Wirtschaftspsychologie: Was „färbt“ unsere Kaufentscheidungen?
Optische Ähnlichkeiten zu bewährten Marken, Rabattaktionen oder Produkte, die im Supermarktregal auf Augenhöhe liegen: Die Werbepsychologie kennt allerhand Kniffe und Tricks, wie Konsumenten auf den „ersten Blick“ von Produkten eingenommen werden können. Prof. Dr. Thomas Bäumer und Kolleginnen der Hochschule für Technik in Stuttgart haben herausgefunden, dass auch bestimmte Farben im Umfeld eine Produktes Einfluss auf eine kurzfristige Kaufentscheidung haben – ihre Ergebnisse veröffentlichten sie in „Wirtschaftspsychologie“, Ausgabe 1/2-2019.
Was hilft gegen Prüfungsangst? Anlässlich der bevorstehenden Prüfungen zum Physikum für Medizinstudierende gibt Psychotherapeut Prof. Jörg Frommer von der Universitätsmedizin Magdeburg Empfehlungen. Demzufolge ist es sinnvoll, in einer Gruppe zu lernen und sich im Vorfeld negative Erfahrungen etwa aus der Kindheit bewusst zu machen. Von der Idee, sich seinen Prüfer nackt vorzustellen, hält er hingegen wenig.
Traumatischer Stress in der Seefahrt: Empfehlungen für die Bewältigung von Extrembelastungen
Die Piraterie hat Hochkonjunktur: Das ICC International Maritime Bureau registrierte im ersten Halbjahr 2019 weltweit 78 bewaffnete Überfälle auf Schiffe; das ICC schätzt, dass weitere ca. 80 Piraterieverbrechen nicht gemeldet wurden. Wie können Besatzungen mit der lebensbedrohlichen Kriminalität und den anschließenden Traumafolgen umgehen? Dr. Tim Rademacher und Prof. Dr. Manfred Zielke geben konkrete Empfehlungen in ihrem "Curriculum für nautisches Führungspersonal zur Krisenintervention nach Extrembel
Lungenkrebs ist die häufigste Krebstodesursache in Deutschland mit mehr als 40.000 Todesfällen pro Jahr. Dabei sind die diagnostischen Möglichkeiten zur raschen Erkennung und genauen Einordnung der verschiedenen Lungenkrebsarten sowie die Therapieoptionen in den letzten Jahren entscheidend verbessert worden. Nicht zu vergessen ist die Prävention von Lungenkrebs durch die Bekämpfung des Tabakrauchens als Hauptursache des Bronchialkarzinoms. Deshalb ist es wichtig, die Bevölkerung über Bedeutung und Ursachen, über Möglichkeiten der Früherkennung und der Behandlung im Rahmen der Zentralveranstaltung des Lungentages am 31.08.2019 in Potsdam und vieler regionaler Veranstaltungen zu informieren.
Obwohl wir einen fast unbegrenzten Zugang zu Informationen haben, werden wir immer wieder davon überrascht, wie sehr wir unsere soziale und gesellschaftliche Umgebung falsch einschätzen. In einem gerade erschienenen Aufsatz in Nature Human Behaviour hat eine Forschergruppe die persönlichen Netzwerke, in denen wir uns befinden, als Haupteinfluss auf unsere Einschätzung ausfindig gemacht. Denn diese verstellen uns den Blick auf die tatsächliche Verteilung von gesellschaftlichen Ansichten und Verhalten.
Sei es der Ausgang von Wahlen, sei es die Einschätzung von Einstellungen gegenüber gesellschaftlichen Bereichen wie Gesundheit, Umwelt oder auch das Recht auf Asyl, unsere Wahrnehmungsverzerrung zeigt sich besonders bei gesellschaftlich strittigen Themen. Es gibt zwar in der Psychologie eine lange Reihe von Ansätzen, die diese Prozesse hinsichtlich verzerrter sozialer Wahrnehmung erklären, wie beispielsweise „Wishful thinking“ oder „soziale Projektion“, aber es gibt eine wesentlich...
Natürlich wollen alle Eltern ihr Kind vor Gefahren schützen. Fahren sie aber das Kind mit dem Auto zur Schule, bewirken sie möglicherweise das Gegenteil, warnt die Stiftung Kindergesundheit in einer aktuellen Stellungnahme: Auf dem Weg zur Schule verunglücken nämlich mehr Kinder im Auto der Eltern als Kinder, die zu Fuß dorthin unterwegs sind. Es gibt aber noch mehr Gründe, die Kinder – immer wenn es möglich ist – zu Fuß zur Schule zu schicken, betont die Stiftung Kindergesundheit. Sie hat zur Planung eines sicheren Schulweges wichtige Empfehlungen zusammengestellt.
Psychologen der TU Dresden haben PandaMom – ein internetbasiertes Selbsthilfe-Programm für werdende Mütter zur Förderung des Wohlbefindens im Zeitraum rund um die Geburt und im ersten Jahr danach entwickelt
Erstmals früher Schritt der zellulären Störung bei Alzheimer erkannt
Überaktive Nervenzellen in bestimmten Hirnbereichen gelten als eine frühe Erscheinung bei Alzheimer. Erstmals gelang es einem Team der Technischen Universität München (TUM) die Gründe und Mechanismen dieses anfänglichen und damit wichtigen Schritts grundlegend aufzuklären. Der aktivierende Hirnbotenstoff Glutamat kann nicht schnell genug abtransportiert werden und verstärkt somit krankhafte die Erregung von Nervenzellen. Diese Störung ist wahrscheinlich entscheidend für die eingeschränkte Lern- und Merkfähigkeit der Erkrankten.
Wirtschaftspsychologie: Smartphone zeitweise abschalten und psychische Belastungen reduzieren
Wirtschaftspsychologie: Das Smartphone kann nachweislich die persönliche Autonomie, die soziale Identität, den sozialen Status, die Konnektivität und die Arbeitsleistung des Nutzers stärken. Damit kann das Smartphone auch anderseits seinen Nutzer psychisch abhängig machen und kontinuierlichen Stress erzeugen. Eine Studie der International School of Management (Hamburg) belegt, dass bewusste Smartphone-Auszeiten sowohl den Stress als auch das Abhängigkeitspotential reduzieren können. Cassandra Tyana Zinn und Professorin Dr. Ute Rademacher veröffentlichen ihre experimentelle Untersuchung in der unabhängigen Fachzeitschrift Wirtschaftspsychologie (1/2-2019).
Neurodermitis im Internet: Dr. med. YouTube ist ein Quacksalber
Das Internet ist geflutet von fragwürdigen alternativen Therapieangeboten zur Neurodermitis - "häufig Tees, Tinkturen oder Wunderdrogen", allesamt zu hohen Preisen. "Wir möchten zu allerhöchster Vorsicht raten," schreiben der Kinderarzt Dr. Rüdiger Szczepanski und Kollegen (Osnabrück) in ihrem Buch "Neurodermitis - das juckt uns nicht". Das Paperback enthält zwei separate Ratgeber: einen für betroffene Kinder, einen anderen für ihre Eltern.