabe ähnlich positiv wie Mentees. Gewinne liegen auf beiden Seiten, berichten Dres. Frank Edelkraut und Nele Graf in ihrer Studie "Der Mentor - Rolle, Erwartungen, Realität".

Drogenabhängigkeit: Beschaffungsprostitution findet meist auf der Straße, selten im Bordell statt

Etwa 400.000 Frauen arbeiten in Deutschland in der Prostitution. Die etwa 250.000 Sexarbeiterinnen in Bordellen sind überwiegend clean. Die etwa 80.000 Frauen auf dem "Straßenstrich" gehören zu einem großen Teil der Drogenszene an; überwiegend dient die Prostitution in dieser Gruppe dazu, den Drogenkonsum zu finanzieren, berichtet Christina Rummel im aktuellen Jahrbuch Sucht.

Psychotherapeuten sollten die Medikamenteneinnahme ihrer Patienten kritisch beobachten

PsychotherapeutInnen erhalten häufig unfreiwillig zusätzliche Aufgaben - z.B. die Beobachtung von Verordnungen des Arztes und entsprechender Patienten-Compliance bzw. Nebenwirkungen. Sehen PsychotherapeutInnen hier eine problematische Entwicklung, sollten sie diese gegenüber dem Patienten bzw. dem Arzt thematisieren, empfiehlt Professor Dr. Dr. Thomas Köhler in seiner Studie "Der Therapeut als Supervisor ärztlicher Tätigkeit und Kontrollorgan über die Medikamenteneinnahme des Patienten."

Achtsamkeit hilft gegen Schmerz und Burnout - Burnout ist eine krankmachende Entwicklung

So genannte Achtsamkeitsübungen können sowohl bei chronischen Schmerzen als auch bei Burnout eine wirksame Hilfe sein. Sie können helfen, sich wieder auf die eigenen Werte zu besinnen, Stress und körperliche Beschwerden zu akzeptieren und so dem Zwang der Kontrolle oder Vermeidung zu entkommen. Über neue Erkenntnisse zu den Parallelen von Burnout und chronischen Schmerzen berichten Spezialisten beim Deutschen Schmerzkongress 2012 ( 17.-20. Oktober, Mannheim, www.schmerzkongress2012.de ).

Online-Unterstützung für depressive Herzpatienten

Herzpatienten mit einem implantierten Cardioverter-Defibrillator (ICD), die einen im Internet angebotenen "Depressionshelfer" nutzen, haben deutlich weniger Ängste und depressive Symptome als ICD-Patienten ohne eine solche Online-Unterstützung. Das zeigt eine Studie des Klinikums Links der Weser, Bremen, die auf der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und der Jahrestagung der Arbeitsgruppe Rhythmologie in Hamburg (11. - 13. Oktober 2012) präsentiert wird.




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