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Wirtschaftspsychologie: Überlange Arbeitszeiten sind ungesund und unwirtschaftlich

Wirtschaftspsychologie: Häufig wird eine Verlängerung des Arbeitstags über acht Stunden hinaus und eine Reduzierung der Arbeitstage pro Woche gewünscht. Dr. Beate Beermann (Bundesanstalt für Arbeitsschutz) rät dringend davon ab. Sie analysiert gemeinsam mit 20 weiteren WissenschaftlerInnen unterschiedliche Arbeitsmodelle - veröffentlicht in dem interdisziplinären Reader "Aspekte der Arbeitspsychologie in Wissenschaft und Praxis".

 

 

Weniger vernetzte Gehirne sind intelligenter

Je intelligenter ein Mensch ist, desto weniger vernetzt sind die Nervenzellen in seiner Großhirnrinde. Zu diesem Ergebnis kommen Neurowissenschaftler um Dr. Erhan Genç und Christoph Fraenz von der Ruhr-Universität Bochum nach einer Studie mit einer besonderen Form der Magnetresonanztomografie, die Einblicke in die mikrostrukturelle Verschaltung des Gehirns erlaubt. Das Team der Bochumer Arbeitseinheit Biopsychologie berichtet über die Ergebnisse gemeinsam mit Kollegen der University of New Mexico in Albuquerque, der Humboldt-Universität Berlin und des Lovelace Biomedical and Environmental Research Institute in Albuquerque in der Zeitschrift "Nature Communications" vom 15. Mai 2018.

Parodontitis verhindern - Rauchen verursacht 40 Millionen schwere Parodontitisfälle

Wer Parodontitis verhindern will, sollte nicht rauchen. In einer Studie haben Zahnmediziner der Charité - Universitätsmedizin Berlin, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel die Zahl der Parodontitisfälle weltweit berechnet, die auf Zigaretten zurückzuführen ist. Auffällig dabei sind deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Die Studienergebnisse sind im Journal of Clinical Periodontology* erschienen.

Evidenzbasierte Angehörigenintegration: Lösungsmöglichkeiten für ein drängendes Problem

In Kliniken und im ambulanten Bereich werden die Zeiten für die Behandlung immer knapper; d.h. die Verantwortung der Patienten und ihrer Angehörigen wächst immer mehr. Daher sind Pflegende und Ärztinnen/Ärzte zunehmend gefordert, Angehörige in die Behandlung zu integrieren. Prof. Dr. Wolfgang George und Kollegen beschreiben in ihrem Reader "Evidenzbasierte Angehörigenintegration" gelungene Modelle.

 

 

Migranten: Flucht aus der Selbstwertkrise in ein grandioses Überlegenheitsgefühl

Migranten wirken häufig verhaltensgestört, vielleicht auch größenwahnsinnig - und werden entsprechend kategorisch diagnostiziert. Doch die Einschätzung kann krass fehlerhaft sein: Möglicherweise entspricht das "befremdliche" Verhalten dem normalen kulturellen Kontext des Heimatlandes. Oder eventuell leidet der Migrant unter einer akuten Traumafolge-Störung. Unter Umständen kann auch eine schwere Depression aktualisiert worden sein. Oft kommen mehrere Komponenten zusammen. Einen differenzierenden Einblick bieten Dr. Iris Calliess und Prof. Dr. Wielant Machleidt in ihrem Beitrag zum Übersichtswerk "Persönlichkeitsstörungen im therapeutischen Alltag".

Selbstverstümmelung: Warum Gesunde sich nach einer schweren Behinderung sehnen

Die Störung ist selten, absurd und ausweglos: Körperlich gesunde Menschen wollen ein Bein oder einen Arm oder ihr Genital verlieren, querschnittgelähmt werden oder blind oder taub. Sie akzeptieren ihren gesunden Körper nicht, sie hassen ihn - und oft verstümmeln sie ihn. Psychologen, Psychiater und Betroffene analysieren die Körperintegritäts-Identitätsstörung in einem Aufsatzband. Er trägt als Titel die englischsprachige Originalbezeichnung der Störung: Body Integrity Identity Disorder (BIID).

Transplantation: Warum Gesunde freiwillig eine Niere spenden

Transplantation: Die Bedeutung der Lebendspende hat zugenommen. In der Mehrheit der Fälle ergreift die Spenderin/der Spender die Initiative, gelegentlich gibt der Arzt die Anregung, nur in den seltensten Fällen bittet der Patient um ein Organ. Viele nierenkranke Patienten zögern, das Organangebot eines Angehörigen anzunehmen, berichten Dr. Denise Overkamp und Prof. Dr. Fritz Muthny in ihrem Beitrag zum Standardwerk "Psychonephrologie".

BAuA veröffentlicht Brochüre "Arbeitswelt im Wandel 2018"

"Arbeitswelt im Wandel". Einmal im Jahr fasst die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) unter diesem Titel aktuelle Trends der Ar-beitswelt zusammen. Mit vielen anschaulichen Grafiken informiert die kompakte Broschüre Praktiker des Arbeitsschutzes und die interessierte Öffentlichkeit gleichermaßen. Basierend auf dem Bericht "Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2016" (SuGA 2016) informiert die Broschüre über Zahlen, Daten und Fakten in Sachen Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Dabei bildet sie Themen wie Erwerbstätigkeit, Arbeitsbedingungen oder den demografischen Wandel einfach und verständlich ab.

Inkontinzenz: Ein neues Sensorsystem soll Betroffene und Pflegende zügig warnen

Mehr als fünf Millionen Menschen in Deutschland sind von Inkontinenz unterschiedlicher Art betroffen. Viele nehmen ihre Ausscheidung kaum, verspätet oder überhaupt nicht wahr. Eine Arbeitsgruppe der Hochschule Furtwangen (Baden-Württemberg) hat einen miniaturisierten Geruchssensor entwickelt, der Betroffene oder Pflegende kurzfristig via Smartphone warnt. Professor Dr. Dirk Benyoucef, Vera Kallfaß und Kollegen berichten über die Neuentwicklung im aktuellen Reader "Assistive Systeme und Technologien zur Förderung der Teilhabe für Menschen mit Hilfebedarf".

Dr. Knut Hoffmann übernimmt dgsgb-Vorstandsvorsitz und eröffnet im Mai die Special Olympics in Kiel

Seit Anfang letzter Woche ist der stellvertretende Ärztliche Direktor der LWL-Universitätsklinik Bochum für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventivmedizin im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), Dr. Knut Hoffmann, Vorstandsvorsitzender der dgsgb - Deutsche Gesellschaft für Seelische Gesundheit bei Menschen mit geistiger Behinderung e.V. In dieser Funktion wird er Mitte Mai im Rahmen der Eröffnung der Special Olympics 2018 in Kiel ein Abkommen zur Förderung der seelischen Gesundheit von Atlethen mit geistiger Behinderung unterzeichnen.




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