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Hochschulreform: effiziente Regeln, mehr Freiräume, hoher Lernertrag

Fast ein Viertel der Studierenden leidet unter psychischen Belastungen - wie Depressionen, Zwangsstörungen, Angststörungen, psychosomatischen Beschwerden u.a. Mit der Studiendauer nimmt die Problematik zu. Die Hochschulen können die Belastungen wesentlich entschärfen, indem sie ihre Regelungssysteme effizienter ordnen und wissenschaftlich etablierte Erkenntnisse der Arbeitspsychologie umsetzen, fordert Professor Dr. Manfred Mühlfelder in seiner Studie "Studieren macht krank oder Freude". Die Neuerscheinung wurde am Dienstag zum Kongress der "Deutschen Gesellschaft für Psychologie" in Bochum vorgestellt und bietet konkrete Empfehlungen für die Weiterentwicklung in Hochschulen.

Sexsucht: Patienten sind meist schwer traumatisiert und werden selten optimal therapiert

Etwa fünf Prozent der Bevölkerung leiden zeitweise unter Sexsucht. Männer sind drei- bis viermal häufiger betroffen als Frauen. Bei Männern ist die Krankheit häufig mit Substanzabhängigkeit, bei Frauen oft mit Essstörungen kombiniert, berichten Dr. Christiane Eichenberg und Dr. Felicitas Auersperg im Lehrbuch "Psychologie in der Gynäkologie". Die Neuerscheinung wurde am Montag zum Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie in Bochum vorgestellt.

Sport mit Baby: heben, wirbeln, schwingen, drehen, lachen

Das Sporttraining sollte im sechsten oder siebten Lebensmonat beginnen: Baby mit Mama oder Papa oder Oma oder Opa oder allen. Professor Dr. Josef Kessler, Hirnforscher und Vater in Köln, hat dazu detaillierte Begründungen und Erläuterungen geschrieben: Das kleine, farbig-bebilderte Taschenbuch trägt den Titel "Fit for Family" und liefert ein ebenso amüsantes wie ausgefeiltes Sportprogramm.

Regionales Bildungs- und Wissensmanagement: Volkshochschule dient der kontinuierlichen Personalentwicklung

"Mehr als je zuvor sind wir darauf angewiesen, unsere wichtigsten Probleme gemeinsam zu lösen." Der Satz von Horst Eberhard Richter formuliert das Leitmotiv einer aktuellen Reflexion über die Kernkompetenzen der Volkshochschule. Dr. Marieanne Ebsen-Lenz wertet Volkshochschulen als zentrale, dynamische Promotoren eines regionalen Bildungs- und Wissensmanagements.

Schulpsychologie: Humor mildert Disziplinprobleme, Strafe verschärft sie

Schulpsychologie: Häufig wollen Lehrer/innen bei einem Disziplin-Problem ein Exempel statuieren und greifen hart durch. Doch autoritäre Strafmaßnahmen in der Schule erreichen selten ihr Ziel. Sie lösen Reaktanz aus und wirken meist als Bumerang. Mit hoher Wahrscheinlichkeit führen sie bei Schülern/innen sogar zur Aufwertung des sanktionierten Verhaltens, warnt Professorin Dr. Gisela Steins (Essen) in ihrem neuen Lehrbuch "Sozialpsychologie des Schulalltags".

DGPM warnt vor Überbelastung am Arbeitsplatz: Männer sind öfter gestresst als Frauen

Männer leiden häufiger unter Arbeitsstress als Frauen. Das schließen Experten aus Studienergebnissen, wie denen der SHARELIFE-Studie, die belegen, dass der Beruf bei Männern zeitintensiver ist und einen höheren Stellenwert einnimmt. Dadurch können gerade psychische Belastungen gehäuft auftreten. Die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) fordert mehr entsprechende Präventionsprogramme speziell für Männer.

Integration junger Nervenzellen im Gehirn

Seit 1998 ist bekannt, dass das adulte Gehirn die Fähigkeit besitzt, neue Neuronen zu bilden. Bislang blieb jedoch die Frage offen, wie sie sich in das bereits bestehende neuronale Netzwerk integrieren. Forscher des Institut Pasteur und des CNRS haben gezeigt, dass neugebildete Nervenzellen durch die richtige Motivation und aktives Lernen ein dichteres Netzwerk mit dem Rest des Gehirns aufbauen, als bei einer passiven Verhaltensweise. Stärker noch als die Natur und die Vielfalt des sensorischen Umfelds beeinflusst der geistige Zustand die Funktionalität der neuen Nervenzellen im Gehirn eines Erwachsenen.

Genetische Einsichten in das asymmetrische Gehirn

Warum bilden sich Regionen des Gehirns unterschiedlich aus? Und können diese anatomischen Asymmetrien des menschlichen Gehirns mit funktionalen Unterschieden in Einklang gebracht werden? Diese Fragen beschäftigen eine Gruppe von Wissenschaftlern am Lehrstuhl für Zell- und Molekularbiologie der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg. Erste Einsichten in die Mechanismen auf der Ebene der Genregulation, die Gehirnasymmetrien zugrunde liegen, haben sie bereits erzielt.

Schlafkrankheit (Narkolepsie): immer gefährlich, doch selten erkannt und therapiert

Schlafkrankheit: Müde am Tag, wach in der Nacht. Oft handelt es sich um eine Form der Narkolepsie (= Schlafkrankheit). Etwa 40.000 Menschen in Deutschland sind betroffen; doch nur bei ca. zehn Prozent wurde die korrekte neurologische Diagnose gestellt und die optimale Therapie eingeleitet. Das Krankheitsbild der Narkolepsie ist so unterschiedlich, dass die meisten Ärzte sie nicht erkennen. Professorin Dr. Sylvia Kotterba und Kollegen stellen in einem Handbuch Einzelfälle und konkrete Therapiemöglichkeiten vor.

Media-Psychology: Computer-involvement improves psychosomatic well-being in boys

Media-Psychology: "Boys who report a high involvement with the computer, report fewer psychosomatic symptoms than their less computerminded agemates. This relationship even becomes stronger over time. Computer-involved boys not only report better well-being, but they are able to even improve their psychosomatic status over time. This effect is most pronounced for boys who expressed a high sense of developmental pressure," Professor Dr. Klaus Boehnke and colleagues report (in the textbook New Media in Everyday Life).




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