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Psychisch kranke Straftäter: Stellungnahme der BAG-S

Von 1990 bis 2013 hat sich die Zahl der im psychiatrischen Maßregelvollzug Untergebrachten um 167 Prozent erhöht. Auch die durchschnittliche Verweildauer stieg von 6,2 Jahren im Jahr 2008 auf durchschnittlich 8 Jahre im Jahr 2012. Konkrete Hinweise, ob diese Zunahme mit einer gestiegenen Gefährlichkeit zusammenhängt, liegen allerdings nicht vor.

Das Tempo der biologischen und kulturellen Evolution hat zugenommen

Biologische Entwicklungen und die kulturelle Evolution beeinflussen einander - teils fördernd, teils begrenzend. Die menschliche Psyche hat sich im Spannungsfeld der bidirektionalen Wechselwirkungen zwischen Natur und Kultur dynamisch entfaltet. Benjamin Lange, Sascha Schwarz und KollegInnen beschreiben in einem aktuellen Reader interessante Beobachtungen aus der Evolutionspsychologie.

Psychologie in der Gynäkologie: sensible Wechselspiele zwischen Psyche und Hormonen

"Psychologie und Psychosomatik der Frau können nur verstanden werden, wenn wir auch die Steuerung von der endokrinologischen und neurobiologischen Seite (soweit wie möglich) nachvollziehen," akzentuiert Professor Dr. Heribert Kentenich in seiner Rezension des aktuellen Fachbuchs "Psychologie in der Gynäkologie". Insbesondere den grundlegenden Übersichtsbeitrag des Herausgebers Prof. Dr. Johannes Bitzer wertet Kentenich als "sehr gut".

Bestätigung für neurale Effizienz

Wie genau sich Intelligenzunterschiede im menschlichen Gehirn zeigen, ist eine der grossen Fragen der Intelligenzforschung. Wissenschaftlern der ETH Zürich gelang es, weitere Details zu vermuteten Funktionsunterschieden im Gehirn intelligenter Personen zu untersuchen.

Für Wankelmütigkeit sind die Hirnströme verantwortlich

Sich zu entscheiden ist nicht immer einfach. Nun zeigen Neuroökonomen der Universität Zürich in einer neuen Studie, dass die Intensität der Kommunikation zwischen verschiedenen Hirnarealen ausmacht, ob wir wankelmütig oder entschlussfreudig sind.

Wirtschaftspsychologie: Corporate Social Responsibility zahlt sich nicht aus

Wirtschaftspsychologie: Seit Jahrzehnten bestätigen Forschende, dass sich soziales Engagement für Unternehmen finanziell lohnt. Eine Soziologin der Universität Zürich zeigt nun, dass dieser positive Zusammenhang zwischen Corporate Social Responsibility und finanziellem Unternehmenserfolg nicht gegeben ist, sondern durch die einseitige Veröffentlichung von positiven Resultaten getrieben wird.

Alkoholismus: asozial in einer asozialen Gesellschaft

Alkoholkrankheit dient einigen Literaten exzessiv als Stimulans und als Thema - mit Texten, die präziser und informativer kein Diagnostiker formuliert. Nur wenige Literaten verstehen sich jedoch darauf, Trinker authentisch in einem dialektischen Kontext zu inszenieren, ohne selbst zu trinken - wie Bert Brecht. Und die wenigsten Sucht-kompetenten Schriftsteller können dem hochprozentigen Exzess Humor abgewinnen. Dr. Hugo von Keyserlingk hat Kostproben der diversen Genres zu einem ebenso informativen wie unterhaltsamen Buch zusammengestellt und kommentiert: "Liebe, Leben, Alkohol - Suchtkrankheiten im Spiegel deutscher Literatur".

Positive classroom´s error climate improves effective learning environments

A favorable error climate can support learning from errors and hence foster learning progress. Dres Gabriele Steuer and Markus Dressel investigated the factor structure of classroom´s error climate and explored different error climate patterns. The study appeared in "Psychological Test and Assessment Modeling" (formerly Psychologische Beiträge) 2-2015.

Wortsalat im Gehirn: Bamberger Psychologen entwickeln Lernprogramm für Analphabeten

Funktionaler Analphabetismus ist ein Problem der gesellschaftlichen Mitte: Rund 7,5 Millionen Deutsche haben nicht genügend Lese- und Schreibkenntnisse, um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen oder einen qualifizierten Beruf ausüben zu können. Psychologen der Universität Bamberg forschten zu den Ursachen und haben mit AlphaPlus und AlphaPlus Job ein Programm entwickelt, das helfen kann.

Kunstfälschungen und das Problem der rückblickenden Fehleinschätzung

Immer wieder erschüttern Fälschungsskandale wie der Fall Wolfgang Beltracchi Kunstmarkt und Kunstgeschichte. Eine Erklärungshypothese für die sich stetig wiederholenden Betrugs- und Täuschungsversuche besagt, dass Experten sich nach jedem aufgedeckten Fall in der falschen Sicherheit wiegen, ein solcher Betrug werde sich nicht mehr wiederholen - vor allem, weil sie sich im Rückblick sicher sind, dass die Fälschungen tatsächlich einfach zu enttarnen gewesen wären. Daher wähnen sie sich gewappnet für neue Betrugsversuche. Mit Hilfe eines Experiments haben nun Nachwuchswissenschaftler des Instituts für Europäische Kunstgeschichte und des Instituts für Psychologie der Universität Heidelberg unter der Leitung des Kunsthistorikers Prof. Dr. Henry Keazor gezeigt, dass dieses Phänomen der rückblickenden Selbstüberschätzung den wiederkehrenden Erfolg von Kunstfälschern erklären kann.




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