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Supervision in der Psychotherapie: Vertrauenssache und Kontrolle zugleich

In der Ausbildung junger PsychotherapeutInnen ist es "generell sinnvoll, dass Supervision analog zur Selbsterfahrung einen Schutzraum zum professionellen Lernen darstellt." Vertraulichkeit ist nach Auffassung von Dr. Gerhard Zarbock (Hamburg) für ein Gelingen der Zusammenarbeit essentiell. Nur in riskanten Ausnahmesituationen sollte der Supervisor in Absprache mit dem Supervisanden Informationen oder Bewertungen nach außen tragen. Supervisoren tragen eine hohe Verantwortung - für Supervisanden und gleichzeitig deren Patienten. In ihrem "Praxisbuch VT-Supervision" beschreiben Zarbock und KollegInnen authentisch die Philosophie, die Praktiken, die Techniken und die Fallstricke der Supervision.

Oxytocin: Männer mögen’s negativer als Frauen

Das "Kuschelhormon" Oxytocin kann sehr unterschiedlich auf Männer und Frauen wirken. Das hat ein Forscherteam aus Chengdu (China) unter Beteiligung von Wissenschaftlern des Universitätsklinikums Bonn herausgefunden. Während Frauen durch den Einfluss des Hormons stärker auf positive Botschaften reagieren, schließen sich Männer eher kritischen Aussagen mit negativen Inhalten an. Die Ergebnisse sind nun im Fachjournal "Proceedings of the National Academy of Sciences” (PNAS) veröffentlicht.

Studie der Universität Hamburg zeigt: Weiblicher Zyklus beeinflusst das Lernverhalten

Menschen unterscheiden sich in ihrer Fähigkeit, aus den Konsequenzen ihres Verhaltens zu lernen. In der Regel gilt allerdings: Nach einer Belohnung wiederholen sie die Handlung, infolge einer Bestrafung oder nach einem Fehler vermeiden sie diese in Zukunft. Eine Studie des Forschungsteams um Jun.-Prof. Dr. Esther K. Diekhof aus der Abteilung Neuroendokrinologie am Zoologischen Institut der Universität Hamburg zeigt: Die Fähigkeit von Frauen, aus Belohnung oder den negativen Konsequenzen ihrer Handlungen zu lernen, verändert sich im Verlauf des Menstruationszyklus. Der Grund sind Hormonschwankungen, die auf eine veränderte Gehirnaktivität zurückzuführen sind.

Cannabis use during pregnancy may affect brain development in offspring

Cannabis use during pregnancy is associated with abnormal brain structure in children, according to a new study in Biological Psychiatry. Compared with unexposed children, those who were prenatally exposed to cannabis had a thicker prefrontal cortex, a region of the brain involved in complex cognition, decision-making, and working memory.

Jugendliche mit Essanfällen nehmen Nahrungsreize anders wahr

Forscher der Universität Leipzig konnten erstmals belegen, dass Jugendliche, die unter Essanfall-Störungen leiden, Bilder von Nahrungsmitteln anders wahrnehmen als gesunde Probanden. Sie schenken Bildern mit Essen mehr Aufmerksamkeit als Bildern mit neutralen Reizen. Die erhöhte Aufmerksamkeit kann ausschlaggebend für den Kontrollverlust beim Essen sein. Die aktuellen Studienergebnisse wurden jetzt im Journal of Psychiatric Research veröffentlicht.

Bipolare Depressionen: Dresdner Wissenschaftler belegen Wirksamkeit von Schilddrüsenhormonen

 

Schilddrüsenhormone bewirken Veränderungen des Stoffwechsels im Gehirn und gehen so mit einer positiven therapeutischen Wirkung bei bipolaren Depressionen einher. Eine von Prof. Michael Bauer, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, geleiteten Studie liefert deutliche Belege für Auswirkungen der Gabe von Levothyroxin L-T4. Placebo-Präparate dagegen zeigten fast keine Wirkung. Die Ergebnisse der internationalen, randomisierten, doppelblinden und Placebo-kontrollierten Studie publizierte Prof. Bauer mit seinen Kollegen von der UCLA Los Angeles und der Charité Berlin in Molecular Psychiatry (doi: 10.1038/mp.2014.186).

Wie ältere Menschen lernen

Im Alter verschlechtert sich die Wahrnehmungsleistung, was mit einer Vergrößerung der entsprechenden Gehirnaktivität einhergeht. Lernen und Training können die Wahrnehmung wieder verbessern. Die altersbedingten Hirnveränderungen verschwinden dadurch allerdings nicht. Vielmehr vergrößert sich die Gehirnaktivität noch mehr, aber aus anderen Gründen und mit anderen Folgen. Das haben Forscher der Ruhr-Universität Bochum (RUB) in einer Studie herausgefunden, deren Ergebnisse jetzt in Scientific Reports veröffentlicht sind.

Repräsentative Umfrage: Mehr Wohlbefinden auf dem Land als in der Großstadt

Fast drei Viertel (72,3 Prozent) der Bevölkerung hierzulande sind mit ihrem körperlichen Wohlbefinden zufrieden. Damit liegt die Zufriedenheit auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr (74,6 Prozent) und deutlich über den Werten von vor zwei Jahren. 2014 gaben lediglich zwei Drittel (67,4 Prozent) an, eher bis sehr zufrieden zu sein. Zu diesem Ergebnis kommt das Markt¬forschungsinstitut GfK - Gesellschaft für Konsumforschung, das seit 2014 jährlich repräsentativ etwa 1.000 Männer und Frauen in Deutschland ab 18 Jahren befragt.

Emotional erschöpfte Lehrkräfte

Grundschulkinder, die von emotional erschöpften Lehrern unterrichtet werden, zeigen tendenziell schlechtere Leistungen in Mathematik. Das berichten Psychologinnen und Psychologen in einer kürzlich im "Journal of Educational Psychology" veröffentlichten Studie. Das Forscherteam wertete Mathetests von über 22.000 Schülerinnen und Schülern aus und befragte deren Lehrkräfte zu ihrer psychischen Belastung. Der Zusammenhang von hoher Belastung der Lehrkräfte und schlechter Matheleistung zeigte sich besonders in Klassen mit einem hohen Anteil an Kindern, die zu Hause nicht deutsch sprechen.

Neue "Mitte"-Studie: Gesellschaft ist zunehmend polarisiert, Bereitschaft zu Gewalt steigt

Die politische Einstellung der deutschen Bevölkerung ist polarisiert. Während eine deutliche Mehrheit der Gesellschaft rechtsextremes Denken und auch Gewalt zum Teil strikt ablehnt und Vertrauen in demokratische Institutionen hat, sind Menschen mit rechtsextremer Einstellung immer mehr bereit, zur Durchsetzung ihrer Interessen Gewalt anzuwenden. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse der Studie "Die enthemmte Mitte", die PD Dr. Oliver Decker und Prof. Dr. Elmar Brähler vom Kompetenzzentrum für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung der Universität Leipzig in Kooperation mit der Heinrich Böll-, der Otto Brenner- und der Rosa Luxemburg-Stiftung durchgeführt haben.




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