Politische Twitter-Nutzer: eine gebildete, engagierte Minderheit mit gefestigten Positionen
Politische Tweets mit ironischen Formulierungen oder statistischen Angaben oder differenziert zweiseitigen Argumentationen werden am intensivsten beachtet und retweetet, stellten Claudia Bader und MitarbeiterInnen (Universität Jena) fest. Die Studie zur Kommunikation im Wahlkampf 2013 wertete mehr als eine halbe Million Tweets aus und erschien in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Politische Psychologie".
Wie Cortisol furchteinflößende Erinnerungen aufrechterhält
Das Stresshormon Cortisol verstärkt Erinnerungen an furchteinflößende Erlebnisse. Es übt seinen Einfluss aber nicht nur aus, während die Erinnerung zum ersten Mal gebildet wird, sondern auch später, wenn Menschen an das Erlebnis zurückdenken und sich die Erinnerung erneut festigt. Das berichten Kognitionspsychologen der Ruhr-Universität Bochum (RUB) in der Zeitschrift "Neuropsychopharmacology". Sie vermuten, dass die Ergebnisse Phänomene bei Angststörungen und Posttraumatischer Belastungsstörung erklären können.
Sexual harassment at work not just men against women
More than one in ten complaints of sexual harassment at work are reported by men, a QUT study has found. According to the research, conducted by Professor Paula McDonald from the QUT Business School and Professor Sara Charlesworth from RMIT, women were accused of sexually harassing men in 5 per cent of cases and men accused other men in 11 per cent of cases.
Women's faces get redder at ovulation, but human eyes can't pick up on it
Previous studies have shown that men find female faces more attractive when the women are ovulating, but the visual clues that allow this are unclear. Now, new research investigating whether it might be to do with subtle changes in skin colour has shown that women's faces do increase in redness during ovulation, but the levels of change are just under the detectable range of the human eye.
Forensik: Gerichtsgutachter oft aggressiv-distanziert gegenüber Straftätern
Forensik: Die Justiz nimmt immer mehr psychologische Gutachten in Anspruch - einerseits um sich gegen verschiedenste Risiken abzusichern. Anderseits scheuen sich viele Richter als Auftraggeber nicht, Gutachtern als Auftragnehmern mehr oder weniger dezent zu signalisieren, welcher Tendenz die Expertise zu folgen habe. Die vielseitig beschränkte Unabhängigkeit von psychologischen und psychiatrischen Gerichtsgutachtern ist Thema der aktuellen Ausgabe von "Psychologie und Gesellschaftskritik".
Wirtschaftspsychologie: Schönheit zahlt sich auf dem Arbeitsmarkt aus
Wirtschaftspsychologie: Gutes Aussehen erhöht die Jobchancen und schlägt sich in einem Einkommensplus von bis zu einem Fünftel nieder. Zu den Hauptgründen zählt die Diskriminierung durch Arbeitgeber und Kunden. Hinzu kommt, dass attraktive Menschen meist selbstbewusster auftreten und sich häufiger für besser bezahlte Jobs bewerben. Die Erkenntnisse der internationalen Wissenschaft zur Bedeutung von Schönheit im Job hat die Ökonomin Eva Sierminska jetzt für das Online-Kompendium "IZA World of Labor" des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) zusammengetragen.
Wirtschaftspsychologie: Karriere-Eltern sehen ihre Kinder meist als zentralen Lebensinhalt
Wirtschaftspsychologie: Für jede zweite Karriere-Mutter bedeutet der Beruf in erster Linie eine Form der Selbstverwirklichung; ökonomischer Ehrgeiz spielt demgegenüber eine untergeordnete Rolle. Eine volle Arbeitszeit ist bei Karriere-Müttern auch in verantwortlichen Positionen eher die Ausnahme als die Regel, ergab eine Studie von Jördis Hollnage, Uta Bronner und Patrick Müller, publiziert in der aktuellen Ausgabe der unabhängigen Fachzeitschrift "Wirtschaftspsychologie".
Motivation zur Ausbildung im Gastgewerbe: anspruchsvolle Aufgaben, gutes Arbeitsklima, Kontakt zu Gästen
Wirtschaftspsychologie: Ungünstige Arbeitszeiten und niedriges Einkommen machen Jobs in der Gastronomie relativ unattraktiv. Was motiviert dennoch junge Leute, sich im Gastgewerbe ausbilden zu lassen? Professorin Dr. Katja Mierke und Mitarbeiter (Köln) ermittelten in einer Studie, "was wirklich zählt": Bedeutsamkeit der Aufgaben, positives Feedback durch Vorgesetzte und ein kollegiales Teamklima. Die Studie erschien mit anderen Beiträgen zur Arbeitsmotivation in der aktuellen Ausgabe der unabhängigen Fachzeitschrift "Wirtschaftspsychologie".
Nach einem Schädel-Hirn-Trauma: Hohe Barrieren auf dem Weg in den Schulalltag
Empirische Sonderpädagogik: Ein Schädel-Hirn-Trauma bleibt nie ohne langfristige Schäden. Kehrt ein verletztes Kind nach Therapie und Rehabilitation in die Schule zurück, ist eine besondere Rücksichtnahme notwendig. Doch die meisten Lehrer können die Krankheitsfolgen kaum einschätzen; und viele Eltern sind überfordert, wenn sie die Lehrer informieren sollen. Dies ergab eine Studie aus der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Birgit Hennig und Britta Gebhard referieren die Befunde in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Empirische Sonderpädagogik".
Warum Jugendliche ungeduldiger sind als Erwachsene
Studie zeigt strukturelle und funktionale Unterschiede im Gehirn: 20 Euro jetzt oder 50 in einem Monat? Jugendliche geben bei dieser Frage gerne dem Impuls nach, sich direkt zu belohnen statt sich zu gedulden. Warum es ihnen schwer fällt, unmittelbaren Verlockungen zu widerstehen und was sich dabei im Gehirn abspielt, das untersuchten Wissenschaftler der Stanford University, des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und der University of California, Davis. Die Studie dazu wurde in der Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA" (PNAS) veröffentlicht.