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Forensische Psychiatrie: Geschlossenen Maßregelvollzug reduzieren, ambulante Straftäter-Therapie ausbauen

Immer mehr Straftäter werden in die forensische Psychiatrie eingewiesen und verlieren die Freiheit. Die Zahl der forensischen Patienten in Deutschland stieg von etwa 2.500 im Jahr 1990 auf 6.750 im Jahr 2012. Gleichzeitig ist auch die Verweildauer kontinuierlich gestiegen - auf durchschnittlich sieben Jahre. Daraus entstehen dem Fiskus pro Patient insgesamt durchschnittlich knapp 600.000 Euro Gesamtkosten, berichtet Dr. Heinz Kammeier (Münster) in seinem Beitrag zur aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Forensische Psychiatrie und Psychotherapie".

Mentally Ill Patients in Prison Undertreated

"It is doubtful whether the majority of prisoners with psychiatric illnesses in Germany receive appropriate care such as that mandated by the European Convention on Human Rights and other international charters. Major deficits in German inpatient psychiatric care of prisoners are the lack of facilities for treating those with chronic mental illnesses and the inadequate management of acutely psychotic or delirious prisoners, which in many places leads to temporary ´parking´ in isolated cells. Compared to psychiatric care outside of prison, the equivalence principle has failed as a fundamental guide in many places in Germany," Professor Dr. Norbert Konrad (Berlin) summarizes his contribution to the European Research Project "Mentally Disordered Persons in European Prison Systems".

Alkoholismus: Trocken werden ist einfacher als trocken zu bleiben

Alkoholismus: Bei der Therapie genügt es nicht, dass der Patient "trocken" wird. "Nur auf den Alkohol zu verzichten ist keine wirkliche Lösung." Wenn der Alkohol fehlt, entsteht quasi eine Lücke. Der Patient muss seinen individuellen Weg finden, sie sinnvoll zu füllen. Kritisch und allgemeinverständlich beschreibt Dr. Reinhold Aßfalg in seiner Monografie "Die letzte Runde" Alkoholabhängigkeit und ihre Behandlung.

Tinnitus: Wie Patienten mit Krankheitsvorstellungen ihr Leben erleichtern

Starke Ohrgeräusche - Tinnitus - können in Fällen starker psychosozialer Belastung oder psychischer und somatischer Erkrankung zu einem "Kondensationskern" der Gesamtbelastung werden, stellen Professor Dr. Jörg Frommer, Dr. Evelin Ackermann und Dr. Michael Langenbach in ihrer qualitativen Studie "Sinnkonstituierungsprozesse bei Tinnitus" fest. Mehr als eine Million Deutsche leiden an einem manifesten Tinnnitus. Eine Sinnkonstituierung kann den Leidensdruck annähernd erträglich machen.

Sense of coherence improves the ability to manage conflicts in organizations

The sense of coherence sensu Aaron Antonovsky is considered as a universal construct measuring a global life orientation, a way of viewing the life as comprehensible, manageable and meaningful. The sense of coherence improves the ability to perceive and manage conflicts within an organizational context, Prof. Dr. Claude-Helene Mayer reports in her new handbook "Exploring Mental Health".

Weiterbildung: Viel Geld für nichts

Wirtschaftspsychologie: Nur ein Bruchteil der beruflichen Weiterbildungen ist wirklich seriös und nützlich. Meist wird Unfug zu Höchstpreisen offeriert und gekauft. Uwe Peter Kanning analysiert Beispiele - scharfsinnig und amüsant - in seiner neuen Monografie "Wenn Manager auf Bäume klettern". "Das Buch ist eine wertvolle Grundlage, um sich vor wirkungslosen, schädlichen oder ideologisch-dogmatischen Pseudomethoden zu schützen", urteilt Dr. Wolfgang Widulle in seiner Rezension in www.socialnet.de.

Am Vatertag steigt Zahl junger Komasäufer drastisch: Fast dreimal so viele Krankenhausbehandlungen nach Alkoholmissbrauch wie im Jahresschnitt

Trinken bis der Arzt kommt: Am Vatertag steigt vor allem die Zahl jugendlicher "Komasäufer" drastisch an. Das zeigt eine aktuelle Krankenhausstatistik der DAK-Gesundheit für die vergangenen fünf Jahre. Nach Analyse der Krankenkasse wurden an den Vatertagen fast dreimal so viele 16- bis 20-Jährige nach Alkoholmissbrauch in einer Klinik behandelt wie im Jahresschnitt. Beim Blick auf alle Altersgruppen gab es dagegen an diesem Feiertag sogar einen leichten Rückgang.

Mit beiden Augen liest man besser

Claudia hat eigentlich einen recht angenehmen Bürojob, bei dem sie überwiegend mit der Bearbeitung von Texten am Bildschirm beschäftigt ist. Trotzdem ist sie mental sehr erschöpft, wenn sie von der Arbeit nach Hause kommt. Ihr Arbeitsplatz wurde bereits von Fachleuten unter ergonomischen Gesichtspunkten optimiert, aber ohne durchschlagenden Erfolg. Am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung wurden nun mit Methoden aus der Grundlagenforschung die Augenbewegungen beim Lesen eingehend untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass das reibungslose Zusammenspiel der beiden Augen von zentraler Bedeutung ist, sowohl bei den elementaren Prozessen der Wahrnehmung also auch bei den darauf aufbauenden Prozessen der effizienten Textverarbeitung.

Experimental Psychologists met in Gießen and discussed more applied subjects

From March, 31st to April 2nd 2014, experimental psychologists met in Gießen for the 56th "Tagung experimentell arbeitender Psychologen", called TeaP. This was the fourth time that the TeaP took place in Gießen, the last time ten years ago.

Sex-specific changes in cerebral blood flow begin at puberty, Penn study finds

Puberty is the defining process of adolescent development, beginning a cascade of changes throughout the body, including the brain. Penn Medicine researchers have discovered that cerebral blood flow (CBF) levels decreased similarly in males and females before puberty, but saw them diverge sharply in puberty, with levels increasing in females while decreasing further in males, which could give hints as to developing differences in behavior in men and women and sex-specific pre-dispositions to certain psychiatric disorders. Their findings are available in Proceedings of the National Academy of Science (PNAS).




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