Forensische Psychiatrie und Psychotherapie: einen kohärenten Lebensweg erkennbar machen
Forensisch-psychiatrische Patienten leiden in aller Regel unter gebrochenen Biographien und schweren psychischen Verletzungen - als Opfer und Täter. Wann überwinden sie am ehsten diese Belastung? "Wahrscheinlich dann, wenn ihnen eine subjektive Neubewertung von biographischer, delikthistorischer und Zukunftsperspektive so gelingt, dass ein kohärenter Lebensweg erkennbar wird," schreibt Dr. Herbert Steinböck in "Forensische Psychiatrie und Psychotherapie".
Cross-Cultural Study of Infants and Toddlers: Developmental Stages According to Piaget Are Universal
"Cross-cultural research has been particularly useful in demonstrating the universality of cognitive stages during child development. For instance, the sequence and timing of Piagetian sensorimotor learning in infancy appears quite similar across cultures", Professor Dr. Alice Sterling Honig (Syracuse University, USA) reports.
Etwa ein Drittel der Menschen mit Krebs fühlt sich in Folge von Erkrankung und Therapie erschöpft, schwach und abgeschlagen. Unmittelbar nach einem Krankenhausaufenthalt sind sogar 40 Prozent aller Krebspatienten von dieser "Fatigue" genannten Begleitsymptomatik betroffen, fanden Wissenschaftler des Universitätsklinikums Leipzig in einer Studie heraus. Leider bleibe Fatigue häufig unbemerkt, schreiben die Wissenschaftler jetzt im British Journal of Cancer. Dabei könnten unterstützende Angebote den Betroffenen helfen und sie für die Therapie motivieren.
Neue Zeitschrift: "Politische Psychologie" falsifiziert die "Spiegel"-Darstellung des Wutbürgers
"Nicolas Sarkozy eilt vorweg, und Angela Merkel setzt sich durch." Der Reporter weiß: Politik ist hochprozentig Psychologie. Der möglichst rationalen Analyse dieses Phänomens widmet sich die neue Zeitschrift "Politische Psychologie", herausgegeben von Constanze Beierlein, Siegfried Preiser und Markus Steinbrecher. Pabst Science Publishers präsentiert Ausgabe Nr. 1. online, vollständig und kostenfrei zugänglich auf www.psychologie-aktuell.com/popsy
Scheidungskindern Schuldgefühle nehmen und Selbstbewusstsein stärken
Scheidungskinder leiden überhäufig unter Selbstzweifeln, Minderwertigkeitsgefühlen, Traurigkeit, Depressivität. Fragen nach eigener Schuld entstehen - und: Mag mich mein Papa oder meine Mama nicht mehr? Diplompädagoge Herbert Fröhlich fordert, die Probleme nicht zu unterschätzen: Etwa 100.000 Ehen mit 150.000 betroffenen Kindern werden in Deutschland jährlich geschieden. Hinzu kommt die unbekannte Zahl von Trennungen unverheirateter Paare.
Architekturpsychologie: Sichtbeton - von Architekten geschätzt, von Laien gehasst
Nackter Sichtbeton an Gebäuden: Hier scheiden sich die Geister. Die meisten Architekten mögen Sichtbeton a la Le Corbusier; doch die meisten Architekturlaien finden derartige Fassaden eher hässlich, kalt und irgendwie unfertig. Dies ergab eine Studie von Irmela Benz und Riklef Rambow, veröffentlicht in "Umweltpsychologie" 1/2011.
Gaußsche Normalverteilung ist stetig: Thomas Köhler bietet Studierenden Hilfen für die Statistik-Prüfung
Statistik zählt nicht zu den vergnügungssteuerpflichten Studienfächern der Psychologie. Und die zuständigen DozentInnen dürfen sich kaum je in maximaler Beliebtheit sonnen. Um das Ungemach ein wenig tolerabler zu gestalten, hat Thomas Köhler eine "Lernhilfe für Studierende" geschrieben: "Aufgaben und Lösungen zur Statistik", jetzt in verbesserter zweiter Auflage.
Sucht: Die meisten Alkoholkranken rauchen. Doppelentzug häufig erfolgreich
Mehr als 70% der Alkoholkranken sind starke Raucher. Die gesundheitlichen Risiken beider Suchtmittel addieren sich nicht, sondern multiplizieren sich zu einem bedrohlichen Gefahrenpotential, berichtet Dr. Reinhold Aßfalg in seinem Patienten-Ratgeber "Die letzte Runde - Alkoholabhängigkeit und ihre Behandlung".
Wissen erfolgreich weitergeben: Lösungen für kleine und mittlere Unternehmen
In kleinen und mittleren Unternehmen schlummert ein Schatz an Erfahrungen zum arbeitsplatznahen Lernen. Dieses Kapital bleibt häufig ungenutzt - zu Ungunsten des Mittelstands und seiner Beschäftigten. Wie kann Praxiswissen - in einem Gleichgewicht zwischen Gebenden und Nehmenden - weitergereicht werden? Eine Arbeitsgruppe der Technischen Universität Dresden präsentiert mit ihrer "Wissenstagung" am 25./26. Oktober Lösungen und Best-Practice-Beispiele. Eingeladen sind Verantwortliche aus Unternehmen und relevanten Forschungseinrichtungen ( www.wissenstagung.de ).
Chronobiologie: Der "Morgenmensch" ist meist gewissenhafter, zufriedener und erfolgreicher als der "Abendmensch"
Menschen, die am liebsten morgens früh aufstehen und abends zeitig zu Bett gehen, sind meist weniger kreativ, jedoch gewissenhaft, ordentlich, zielstrebig, zuverlässig und zufrieden, berichten Elisabeth Hahn, Franzis Preckel und Frank Spinath in Report Psychologie. "Abendtypen hingegen neigen zu mehr Schlaf- und Stimmungsproblemen. Gleichzeitig sind sie tendenziell innovativer und unkonventioneller, aber sie konsumieren auch mehr Alkohol und Zigaretten.