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Burnout auf dem Vormarsch

Nach einer Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) setzt sich der Anstieg von psychischen Erkrankungen unverändert fort. So ist 2010 nahezu jeder zehnte Ausfalltag auf eine psychische Erkrankung zurück zu führen. Bei der Untersuchung der Krankmeldungen von mehr als 10 Millionen AOK-versicherten Arbeitnehmern zeigt sich: Die Diagnose Burnout (Ausgebrannt) wird von den Ärzten zunehmend dokumentiert. Um nahezu das 9-fache sind die Krankheitstage zwischen 2004 und 2010 wegen Burnout angestiegen. Insbesondere Frauen und Menschen in erzieherischen und therapeutischen Berufen sind von einem Burnout betroffen. "Zeitdruck und Stress nehmen offenbar zu und die Gefahr besteht, dass die Menschen von zwei Seiten gleichzeitig ausbrennen, vom Beruf her und durch familiäre Belastungen", so Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des WIdO.

Im Laufe ihres Lebens werden die Deutschen immer religiöser

Im Laufe ihres Lebens werden die Deutschen immer religiöser. Das ist das zentrale Ergebnis einer kürzlich in der "Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie" veröffentlichten Studie des Chemnitzer Soziologen Daniel Lois. "Mit zunehmendem Alter besuchen vor allem die Westdeutschen immer häufiger einen Gottesdienst", sagt Lois.

Jagd nach der Lücke

ETH-Forscher haben ein neues Modell zum Verhalten von Fussgängern und Menschenmassen entwickelt. Dieses kann helfen, tragische Massenkatastrophen zu analysieren und zu verhindern.

Die maskierte Angst

Simulationen von Angstzuständen können deren Entstehung erklären - und wieso es schwierig ist, sie loszuwerden

RUBIN: Philosophen erforschen die Zuschreibung von Gedanken

Sich in andere Menschen hinein zu versetzen - ihnen eigene Gedanken zuzuschreiben - ist nicht nur grundlegende Voraussetzung für soziale Interaktionen. Erst wenn ein Kind die Fähigkeit erlernt hat, die Wünsche und Überzeugungen anderer zu erraten, beginnt es, sich und die anderen Menschen als komplexe Personen zu begreifen. Wenn diese Entwicklung ausbleibt, kann das dramatische Folgen haben, z.B. hinsichtlich mentaler Erkrankungen. Philosophen um Prof. Dr. Albert Newen (Philosophie des Geistes, Institut für Philosophie II) erforschen die Zuschreibung von Gedanken und kooperieren dabei auch mit Neurowissenschaftlern.

Circadian Rhythm: Young adults perform better in the afternoon, older adults prefer the morning

"Circadian arousal patterns, reported as time-of-day preferences, differ with age. In general, children are more likely to report being at their best earlier in the day, whereas young adults typically reach their peak later in the day. Interestingly, time of-day-preferences change once more with increasing age, with older adults reverting to a strong preference for morning times," Dr. Constanze Hahn (Bochum) reports.

Wirtschaftspsychologie: Prüfer und Personalbeurteiler sind fast immer voreingenommen

Wer Prüfungen abnimmt oder Einstellungsgespräche führt, hält sich meist für unbelastet und objektiv. Dies ist eine Illusion. Selbst der allererste Eindruck eines ansonsten völlig unbekannten Kandidaten ist eher positiv oder eher negativ - fast nie neutral, haben Professor Dr. Karl Westhoff und Kollegen (Dresden) festgestellt. "Erst wenn sich der Prüfer seiner Voreingenommenheit selbstkritisch bewusst wird, kann er sich fair auf den Gesprächspartner einstellen."

Der Nestor der Pharmakopsychologie ist gestorben. Nachruf auf Wilhelm Janke

Wilhelm Janke, Professor für Psychologie, ist am 8. Januar 2011 in Berlin gestorben. Er war ein begeisterter und ein begeisternder Wissenschaftler, dem vor allem die Pharmakopsychologie wesentliche Impulse und Einsichten zu verdanken hat.

Meditation lindert Schmerzen so gut wie Arznei

Wenn es wehtut, kann Meditieren helfen - und das verblüffend effektiv. Im Experiment stellte sich heraus, dass Geistesübungen Schmerzen ebenso gut lindern können wie starke Medikamente. Zugleich konnten die Forscher messen, was dabei im Gehirn passiert.

Führerschein gefährdet oder verloren: Stories und psychologischer Rat von Angelika Schildmeier

Ein 24jähriger Autofahrer präsentierte nach einem Unfall eine präzise Erklärung: Ein Verkehrsschild sei ihm plötzlich in den Weg gesprungen; deshalb habe er es gerammt, und sein Auto sei auf dem Dach liegen geblieben. Ein Alkoholtest ergab 1,27 Promille und Cannabisspuren. Derlei Szenarios hat Angelika Schildmeier zusammengestellt - und psychologisch erläutert. In ihrem Taschenbuch "Vase und Bier" bietet die Hamburger Diplom-Psychologin tiefe Einblicke in die meist männlichen Verkehrssünder-Seelen.




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