Maßregelvollzug in der Kritik: Psychisch kranke Menschen in der forensischen Psychiatrie
Ungeachtet großer Fortschritte in der medizinischen und psychosozialen Therapie sowie der sehr niedrigen Rückfallraten bei Straftaten sieht die Öffentlichkeit die Behandlung im psychiatrischen Maßregelvollzug eher skeptisch. Berichte über Entweichungen, angezweifelte Gutachten und seltene Zwischenfälle bestimmen zu Unrecht das Bild in der Öffentlichkeit. Auch Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie in der Forensik stehen aktuell vermehrt in der Kritik. Dabei setzt die DGPPN schon seit vielen Jahren mit dem Schwerpunkt Forensische Psychiatrie und Psychotherapie auf eine qualitativ hochwertige, zertifizierte Fortbildung und fordert eine Reform des Maßregelrechts.
Sozialer Status und Handlungsmacht eines Sprechers beeinflussen Wahrnehmung seiner Aussagen
Die reelle Position eines Sprechers im Machtgefüge einer Gesellschaft entscheidet darüber, wie seine Äußerungen von Zuhörern wahrgenommen werden. Dies ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie der Neurolinguistin Prof. Dr. Ina Bornkessel-Schlesewsky von der Philipps-Universität Marburg und des Sprachwissenschaftlers Univ.-Prof. Dr. Matthias Schlesewsky von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) mit Unterstützung von Sylvia Krauspenhaar, die im Rahmen ihrer Tätigkeit in der Forschergruppe "Neurotypologie" am Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften an der Untersuchung mitgewirkt hat. Die Studie "Yes, you can? A speaker's potency to act upon his words orchestrates early neural responses to message-level meaning" erscheint am 24. Juli 2013 im frei zugänglichen Wissenschaftsjournal PLOS ONE.
Wissenschaftler aus Cambridge und Düsseldorf haben untersucht, wie man einer schnellen Versuchung widerstehen kann: Willenskraft allein ist ein schlechter Helfer. Man sollte sich besser von vorneherein selbst beschränken, also Versuchungen gar nicht erst an sich heran lassen. Sie beobachteten dazu in einem Experiment die Hirnaktivität von Männern, die sich erotische Bilder anschauen konnten. In der aktuellen Ausgabe der renommierten Zeitschrift Neuron stellen sie ihre Ergebnisse vor.
Brain research shows psychopathic criminals do not lack empathy, but fail to use it automatically
Criminal psychopathy can be both repulsive and fascinating, as illustrated by the vast number of books and movies inspired by this topic. Offenders diagnosed with psychopathy pose a significant threat to society, because they are more likely to harm other individuals and to do so again after being released. A brain imaging study in the Netherlands shows individuals with psychopathy have reduced empathy while witnessing the pains of others. When asked to empathize, however, they can activate their empathy. This could explain why psychopathic individuals can be callous and socially cunning at the same time.
Many people complain about poor sleep around full moon. Scientists at the University of Basel in Switzerland now report evidence that lunar cycles and human sleep behavior are in fact connected. The results have been published in the journal «Current Biology».
Zwangsbehandlung durch veränderte Prioritätensetzung verhindern
Ärztliche Zwangsmaßnahmen verletzen die Autonomie und Integrität von Menschen. Sie stellen Eingriffe in die Grund- und Menschenrechte dar und bedürfen daher besonderer ethischer und rechtlicher Grundlagen. Nach mehreren höchstrichterlichen Urteilen und einer Anpassung des Betreuungsrechts, hat nun die von der Bundesärztekammer eingesetzte Zentrale Ehtikkommission (ZEKO) eine Stellungnahme zum Thema Zwangsmaßnahmen vorgelegt. Sie geht in ihren Feststellungen deutlich über die aktuellen gesetzlichen Regelungen hinaus. Die DGPPN begrüßt viele der Vorschläge, sieht aber noch weiteren Handlungsbedarf.
Controversy exists over what some mental health experts call "hypersexuality," or sexual "addiction." Namely, is it a mental disorder at all, or something else? It failed to make the cut in the recently updated Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, or DSM-5, considered the bible for diagnosing mental disorders. Yet sex addiction has been blamed for ruining relationships, lives and careers.
Dauerhafte Partnerschaften kommen häufig nach dem Prinzip "Gegensätze ziehen sich an" zustande. Psychologische Alltagsmythen wie dieses kursieren hartnäckig, obwohl sie falsch sind oder zumindest in den meisten Fällen nicht zutreffen. So gilt für die meisten Partnerschaften "Gleich und Gleich gesellt sich gern", wie Forscher gezeigt haben. Die Psychologie-Online-Plattform "PsyWeb", an der Wissenschaftler mehrerer Hochschulen beteiligt sind, klärt über gängige Falschvorstellungen auf. Nach einem erfolgreichen Auftakt wird die Umfrage zu Mythen und Fakten der Psychologie nun fortgesetzt. Das PsyWeb-Team stellt 20 neu ausgewählte Mythen vor und fragt die Teilnehmer, wie sie deren Wahrheitsgehalt einschätzen. Anschließend gibt es eine wissenschaftlich fundierte Auflösung, was stimmt und was nicht.
HTA-Bericht: Beratung verringert Alkoholschäden bei Neugeborenen
Das fetale Alkoholsyndrom (FAS) ist die häufigste vermeidbare Behinderung bei Neugeborenen. Alleinige Ursache ist Alkohol während der Schwangerschaft. Wissenschaftler haben jetzt im Auftrag des DIMDI entsprechende Präventionsmaßnahmen analysiert und bewertet. Sie stellen fest, dass bereits mehrmalige kurze Beratungsgespräche die Abstinenz von Schwangeren steigern.
Psychische Gesundheit im Leistungssport: vorbeugen, erkennen, behandeln
Psychische Erkrankungen sind im Leistungssport genauso häufig wie in der Allgemeinbevölkerung. Doch für die Betroffenen ist manchmal die Hürde hoch, sich professionelle Hilfe zu holen. Denn Krankheiten wie Depressionen oder Angststörungen passen nicht in das Bild des souveränen und leistungsorientierten Athleten. Deshalb zeigt die DGPPN nun in einem umfangreichen Positionspapier Wege auf, wie durch gezielte Information, durch Forschung und durch spezialisierte Versorgung ein breites Verständnis in der Sportwelt erreicht wird.