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Gefährliche Schmerztherapie: Metamizol wird häufiger verschrieben als erlaubt

Schmerztherapie: Metamizol zählt zu den gefährlichsten Schmerzmitteln. Es ist wesentlicher Bestandteil von Analgin, Berlosin, Minalgin, Nopain, Novalgin, Novaminsulfon, Nolatil. In vielen Ländern wurde Metamizol verboten, in den deutschsprachigen Ländern ist es eingeschränkt zugelassen. Dennoch verschreiben deutsche Ärzte kein Schmerzmittel so oft wie Metamizol, kritisiert Professor Dr. Gerd Glaeske im aktuellen Jahrbuch Sucht.

Wenn ein Gedanke genügt: Gehirn steuert Maschine

Allein mit Gedankenkraft den Cursor am PC steuern, Armprothesen bewegen oder auf einer mentalen Schreibmaschine tippen - Brain-Computer Interfaces (BCIs) könnten künftig schwerstgelähmten Menschen zu mehr Autonomie verhelfen. "Was nach Science-Fiction klingt, ist ein vielversprechender Forschungsbereich der Neuromedizin. Hier sind in naher Zukunft wichtige Innovationen für Patienten mit Querschnittslähmung, Schlaganfall oder Locked-in-Syndrom zu erwarten", erklärt der Neurologe Professor Gabriel Curio, Leiter der Arbeitsgruppe Neurophysik der Klinik für Neurologie an der Charité Berlin.

Teambonus im Einzelhandel: Mitarbeiter und Unternehmen profitieren

Wirtschaftspsychologie: Von finanziellen Anreizen zur Steigerung effizienter Teamarbeit profitieren Unternehmen und Mitarbeiter gleichermaßen. Das ist das Ergebnis einer Feldstudie, die das Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) veröffentlicht hat. In einem Modellprojekt hatte eine Bäckereikette in einzelnen Filialen Bonuszahlungen in Aussicht gestellt, wenn das Filialteam durch gemeinsame Anstrengungen zur Verbesserung der Servicequalität den Umsatz steigern konnte.

Hoffnung in der Psychoonkologie: "Immer ist jetzt die beste Stunde"

Hoffnung trägt auch bei Schwerkranken zur Lebensqualität und zur Genesung bei. "Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal, wie es ausgeht." Diese Definition von Vaclav Havel stellt Professorin Dr. Luise Reddemann in den Vordergrund Ihres Beitrags zum aktuellen Reader "Psychoonkologie - Dimensionen der Hoffnung".

Tagung Wirtschaftspsychologie: Medien und Macher kritisch reflektiert

Wirtschaftspsychologie: Cirka 40 Prozent der Fehlzeiten gelten als psychisch bedingt. Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologen untersuchen die Entwicklungen und referieren ihre Befunde während ihrer Jahrestagung in Mainz (24. bis 26. September). Die Wissenschaftler sind sich der Praxisrelevanz ihrer Arbeit bewusst: "3,5 Millionen Betriebe warten auf unsere Expertise," formuliert ein Referent.

Wirtschaftspsychologie: Gebrauchstauglichkeit und Spaßfaktor bei der digitalen Arbeit korrelieren

Wirtschaftspsychologie: Die Mensch-Computer-Interaktion im Arbeits-Kontext durchläuft evolutionäre Entwicklungsstadien; eine optimale Gebrauchstauglichkeit (Usability oder Ease to Use) sollte mit einem positiven Benutzungserlebnis (Joy of Use) korrelieren. Patrick Jost formuliert die anspruchsvolle Perspektive: "Die emotionalen Auswirkungen können bei der Benutzung der interaktiven Anwendung unterstützen, in einen Flow-Zustand zu gelangen und dabei nicht nur ein immersives Erlebnis zu erwirken, sondern gleichzeitig eine Steigerung der Effizienz, der Effektivität und Zufriedenheit in der Arbeitsausführung."

Herzgefährdende Liaison: Bluthochdruck und Depression

Herz-, Diabetes- oder Schlaganfall-Patienten, die depressive Symptome und einen sehr hohen Blutdruck aufweisen, haben ein besonders hohes Herz-Kreislauf-Risiko. Das belegt eine neue schottische Studie, die auf dem Kongress der Europäischen Kardiologischen Gesellschaft (ESC) in London präsentiert wurde, berichtet die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK).

Mit richtig gesetzten Zielen Mitarbeiter motivieren

Um die Produktivität ihrer Mitarbeiter zu steigern, bauen viele Unternehmen auf finanzielle Anreize, meist in Form von leistungsabhängiger Entlohnung. Doch es muss gar nicht immer zusätzliches Geld fließen: Schon das Setzen geeigneter Ziele - sei es durch den Chef oder den Arbeitnehmer selbst - kann den gewünschten Motivationsschub bringen. Darauf weist ein aktueller Fachartikel von Sebastian J. Goerg hin, der für die Online-Plattform IZA World of Labor des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) den internationalen Forschungsstand zum Thema zusammengefasst hat. Der Ökonom von der Florida State University warnt allerdings auch: Falsch gesteckte Ziele können kontraproduktiv wirken.

Wie der Geist die Sinne schärft

Eine Studie mit erfahrenen Schülern der Zen-Meditation zeigt, dass gezielte mentale Fokussierung während Meditation ähnliche Lerneffekte hervorrufen kann, wie körperliches Training. Forscher der Ruhr-Universität Bochum und der Ludwig-Maximilians-Universität München haben dieses Phänomen an Teilnehmern eines Meditations-Retreats wissenschaftlich untersucht. Das Journal "Scientifc Reports" von den Herausgebern der "Nature", veröffentlicht nun ihre neuen Erkenntnisse zur Plastizität des Gehirns.

Wirtschaftspsychologie: Fairtrade-Logo erhöht die Kaufbereitschaft

Wirtschaftspsychologie: Produkte mit dem Fairtrade-Siegel lassen potenzielle Käufer deutlich tiefer in die Tasche greifen. Das zeigt eine Studie an der Universität Bonn. In einem Experiment waren die Teilnehmer bereit, im Schnitt 30 Prozent mehr für ethisch produzierte Waren zu zahlen als für herkömmliche Produkte. Die Hirnforscher konnten auch zeigen, welche neuronalen Netzwerke an der Verarbeitung des Emblems beteiligt sind. Dadurch konnten sie einen potenziellen Mechanismus aufzeigen, der erklärt, warum Fairtrade-Produkte positiver bewertet werden. So steigt unter anderem die Aktivität in einem Teil des Belohnungszentrums. Die Arbeit ist nun in der Zeitschrift "Frontiers in Behavioral Neuroscience" erschienen.




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