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Hoffnung in der Psychoonkologie: "Immer ist jetzt die beste Stunde"

Hoffnung trägt auch bei Schwerkranken zur Lebensqualität und zur Genesung bei. "Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal, wie es ausgeht." Diese Definition von Vaclav Havel stellt Professorin Dr. Luise Reddemann in den Vordergrund Ihres Beitrags zum aktuellen Reader "Psychoonkologie - Dimensionen der Hoffnung".

Als Psychotherapeutin hat Luise Reddemann die Erfahrung gemacht, "dass wir nur dann Hoffnung in unseren PatientInnen nähren können, wenn es uns gelingt, mitfühlend zu sein. Dann spüren wir die Not unserer PatientInnen und den Wunsch in uns, in irgendeiner Form etwas zu ermöglichen, was die PatientInnen ein wenig auf Linderung hoffen lässt ... Mitgefühl will etwas Heilsames und Liebevolles bewirken, also vielleicht Hoffnung im Sinn von Vertrauen und Zuflucht ..."
 
"Ich gehe davon aus, dass PatientInnen sich danach sehnen - bewusst oder unbewusst -, dass wir mitfühlend auf sie eingehen. Wenn ihnen dieses Mitgefühl begegnet und sie es annehmen können, können sie eingeladen werden, sich selbst mitfühlend zu begegnen. PatientInnen dabei zu helfen, dass sie mit sich selbst mitfühlender umgehen, scheint mir eine sinnvolle Aufgabe zu sein. Dafür brauchen sie unsere Anregungen, nicht selten uns als Vorbild."
 
Hoffnung kann nur gegenwärtig erlebt werden. Daher zitiert Luise Reddemann Paul Claudel: "Immer ist jetzt die beste Stunde".




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