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Psychologie der Führung: Ein erfolgreicher Chef benötigt kein Statussymbol

Führungskräfte unterliegen häufig einem irrigen Rollen- und Selbstverständnis. Ebenso häufig begegnen sie ebenso irrigen Erwartungen aus ihrer Umwelt. Hier entsteht ein heimliches Drehbuch der Führung - oft eine Kette von Missverständnissen - mit evtl. verhängnisvollen Folgen. Dr. Felix Frei, Diplompsychologe und Consultant in Zürich, nennt in seinen "Führungsbriefen" die häufigsten Missverständnisse.

Jürgen Margraf ist neuer Präsident der DGPs: Psychologenverband wählt Forscher der Ruhr-Universität

Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie e.V. (DGPs) hat am 26. September 2012 den Bochumer Wissenschaftler Prof. Dr. Jürgen Margraf zu ihrem neuen Präsidenten und Nachfolger von Prof. Dr. Peter A. Frensch gewählt. Neue Vizepräsidentin wurde Prof. Dr. Andrea Abele-Brehm (Universität Erlangen-Nürnberg). Als zweiter Vizepräsident wurde Prof. Dr. Gerhard Stemmler (Philipps-Universität Marburg) im Amt bestätigt.

Suchttherapie: Glücksspiel-Industrie nutzt kognitive Verzerrungen der Spieler

Casinos und andere Betreiber von Glücksspielen unterstützen ihre Kunden möglichst hochfrequent in allen Bereichen des magischen Denkens und der kognitiven Verzerrungen. Dies sichert das finanzielle Glück der Betreiber. Deren psychologisch ausgeklügelte Tricks beschreibt der Ex-Croupier und Suchttherapeut Dr. Anton Kampusch (Anton Proksch Institut Wien) in der Fachzeitschrift "Rausch - Wiener Zeitschrift für Suchttherapie".

Bewerbungsgespräche: häufig Suggestionen, Verzerrungen, Verwechslungen

Personaler führen ihre Bewerbergespräche häufig mangelhaft, kritisiert Professor Dr. Karl Westhoff (Technische Universität Dresden). Beispiel: Viele Interviewer wollen ihre Gesprächspartner schnell auf den Punkt kommen lassen und stellen daher Suggestivfragen. Dieses Risiko "wird vielfach unterschätzt, da die Suggestion so subtil sein kann, dass der Fragende sie selbst nicht bemerkt, der Interviewte aber sehr wohl darauf reagiert." In seinem Handbuch "Das Entscheidungsorientierte Gespräch" beschreibt der Diagnostik-Spezialist konkret und en detail die optimale Führung eines professionellen Eignungsinterviews. Der Band wird heute auf der Messe Personal in Köln vorgestellt.

Teamqualität steigern: Organisationspsychologische Messverfahren stehen teilweise gratis zur Verfügung

Teamleistung und Kommunikation werden häufig beanstandet; bei der Bewertung und Behandlung der Problematik wird jedoch meist mit laienhaften Maßnahmen reagiert, obwohl wissenschaftlich fundierte Diagnoseinstrumente zur Verfügung stehen. In vielen Fällen werden die organisationspsychologischen Tests von ihren Machern kontinuierlich fortentwickelt und stehen den Nutzern unentgeltlich zur Verfügung. Werner Sarges und Kollegen haben die insgesamt 39 interessantesten Tools zusammengestellt: Das Handbuch wirtschaftspsychologischer Testverfahren, Band II., Organisationspsychologische Instrumente, wird heute während der internationalen Messe Personal in Köln präsentiert.

Testverfahren in der Wirtschaftspsychologie: Geeignete Spitzenmanager erkennen, ungeeignete ausschließen

Arbeitszeugnisse verlieren immer mehr an Aussagekraft und Verlässlichkeit. Damit steigt die Notwendigkeit, BewerberInnen seriös zu testen. Die Wirtschaftssychologen Prof. Dr. Werner Sarges (Hamburg) und Prof. Dr. Heinrich Wottawa (Bochum) stellen in ihrem "Handbuch wirtschaftspsychologischer Testverfahren I." die 140 geeigneten Tests detailliert vor. Das Handbuch wird heute während der Messe Personal in Köln vorgestellt.

Wirtschaftspsychologie: Beschäftigte sollen den Zeitbedarf selbst errechnen

Wie lassen sich Personalbemessung und Zeitbedarf bei Humandienstleistungen adäquat berechnen? Der führende Wirtschaftspsychologe Professor Dr. Winfried Hacker (Dresden) schlägt eine partizipative Planung der Beteiligten vor und rät von der Einschaltung fremder Arbeitswirtschaftler ab. Letzteren sind beispielsweise für die Altenpflege unrealistische Zeitvorgaben zu verdanken: Entsorgen von Ausscheidungen bzw. Inkontinenzartikeln in zwei Minuten, An- und Ablegen von Prothesen in vier Minuten. In seiner Monografie "Arbeitsgegenstand Mensch" analysiert Hacker moderne Humandienstleistungen. Das Buch wird morgen während der Messe Personal in Köln vorgestellt.

Schizophrenie: Chancen der Frühintervention bisher meist ungenutzt

"Es ist an der Zeit, Primärprävention auf die psychische Gesundheit anzuwenden und ihre Modelle in die psychologische Medizin, vorrangig in die Psychiatrie, zu integrieren," fordert Professor Dr. Wielant Machleidt (Hannover). Er hofft auf eine "neue Generation von Sozialpsychiatern mit neuen Ideen und Querdenker-Qualitäten, die diesen Pioniergeist in die Psychiatrie einbringen."

Kinder, die nicht akzeptiert wurden, verfallen häufig in depressive Persönlichkeitsstörungen

Die depressive Persönlichkeitsstörung wurde bereits im griechischen Altertum beschrieben - allerdings nicht vollständig als Krankheit gesehen. "Aristoteles fand, dass alle Menschen, die in der Philosophie, Politik, Poesie oder Kunst herausragende Leistungen vollbringen, eine melancholische Persönlichkeit haben." Als Ursache der Störung wird in der aktuellen Psychotherapie-Forschung "ein interpersonaler, bedeutsamer Verlust in einem frühen Alter angenommen", berichten Daniela Victor und Christoph Mundt.

Geldspielautomaten: Öffentliche Hand und Betreiber gewinnen immer mehr

Geld- und Gewinnspiele bedeuten für Abhängigkeitskranke und ihre Angehörigen den Ruin, für die öffentlichen Kassen in Deutschland jedoch ein zunehmend profitables Geschäft: 1,3 Milliarden Euro Jahreseinnahmen stehen weniger als 300 Millionen Euro Kosten gegenüber, berichten Professor Dr. Dr. Franz Peren und Kollegen (Bonn) in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Rausch".




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