Düsseldorf: Molekulares Verständnis der Synapsenschädigung erweitert
Innovative Forschung zu den Ursachen der Alzheimer Erkrankung ist von herausragender Bedeutung, da die Zahl der Patienten mit Alzheimer Demenz auch weiterhin drastisch zunehmen wird. Um bisher fehlende wirksame Therapien möglichst bald entwickeln zu können, ist ein grundlegendes Verständnis der bei dieser Erkrankung ablaufenden pathophysiologischen Prozesse dringend erforderlich. Düsseldorfer Neurowissenschaftler des Instituts für Neuro- und Sinnesphysiologie haben nun in Zusammenarbeit mit dem Institut für Neuropathologie das molekulare Verständnis der Synapsenschädigung bei Alzheimer erweitert.
Bipolare Störungen: Standards in Diagnostik und Therapie
Die erste evidenz- und konsensbasierte S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie Bipolarer Störungen für Deutschland wurde im Mai 2012 veröffentlicht. Die Besonderheit: Die Leitlinie ist unter Mitarbeit der Patienten- und Angehörigenverbände entstanden.
Für eine Patientenbefragung zum Stand der ambulanten Psychotherapie in Deutschland hat eine Arbeitsgruppe um den Leipziger Prof. Elmar Brähler, Leiter der Universitätsabteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie, den mit 10.000 Euro dotierten Heigl-Preis 2012 erhalten.
Zehn Säulen, auf denen Sie sich ein erfolgreiches Leben bauen können: das Smarter-Life-Programm
Patentrezepte, um die Insel der Glückseligen zu finden, können Maiwald & Liebhard nicht anbieten, jedoch eine Art Leitfaden und ein Coaching-Programm zwischen zwei Buchdeckeln. Dipl.-Psych. Josef Maiwald, seit mehr als 20 Jahren als Coach für Unternehmen und Führungskräfte tätig, sowie Ute Liebhard, Heilpädagogin, Lach- und Entspannungstherapeutin, tragen in ihrem Buch "Smarter Life. Zehn Säulen für ein erfolg-reiches Leben" Bausteine und Pläne zusammen, um dem Leser zu helfen, "seines Glückes Schmied" zu werden. Die zehn Säulen, auf denen der Leser sein Glück bauen kann, werden erklärt und in die Praxis transferiert, während z. B. Trägheit, Fachidiotie und Regelungswut als typische "Smart-Verderber" aufgedeckt werden.
Intensive Computer-Nutzung kann zu Schäden führen, die Suchtgefahren sind hochriskant. So folgenschwer die Problematik bei einer Minderheit sein kann, so erfreulich ist der Effekt bei einer Mehrheit: "Jungen, die den Computer intensiver nutzen, verbessern sich in ihren Befindlichkeitswerten meist nachhaltig", stellten Klaus Boehnke, Thomas Münch und Dagmar Hoffmann in einer Längsschnittstudie mit 393 Jugendlichen fest.
Seniokratie: Kriminalroman zur Verjüngung der Gesellschaft
"Wir sind dabei, uns in eine Seniokratie zu verwandeln. Durch die schieren Mehrheitsverhältnisse wird unsere Gesellschaft erdrückt vom Senilen, Morbiden, Kranken." Dem Gespenst folgt gleich ein zweites: "Was würde passieren, wenn die alten Äste nicht aus den Bäumen geschnitten würden? Die jungen Triebe könnten nicht wachsen." Daraus folgt eine Korrektur der Generationen-Disproportion - als politische und ärztliche Aufgabe. Ein Horrorszenario, das die Fachärztin für Psychiatrie Dr. Monika Vogelgesang zu einem Kriminalroman verarbeitet hat.
Psychologie: Aggressive Mädchen verhalten sich mitfühlend, aggressive Jungs bleiben auf Distanz
Bereits in früher Kindheit unterscheidet sich die soziale Responsivität von Mädchen und Jungen deutlich. "Mädchen zeigen mehr mitfühlend-tröstende und weniger vermeidende Reaktionen", stellte Dr. Jutta Kienbaum in einer empirischen Studie fest.
Die Politik ist gefordert: Versorgungslage psychischer Erkrankungen ernst nehmen
Das Gesundheitssystem muss sich in Zukunft auf eine wachsende Zahl von Behandlungen psychisch kranker Menschen einstellen. Die Ursachenforschung und Prävention werden immer wichtiger.
Entlastung für Angehörige von Demenzkranken gefordert
Weder das Gesundheitssystem noch die Forschung bieten bisher ausreichende Lösungen an, um Angehörige bei der Versorgung von Demenzkranken zu entlasten. Das ist eine erste Erkenntnis aus der DelpHi-MV Studie (Demenz - lebenswelt- und personenzentrierte Hilfen in Mecklenburg-Vorpommern). Dieses und weitere Ergebnisse diskutieren heute (23. Mai 2012) Forscher in Greifswald auf einem Symposium mit Akteuren aus der Praxis. "Wir möchten einen nahen Austausch aller Beteiligten aus Versorgung und Forschung", so Professor Wolfgang Hoffmann, Leiter der Studie. Nur so sei gewährleistet, dass die Herausforderungen der Routineversorgung in der Forschung ausreichend berücksichtigt würden.
Sucht: Drogenkonsum führt zur Prostitution - und Prostitution führt zum Drogenkonsum
"Um die Sucht zu finanzieren, ist die Prostitution notwendig, und um die Prostitution auszuhalten, wird zum Suchtmittel gegriffen." Das "Jahrbuch Sucht 2012" bestätigt, dass diese 25 Jahre alte Feststellung der damaligen Familienministerin Rita Süßmuth nach wie vor zutrifft.