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Leipziger Autoritarismus-Studie: Deutsche sind zufriedener mit der Staatsform Demokratie

Die Zufriedenheit der Bürger:innen mit der Demokratie in Deutschland ist in den vergangenen zwei Jahren gestiegen, die rechtsextremen Einstellungen sind zum Teil deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig angestiegen und weit verbreitet ist der Hass auf Migrant:innen, Frauen, Muslim:innen und andere Gruppen in Deutschland. Zudem lassen sich in Folge der Pandemie verstärkte Wünsche nach Autorität feststellen. Das sind zentrale Ergebnisse der repräsentativen „Leipziger Autoritarismus-Studie“.

Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie publiziert einen Überblick über die aktuelle Psychologie-Forschung

Die Präsentationen zum Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) 2022 (Hildesheim) erscheinen bei Pabst Science Publishers digital im open access (siehe "Leseprobe") und zusätzlich in gedruckter Form zum Ladenpreis von 60.- Euro.

Meta-Studie der Psychologie belegt: Männer haben eine stärkere sexuelle Motivation als Frauen

Viele haben es vermutet, jetzt ist es auch wissenschaftlich belegt: Männer sind stärker sexuell motiviert als Frauen. Sozialpsychologen der Universität des Saarlandes haben diesen Unterschied nun erstmals quantifiziert. Sie haben dafür die sexuelle Motivation aus psychologischer Sicht genauer definiert und in einer Meta-Studie mehr als 200 vorhandene Studien mit über 620.000 Teilnehmern ausgewertet. Dabei haben sie auch berücksichtigt, dass die Selbstaussagen der Befragten bei diesem sensiblen Thema möglicherweise nicht immer korrekt sind. Ihre Forschungsergebnisse werden in der renommierten US-Fachzeitschrift „Psychological Bulletin“ erscheinen und sind online bereits veröffentlicht.

Kunsttherapie: Flüchtlingskinder "bauen" für sich ein Haus als sicheren Ort

Traumatisierte Kinder in zwei Flüchtlingsunterkünften in Freiburg (Br.) erhalten regelmäßig Kunsttherapie. Die Mitarbeiterinnen des DRK-Projekts berichten und analysieren ihre Aufgaben ausführlich in der Fachzeitschrift "Musik,- Tanz & Kunsttherapie". Exemplarische Falldarstellungen von Gestaltungs- und psychodynamischen Prozessen geben Hinweise auf unbewusste Formen der Verarbeitung belastender Lebenserfahrungen.

Wutbürger: paranoide Charaktere mit elementarer Ichschwäche

Rechtspopulistische Bewegungen fallen mit verschwörungstheoretischen, aggressiven, "postfaktischen" Ideologien auf. Um diese "Wutbürger" sozialpsychologisch zu verstehen, entwickeln der Psychiater Timo Beeker und der Psychologe Peter Brook das Konzept des paranoiden Charakters. Dieser ist gekennzeichnet durch "eine tiefgreifende Ich-Schwäche, verbunden mit schwerwiegenden Defiziten in der Unterscheidung zwischen Realität und Fiktion." Anhand eines Fallbeispiels erläutern die Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Brandenburg ihr Konzept in der Fachzeitschrift "Psychologie und Gesellschaftskritik".

 

Wirtschaftspsychologie: Personalauswahl in vielen Unternehmen suboptimal bis absurd

Wirtschaftspsychologie: Eine optimale Personalauswahl ist eine wertvolle Investition in die Leistungsfähigkeit und Zukunft von Unternehmen. Dennoch werden die wissenschaftlich fundierten "Potenziale der Personalauswahl in den meisten Unternehmen nicht effektiv genutzt. Trotz jahrzehntelanger Forschung klafft nach wie vor eine sehr große Lücke zwischen Forschung und Praxis. Forschungsergebnisse sind in der Praxis entweder nicht bekannt oder werden ignoriert," kritisiert der Wirtschaftspsychologe Prof. Dr. Uwe Peter Kanning in seinem Beitrag zum Reader "Praxis der Wirtschaftspsychologie - Auswahl und Entwicklung von Fach- und Führungskräften".

Weltgeschichte der Psychologie: Emanzipation aus der Philosophie

Die psychologische Einheit der Menschheit bedeutet, dass sich in allen Kulturen die gleichen Konstrukte finden - Intelligenz, Kognition, Emotion, Motivation, Humor usw. Die kulturellen Ausprägungsformen sind eindrucksvoll divers, werden jedoch in der psychologischen Fachwelt wenig beachtet. Diesem Defizit begegnet Professor Dr. Hannes Stubbe mit seinem Opus Maximum "Weltgeschichte der Psychologie" und zitiert Diogenes: "Ich bin Bürger des Kosmos".

Cannabis setzt sich bei der Behandlung chronischer Schmerzen durch

Seit fünf Jahren dürfen Cannabis-Medikamente in Deutschland als medizinische Wirkstoffe eingesetzt werden, entsprechende Präparate sind seitdem bereits zehntausendfach verschrieben worden. Ein Wirksamkeitsnachweis aus placebo-kontrollierten Studien fehlt zwar nach wie vor, in der Praxis zeichnen sich jedoch Anwendungsbereiche ab, in denen eine Cannabis-Therapie für die Patientinnen und Patienten durchaus hilfreich sein kann. Seit Kurzem liegen hierzu erste Daten aus der sogenannten Begleiterhebung vor, über die die Cannabis-Therapie in den ersten fünf Jahren beobachtet wurde. 21.000 Behandlungen sind in die Erhebung eingeflossen.

Psychotherapie: Wie Paare zwanghafte Eifersucht überwinden

Zwanghafte Eifersucht entsteht oft vor dem Hintergrund von Ereignissen oder Kognitionen, die das Selbstwertempfinden Betroffener zu bedrohen scheinen. Professor Dr. Willi Ecker bietet in "Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin" 1/2022 einen Überblick über erfolgversprechende Therapiemöglichkeiten.

 

Fehlzeiten-Report 2022: Gesunde Beschäftigte in verantwortungsvollen Unternehmen

Wirtschaftspsychologie: Je verantwortungsvoller die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihr Unternehmen empfinden, desto positiver bewerten sie ihre eigene Arbeitsmotivation und Gesundheit. Beschäftigte, die eine hohe Unternehmensverantwortung wahrnehmen, berichten gleichzeitig über weniger emotionale, psychosomatische und körperliche Belastungen. Das sind zentrale Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter 2.501 Beschäftigten für den Fehlzeiten-Report 2022 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), die im Frühjahr 2022 durchgeführt worden ist.




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