Wirtschaftspsychologie: Gemeinsame Visionen im Interesse von Beschäftigten und Unternehmen
Wirtschaftspsychologie: "Die Fähigkeit, Bindungen einzugehen, ist eine der zentralen Voraussetzungen für eine gesunde seelische Entwicklung. Mitarbeiter und Führungskräfte binden sich an ihr Unternehmen. Sie binden sich an ihre Kollegen, ihren Chef, ihre Aufgaben, ihr Büro, ihre Rituale, ihre Region und vielleicht auch ihre Kantine." Vor diesem Hintergrund ist es hilfreich, in Arbeitsgruppen und Unternehmen gemeinsame Visionen zu entwickeln, empfiehlt die Organisationspsychologin und Coach Luise Lohkamp (Hamburg). Konkrete Möglichkeiten beschreibt sie in ihrem Beitrag zum aktuellen Reader der Deutschen Gesellschaft für Transaktionsanalyse - "Zukunft denken - Wandel gestalten".
Stress lässt Kleinkinder in Gewohnheiten verfallen
Unter Stress neigen Menschen dazu, in Gewohnheiten zu verfallen und weniger Neues auszuprobieren. Dass das nicht nur auf Erwachsene zutrifft, sondern auch auf Kleinkinder berichten Psychologinnen und Psychologen der Ruhr-Universität Bochum und Technischen Universität Dortmund in der Zeitschrift PNAS.
Luxuriöses Smartphone: sexuelles Signal analog zum Pfauenrad
Der Pfau verschwendet Phantasie und Energie mit einem auffälligen, kunstvollen Habitus, um ein Weibchen für ein sexuelles Abenteuer zu attrahieren. Männer nutzen ein prestigeträchtiges, elegantes Smartphone als sexuelles Signal; wer verschwenderisch auftritt, wirkt stark und attraktiv, berichten Christine Henninghausen und Frank Schwab in ihrer Studie "Evolutionäre Medienpsychologie". Der Beitrag erschien im aktuellen Reader "Die menschliche Psyche zwischen Natur und Kultur".
Mangelnde Empathie kann Internetsucht begünstigen: Interkulturelle Studie aus Ulm und Bonn
Immer mehr Menschen vernachlässigen Arbeit und Privatleben, um im Internet in sozialen Netzwerken aktiv zu sein oder Online-Spiele zu "zocken". Warum manche Menschen und besonders Jugendliche möglicherweise anfälliger für diese Abhängigkeit vom Internet sind und warum das Phänomen häufiger in asiatischen Ländern aufzutreten scheint, ist noch nicht völlig geklärt. Wissenschaftler um den Ulmer Molekularpsychologen Professor Christian Montag haben nun untersucht, ob Persönlichkeitseigenschaften wie mangelnde Empathie oder der kulturelle Hintergrund die Neigung zu Internetsucht potenziell begünstigen. Für ihre Studie befragten sie über 600 Studierende in Deutschland und China.
Teilstationäre Rehabilitation: Unbeliebt, belastend und kommunikationsfeindlich
Wann ist eine Verhaltenstherapie oder medizinische Rehabilitation stationär sinnvoll? Und wann ist sie ambulant optimal? Professor Dr. Manfred Zielke und Kollegen haben die unterschiedlichen Indikationen bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen hinterfragt - und in einem Fachbuch dokumentiert.
Cannabis stimuliert keine Gewalt. "In 20 Jahren als Jugendrichter und mehr als 12.000 Verfahren habe ich keinen Fall gesehen, in dem schwere Straftaten wie Körperverletzung oder Vergewaltigung von Cannabis ausgelöst worden wären," betont Andreas Müller (Bernau b. Berlin) im 2. Alternativen Drogen- und Suchtbericht 2015. Als Gewaltauslöser sieht der Jurist "fast immer Alkohol, vielleicht in Kombination mit Amphetaminen oder Kokain."
Eine Barriere gegen das Altern von Stammzellen des Gehirns
Lebenslang bildet das Gehirn aus Stammzellen neue Nervenzellen. Im Alter nimmt die Fähigkeit zur Regeneration allerdings stark ab. Forschende der Universität Zürich haben nun einen neuen Mechanismus entdeckt, dank dem Stammzellen relativ lange Zeit frei von Schäden durch Alterung bleiben. Eine Diffusionsbarriere reguliert während der Zellteilung beispielsweise die Verteilung defekter Eiweisse.
Should I stay or should I go? On the importance of aversive memories and the endogenous cannabinoid
Memory is not a simple box of souvenirs; it is also, and most importantly, a safety system for organisms. With the help of negative memories, known as "aversive" memories, we can avoid a threat that we have already confronted. Researchers from Inserm and University of Bordeaux have just discovered that the cannabinoid receptors of the brain control these memories that are crucial for survival. This study is published in Neuron.
Umgang mit Flucht nach Deutschland - notwendige politische Maßnahmen aus sozialpsychologischer Sicht
Prof. Dr. Ulrich Wagner, Sozialpsychologe an der Universität Marburg und Initiator eines offenen Briefes an die Bundekanzlerin und die parlamentarischen Vertretungen des Bundes und der Länder, im Interview mit der Deutschen Gesellschaft für Psychologie.
Wer im Berufsleben älter als 55 Jahre ist, hat oft nicht nur mit ersten Alterserscheinungen sondern auch mit Vorurteilen seitens der Kollegen zu kämpfen. Das erschwert den Austausch von neuen Ideen und Erfahrungswissen zwischen Jung und Alt. Wie das Potenzial altersgemischter Arbeitsteams in mittelständischen Unternehmen optimal ausgeschöpft werden kann, haben Forscherinnen und Forscher vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung in Kooperation mit Hochschulpartnern und mittelständischen Unternehmen nun untersucht.