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Präzise Prognose für Epilepsiepatienten

Wissenschaftler des Universitätsklinikums Bonn und des Max-Planck-Instituts für neurologische Forschung in Köln haben eine Methode entwickelt, mit der sich die Erfolgsaussichten eines operativen Eingriffs bei Schläfenlappenepilepsien präzise vorhersagen lassen. Die Trefferquote liegt bei mehr als 90 Prozent. Die Ergebnisse werden nun im Fachjournal "NeuroImage:Clinical" vorgestellt.

"Keiner fällt durchs Netz" - Frühe Hilfe für Familien wirkt

Die Unterstützung durch eine Familienhebamme hilft Eltern in schwierigen Lebenssituationen eine tragfähige Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen. Das konnten Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg mit einer Studie belegen, an der 302 Mutter-Kind-Paare teilnahmen, die alle als psychosozial belastet eingestuft wurden. Im Rahmen des Präventionsprogramms "Keiner fällt durchs Netz" wurde die Hälfte der Teilnehmerinnen durch eine Familienhebamme unterstützt, die zweite Hälfte fungierte als eine Kontrollgruppe. Nach einem Jahr zeigte sich, dass die Familienhebammen depressive Symptome bei jungen Müttern lindern und zu einer tragfähigen Beziehung zwischen Mutter und Kind beitragen können. Den deutlichsten Effekt konnten die Forscher bei der sozialen Entwicklung der Kinder feststellen - sie konnten ihre sozialen Fähigkeiten dem Alter entsprechend entfalten und interagierten stärker mit ihrer Umwelt. Die Ergebnisse sind im "Infant Mental Health Journal" erschienen.

Antiaggressivitätstraining in der Suchthilfe: oft notwendig und meist erfolgreich

"Ich kann mich nicht mehr ausdrücken, und ich fühle mich unterlegen oder an die Wand gestellt. Dann kommt der Gewaltausbruch." Dieses Selbstbild eines Suchtkranken stellt der Kriminologe und Therapeut Jürgen Fais (Köln) in den Mittelpunkt seines aktuellen Readers "Gewalt - Sprache der Verzweiflung. Vom Umgang mit Gewalt in der Suchthilfe".

Erholung im Schwarzwald: Zu wenige Toiletten, zuviele Touristen, "künstlich angelegter" Forst

Ferien in der Natur erhalten zunehmend gesellschaftliche Bedeutung und produzieren immer mehr Konfliktpotentiale. Einerseits werden wachsende ökologische Schäden evident, und anderseits fühlen sich Urlauber in ihren eigenen Ansprüchen beschränkt - durch andere Urlauber und durch die Bewirtschaftung der Natur. Dr. Carsten Mann hat die Konfliktpotenziale im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord untersucht und in der Fachzeitschrift "Umweltpsychologie" vorgestellt.

People with depression tend to pursue generalised goals

Researchers from the University of Liverpool have found that people with depression have more generalised personal goals than non-depressed people.

A study conducted by Dr Joanne Dickson, in the University’s Institute of Psychology, Health and Society, analysed the lists of personal goals made by people who suffered with depression and those who didn’t.

Multitasking und Arbeitsunterbrechungen: Weniger Störung, mehr Gesundheit und Leistung

Multitasking und Arbeitsunterbrechungen belasten die Beschäftigten und verschlechtern die Qualität ihrer Arbeit, so eine Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Doch dass beides nicht zum Arbeitsalltag gehören muss, erklärt jetzt der Forschungsbericht "Auswirkungen von Arbeitsunterbrechungen und Multitasking auf Leistung und Gesundheit". Die Studie zeigt, wie störend Arbeitsunterbrechungen und Multitasking sind, unabhängig vom Alter der Betroffenen. Bereits mit kleinen, häufig kostenneutralen Maßnahmen in der Arbeitsgestaltung lässt sich jedoch die Situation verbessern.

Studie belegt: Das "Entscheidungsorientierte Gespräch" (EOG) bietet die optimale Interview-Methode

"Interviews sind soziale Situationen, die - entsprechend psychologischen Gesetzen gestaltet - zu optimalen Informationen führen. Die Verarbeitung der Informationen durch den Interviewer muss ebenfalls den Gesetzmäßigkeiten menschlichen Verhaltens entsprechen," postuliert Professor Dr. Karl Westhoff (Technische Universität Dresden). "Eine Reihe alltäglicher Gewohnheiten im Gesprächsverhalten verstoßen gegen eine effiziente Informationserhebung- und -verarbeitung. Dies lässt sich vermeiden; effizientere Verhaltensmuster lassen sich erlernen: Das Entscheidungsorientierte Gespräch (EOG) ist der Königsweg zu praktisch brauchbaren Informationen im Interview."

Epilepsie häufig falsch diagnostiziert

Erleiden Menschen einen Krampfanfall, wird oft Epilepsie diagnostiziert - dabei liegen häufig andere Ursachen zugrunde. Die Deutsche Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN) schätzt, dass bis zu 25 Prozent der Patienten mit Anfällen oder Bewusstseinsstörungen von einer solchen Fehldiagnose betroffen sind. Der Grund dafür sei in der Regel eine falsche Interpretation der Hirnströme. Deshalb fordert die DGKN in einer aktuellen Stellungnahme, dass nach Möglichkeit nur entsprechend geschulte klinische Neurophysiologen ein EEG auswerten sollten.

Angehörige von Alkoholkranken vernachlässigen ihre eigenen Bedürfnisse und Träume

Welchen Belastungen sind Angehörige von Alkoholikern ausgesetzt? Kritisch konstatiert die erfahrene Sozialarbeiterin Bea Schild (Basel): "Partner/-innen wurden mit ihren Leiden bisher nicht als eigenständige Betroffene erforscht, sondern zur Mithilfe bei der Behandlung der Alkoholabhängigen beigezogen oder als Partner/-innen der Alkoholabhängigen in der Partnertherapie betrachtet." In ihrer Monografie "Partnerschaft und Alkohol" setzt Schild sich eingehend mit den Rollen, Belastungen und Entlastungsmöglichkeiten der Angehörigen auseinander.

Psychotherapie des sozialen Gehirns: erfolgreiche Behandlung der Depression

Unser Gehirn-Seelen-System ist genuin sozialer Natur. Es ist weniger kognitiv als sozial. Depressive Verstimmungen sind daher in erster Linie "Ergebnis bzw. Ausdruck sozial depravierter Hirne" und erfordern am ehsten eine "re-sozialisierende" Psychotherapie. Diese "Psychotherapie des sozialen Gehirns" beschreibt Dr. Markus R. Pawelzik (EOS-Klinik, Münster) in der aktuellen Ausgabe von "Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin".




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