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Medikation bei Migräne und Depression - Gefahr von ungünstigen Wechselwirkungen?

Sowohl Migräne als auch eine Depression sind sehr häufige Erkrankungen. In Deutschland leiden nach Expertenmeinung rund acht Millionen Menschen an einer Migräne. An Depressionen leiden innerhalb eines Jahres etwa acht Prozent der Bevölkerung - das sind etwa 6,8 Millionen Menschen. Außerdem besteht bei Migräne ein zwei- bis vierfach erhöhtes Risiko, gleichzeitig mit einer Depression oder einer generalisierten Angsterkrankung einherzugehen.

Studienaufruf - Musiktherapie bei akutem Tinnitus

Seit Januar 2012 wird am Deutschen Zentrum für Musiktherapieforschung in Heidelberg eine Studie durchgeführt, in der eine neuro-musiktherapeutische Behandlung gegen akuten Tinnitus klinisch überprüft wird. Diese Therapie findet in Form einer fünftägigen Kompakttherapiewoche (Mo bis Fr) statt und richtet sich gezielt an diejenigen Patienten im Akutstadium ihres Tinnitus, denen die medizinische Erstversorgung nicht helfen konnte. Die Behandlung ist eingebettet in eine umfassende Diagnostik, die unter anderem auch zwei bildgebende Untersuchungen im Kernspintomographen (MRT) enthält.

Neuer Ansatz bei der Diagnose und Therapie von Demenzerkrankungen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Charité - Universitätsmedizin Berlin ist es gelungen, einen neuartigen Therapieansatz bei Demenzerkrankungen vorzuschlagen. Die in der Fachzeitschrift Neurology* veröffentlichte Studie zeigt, dass Immunreaktionen gegen körpereigene Nervenzellen Ursache für fortschreitende Demenzerkrankungen sein können und dass eine entsprechende immunsuppressive Therapie große Wirksamkeit entfalten kann.

Charakterstärken trainieren macht glücklich

Wer Charakterstärken trainiert, steigert sein Wohlbefinden. Dies ist das Ergebnis einer breit angelegten Studie eines Psychologenteams der Universität Zürich. Erstmals wurde darin nachgewiesen, dass ein solches Training wirkt. Den grössten Effekt zeigte dabei das Trainieren der Stärken «Neugier», «Dankbarkeit», «Optimismus», «Humor» und «Enthusiasmus».

Ein Drittel aller Erwachsenen in Deutschland leidet an einer psychischen Störung

Der Frage nach den häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland ging ein Psychologenteam der TU Dresden unter Leitung von Professor Hans-Ulrich Wittchen im Rahmen eines umfassenden Forschungsprojektes des Robert Koch-Institutes (RKI) nach. Gemeinsam mit den anderen Studienergebnissen des neuen Gesundheitsuntersuchungssurveys für Erwachsene wurden am 14. Juni 2012 in Berlin die ersten Ergebnisse veröffentlicht.

Suizid im Gefängnis: Prävalenz und Risikofaktoren

Die Totalerhebung von Suizidfällen in Gefängnissen der Jahre 2000 bis 2006 von Katharina Bennefeld-Karsten vom Kriminologischen Dienst am niedersächsischen Justizvollzug Celle ist bis heute in ihrer Art einzigartig. Nach jahrelanger intensiver Recherche hat die Autorin in ihrem Buch "Ausgeschieden durch Suizid - Selbsttötungen im Gefängnis" Fakten, Hintergründe, Risikofaktoren und Präventionsansätze veröffentlicht.

Arbeitsbuch Täterhilfe: Therapiemotivation von Sexualstraftätern fördern

"Eine Therapie verlangt Einsatz. Sie läuft nicht von alleine", das trifft auch besonders auf die Behandlung von Sexualstraftätern zu. Das "Arbeitsbuch Täterhilfe - Therapie bei sexuellem Missbrauch wurde von Kris Vanhoeck (Täterhilfetherapie in Brüssel, Belgien) und Els van Daele (wissenschaftl. Mitarbeiterin an der Rechtsfakultät Leuven, Belgien) für den Täter selbst geschrieben, kann aber von in Ausbildung befindlichen Therapeuten sowie Beratern und Therapeuten, die nicht auf Tätertherapie spezialisiert sind, sehr gut als Leitfaden für die Täterhilfe genutzt werden.

Pädophile Männer: Die "Missbrauchs-Missbraucher-Hypothese" trifft nicht zu

Für die von Dipl.-Psych. Horst Vogt veröffentlichte "Leipziger Studie zur gesellschaftlichen und psychischen Situation pädophiler Männer" ("Pädophilie", erschienen im Pabst-Verlag) wurden 72 primärpädophile Männer aus dem Dunkelfeld befragt. In dieser Studie wird unter Pädophilie keine Störung der Sexualpräferenz verstanden, sondern a priori eine primäre sexuelle Orientierung auf präpubertäre Kinder, die bereits in der Kindheit festgelegt ist.

Neues Licht für helle Köpfe

Osram-Beleuchtungsstudie in Ulm zeigt positive Effekte bei kognitiven Leistungen von Schülern: Von November 2011 bis Februar 2012 führte das ZNL (TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen) gemeinsam mit dem Lichthersteller Osram an zwei Ulmer Schulen eine Studie zur Auswirkung von Licht auf die Leistungsfähigkeit von Schülern durch. Ziel war es, herauszufinden, ob dem Tageslicht nachempfundene Beleuchtung eine Steigerung der Aufmerksamkeit und der kognitiven Leistungen der Schüler bewirken kann. Die Ergebnisse sind durchweg positiv.

Zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2012 - Rauchen ist die häufigste vermeidbare Todesursache

Derzeit raucht in Deutschland noch immer fast jeder dritte Erwachsene ab 18 Jahre (30 Prozent). Besonders hoch ist die Raucherquote bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren. In dieser Altersgruppe greifen 38 Prozent der Frauen und 43 Prozent der Männer regelmäßig zur Zigarette. Darauf macht die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Vorfeld des Weltnichtrauchertages am 31. Mai aufmerksam. "Jeden Tag sterben in Deutschland mehr als 300 Menschen an den Folgen ihres Tabakkonsums. Damit ist das Rauchen die häufigste vermeidbare Todesursache", erklärt BZgA-Direktorin Prof. Dr. Elisabeth Pott.




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