Eine Barriere gegen das Altern von Stammzellen des Gehirns
Lebenslang bildet das Gehirn aus Stammzellen neue Nervenzellen. Im Alter nimmt die Fähigkeit zur Regeneration allerdings stark ab. Forschende der Universität Zürich haben nun einen neuen Mechanismus entdeckt, dank dem Stammzellen relativ lange Zeit frei von Schäden durch Alterung bleiben. Eine Diffusionsbarriere reguliert während der Zellteilung beispielsweise die Verteilung defekter Eiweisse.
Should I stay or should I go? On the importance of aversive memories and the endogenous cannabinoid
Memory is not a simple box of souvenirs; it is also, and most importantly, a safety system for organisms. With the help of negative memories, known as "aversive" memories, we can avoid a threat that we have already confronted. Researchers from Inserm and University of Bordeaux have just discovered that the cannabinoid receptors of the brain control these memories that are crucial for survival. This study is published in Neuron.
Umgang mit Flucht nach Deutschland - notwendige politische Maßnahmen aus sozialpsychologischer Sicht
Prof. Dr. Ulrich Wagner, Sozialpsychologe an der Universität Marburg und Initiator eines offenen Briefes an die Bundekanzlerin und die parlamentarischen Vertretungen des Bundes und der Länder, im Interview mit der Deutschen Gesellschaft für Psychologie.
Wer im Berufsleben älter als 55 Jahre ist, hat oft nicht nur mit ersten Alterserscheinungen sondern auch mit Vorurteilen seitens der Kollegen zu kämpfen. Das erschwert den Austausch von neuen Ideen und Erfahrungswissen zwischen Jung und Alt. Wie das Potenzial altersgemischter Arbeitsteams in mittelständischen Unternehmen optimal ausgeschöpft werden kann, haben Forscherinnen und Forscher vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung in Kooperation mit Hochschulpartnern und mittelständischen Unternehmen nun untersucht.
Wikipedia-Artikel über Katastrophen suggerieren Vorhersehbarkeit
Wissenschaftler aus Tübingen und Münster aus dem DFG-Schwerpunktprogramm "Wissenschaft und Öffentlichkeit" haben am Beispiel von Wikipedia untersucht, inwieweit dort der "Rückschau-Effekt" eine Rolle spielt. Dieser führt dazu, dass Menschen Ereignisse im Nachhinein unbewusst als vorhersehbar wahrnehmen. Die Forscher wiesen den Effekt bei Artikeln über Katastrophen nach, nicht aber bei Artikeln über andere Ereignisse.
Das DFG-Schwerpunktprogramm endet mit einer Tagung vom 29. bis 30. September in Münster. Dabei werden schlaglichtartig einige Forschungsergebnisse, darunter die Studie zum "Rückschau-Effekt", vorgestellt.
Pflege kann krank machen: Rund 20 Prozent aller pflegenden Angehörigen in Deutschland leiden unter einer Depression. Auch Angst- oder Schlafstörungen kommen gehäuft vor. Insgesamt leiden etwa die Hälfte aller Pflegepersonen unter psychischen Problemen, deutlich mehr als nicht-pflegende Menschen. Das sind zentrale Ergebnisse des aktuellen Pflegereports 2015 der DAK-Gesundheit.
Cannabis als Rheuma-Mittel: Experten fordern mehr Studien und warnen vor Selbstmedikation
In Deutschland sind 1,5 Millionen Erwachsene von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen betroffen. Viele von ihnen leiden unter anhaltenden Schmerzen. Obwohl über den therapeutischen Nutzen von Cannabisprodukten derzeit intensiv diskutiert wird, fehlen für die Behandlung chronischer Schmerzen bei Rheuma-Erkrankungen mit künstlich hergestellten Cannabisprodukten jedoch bislang aussagekräftige Studien. Welche Potentiale Cannabis als Heilmittel hat und aus welchem Grund vor allen Formen der Selbstmedikation zu warnen ist, diskutieren Schmerzexperten wärend des Deutschen Schmerzkongresses (14. bis 17.10.2015) in Mannheim.
Demenzen, zu denen auch die Alzheimerkrankheit zählt, gehören zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen im Alter. Sie gehen meist mit dem Verlust des Gedächtnisses einher. Bei den über 65-Jährigen sind in Deutschland mehr als eine Millionen erkrankt, die Neuerkrankungen betragen über 200 000 pro Jahr. Studien legen nahe, dass ein normaler Blutdruck das Demenzrisiko verringern könne. Die Deutsche Hochdruckliga fordert angesichts des Weltalzheimertages am 21. September 2015 dazu auf, diesen Zusammenhang stärker zu erforschen.
Suchtprävention: Abschreckung häufig kontraproduktiv
In der Suchtprävention bei Kindern und Jugendlichen werden immer wieder die gleichen Fehler wiederholt: "Einseitige, vor allem auf Abschreckung setzende Botschaften und Informationen haben - wenn überhaupt - nur kurzfristige Effekte. Wenn ´Furchtappelle´ verwendet werden, müssen dann auch (realistische) Handlungsanweisungen zur Furchtreduktion aufgezeigt werden. Eine übermäßige Furchtinduktion, die nicht aufgelöst wird, kann dazu führen, dass die Prävention einen gegenteiligen Effekt erzielt," warnen Dr. Artur Schroers und Markus Hojni in der Fachzeitschrift "Rausch". Themenschwerpunkt der aktuellen Ausgabe ist die Prävention der Alkoholsucht.
Wie glaubwürdig präsentieren sich Nutzer in sozialen Netzwerken
Soziale Netzwerke wie XING oder LinkedIn sind wichtige Präsentationsplattformen im harten Wettbewerb um Stellen. Nutzer legen hier individuelle Profile an, in denen sie sich potentiellen Arbeitgebern darstellen. Aber wie zuverlässig sind diese Selbstdarstellungen? Präsentieren sich Personen in beruflichen Netzwerken tatsächlich so, wie sie wirklich sind, oder nicht vielmehr so, wie sie nach außen hin wirken möchten?