Report Psychologie: Die Psychologie könnte im Gesundheitssystem die Effizienz steigern und die Kosten reduzieren
Die Psychologie könnte im Gesundheitssystem - in der Prophylaxe wie in der Diagnostik und Therapie - wesentlich größere Beiträge leisten: Die Gesundheit würde profitieren, und die Kosten könnten sinken. Mit diesen Kernaussagen stimuliert der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen eine grundsätzliche Diskussion. Eine Kurzfassung des Thesenpapiers erscheint in der aktuellen Ausgabe von Report Psychologie.
Gangblockaden bei Parkinson-Patienten: Kombinierte Hirnstimulation therapeutisch wirksam
Die tiefe Hirnstimulation (THS) wird seit Jahren erfolgreich zur Therapie der fortgeschrittenen Parkinson-Krankheit angewandt. Bisher wurde jedoch nur ein Zielgebiet im Gehirn stimuliert. Tübinger Neurowissenschaftlern ist es weltweit erstmals gelungen, ein kombiniertes Verfahren zu entwickeln, das zwei Areale gleichzeitig stimuliert. Die kombinierte Therapie scheint ein wesentliches Problem der Parkinsonbehandlung zu lösen: Sie verbesserte in der Tübinger Studie die sonst kaum kontrollierbaren Gangblockaden der teilnehmenden Patienten. Die Therapie dieser Blockaden, die auch "Freezing" genannt werden, ist für Betroffene von großer Bedeutung. Sie führen zu einer zunehmenden Einschränkung der Mobilität und gefährlichen Stürzen.
Alkohol am Steuer immer seltener: Zahl der Unfalltoten um zwei Drittel gesenkt
"Alkohol am Steuer" wird immer seltener. Knapp 15.000 Alkoholunfälle mit verletzten Personen ereignen sich jährlich in Deutschland. Dies bedeutet einen Rückgang um etwa 50% gegenüber der Jahrtausendwende, berichtet das "Jahrbuch Sucht 2012". Männer sind sechsmal häufiger betroffen als Frauen.
Men May Have Natural Aversion to Adultery with Friends Wives, Says MU Researcher
After outgrowing teenage infatuations with the girl next door, adult males seem to be biologically designed to avoid amorous attractions to the wife next door, according to a University of Missouri study that found adult males testosterone levels dropped when they were interacting with the marital partner of a close friend. Understanding the biological mechanisms that keep men from constantly competing for each others wives may shed light on how people manage to cooperate on the levels of neighborhoods, cities and even globally.
Genes may be reason some kids are picky about food
Parents may plead, cajole or entice their children to try new foods, but some kids just won't budge. Now, new research from the University of North Carolina at Chapel Hill reveals that the reason these kids fear new foods has less to do with what's on their plate and more to do with their genes.
Wirtschaftspsychologie: Hohes Commitment ermöglicht Work-Life-Balance auch unter Belastung
Wer mit der Arbeit und seinem Arbeitgeber emotional verbunden ist, fühlt sich auch bei hoher Belastung gut: Die Work-Life-Balance bleibt stimmig, und die Fähigkeit zur Problemlösung steigt. Dies belegen Wirtschaftspsychologen mit unterschiedlichen Studien - veröffentlicht im Abstractband zum 48. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie.
Studie: Ist Schulerfolg vorhersagbar? / "Entwicklungsverläufe unterscheiden sich erheblich"
Inwieweit sind Schulleistungen vorhersagbar? Psychologen der Universität Hildesheim haben in einer Längsschnittstudie herausgefunden, dass in der frühen Kindheit vor allem die Leistung des Arbeitsgedächtnisses - und weniger Intelligenz - spätere Schulleistungen beeinflusst. Über fünf Jahre wurden 200 Kinder begleitet. Ein Ergebnis: "Risikokinder" können früh erkannt und gefördert werden - was bislang zu wenig beachtet wird. "Schulanfänger kommen mit Wissen über Mengen, Zahlen und Laute in die Schule - das Ausmaß an numerischem und phonologischem Vorwissen unterscheidet sich jedoch erheblich voneinander", sagt Prof. Dr. Claudia Mähler.
Sucht: Wenn Junkies sich diskriminiert fühlen, verweigern sie die Therapie
Ein respektvoller Umgang und ein Verzicht auf jede Diskriminierung sind entscheidende Voraussetzungen für eine erfolgreiche Arbeit mit Drogenabhängigen, fordert Jason Farrell. Er absolvierte selbst eine extreme Junkie-Karriere mit reichlich Heroin; heute ist er clean und arbeitet in der Drogenberatung in Amsterdam. Ehemalige Junkies können zu optimalen Drogenberatern ausgebildet werden, berichtet er in seinem Beitrag in Rausch - Wiener Zeitschrift für Suchttherapie.
Die Behandlung von Essstörungen befindet sich in einem Umbruch. Es ist jetzt auch möglich, schwer kranke Patientinnen und Patienten mit ausgeprägten Begleiterkrankungen (Komorbidtät) psychotherapeutisch wirkungsvoll zu behandeln. Auf der Tagung "Essstörung und Komorbidität" an der Universität zu Lübeck werden am 22. und 23. März 2013 neueste, für die Behandlung von Essstörung relevante Erkenntnisse zur Emotionsregulation, zur Selfish Brain Theory und zum Umgang mit der chirurgischen Behandlung von Übergewicht (bariatrische Chirurgie) vorgestellt.
Michael Musalek bei Sandra Maischberger: keine "Pille" gegen Alkoholismus
Alkoholismus bei Senioren ist keine neue Entwicklung. Früher wurde er stärker tabuisiert und verheimlicht, heute wird er eher thematisiert und behandelt, sagte Professor Dr. Michael Musalek in der TV-Sendung "Menschen bei Maischberger" am Mittwoch-Abend. Senioren "vertragen" den Alkohol weniger gut, weil die Leistungskraft ihres Organismus nachlässt, betonte der Psychiater und wies darauf hin, dass mit dem Alkoholkonsum das Demenzrisiko steigt.