Mensch und Roboter an einem Arbeitsplatz - Vorträge des Workshops online
Anfang März 2015 fand in der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in Dortmund der erste Workshop "Mensch-Roboter-Zusammenarbeit" statt. Rund 100 Teilnehmer befassten sich mit aktuellen wissenschaftlichen Fragestellungen aus dem Bereich der Mensch-Roboter-Kollaboration. Neue technische Möglichkeiten, die oft biologische Vorbilder aufgreifen, eröffnen neue Einsatzmöglichkeiten von Robotern. Der Workshop befasste sich mit Fragen von Akzeptanz, Sicherheit und Produktivität in Mensch-Roboter-Teams sowie mit Rechtsfragen. Die Vorträge gibt es jetzt im Internetangebot der BAuA unter www.baua.de/dok/6075160.
Internetkriminalität wird in Deutschland stark unterschätzt
Identitätsdiebstahl, Phishing, Onlinebetrug mit Waren- und Dienstleistungen sowie Angriffe mit Schadsoftware kosten die Privatbürger in Deutschland pro Jahr rund 3,4 Milliarden Euro. Das ist eines der Kernergebnisse des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojektes "Wirtschaftswissenschaftlicher Sicherheitsindikator für Deutschland" (WISIND), das das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) gemeinsam mit dem Brandenburgischen Institut für Gesellschaft und Sicherheit (BIGS) durchgeführt hat.
Mit den Risiken von Missbrauch, Misshandlung und Vernachlässigung für die Entwicklung und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen haben sich auf der Fachtagung "Kinder schützen durch Stärkung der Eltern" über 150 Fachleute intensiv auseinandergesetzt.
Besatzungskinder des Zweiten Weltkriegs häufig psychisch stark belastet
In Deutschland sind mindestens 200.000 Kinder am Ende des Krieges und in der Nachkriegszeit von Soldaten der vier Besatzungsarmeen gezeugt worden. Wissenschaftler der Universitäten Leipzig und Greifswald haben in einer Studie jetzt erstmals die Bedingungen untersucht, unter denen die Besatzungskinder aufgewachsen sind - und die psychosozialen Folgen für die Betroffenen. Sie sind als "Kinder des Feindes" häufig stigmatisiert und diskriminiert sowie über die Identität ihres Vaters im Unklaren gelassen worden. Viele von ihnen sind auch heute noch psychisch stark belastet.
In der Nacht zum 29. März wurde die Uhr auf Sommerzeit umgestellt und die Uhrzeiger rückten um von 2 Uhr auf 3 Uhr vor. Dann ist es zwar abends eine Stunde länger hell, aber vor allem in der Woche nach der Zeitumstellung sind wir erst einmal deutlich unzufriedener - das haben Wirtschaftswissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) unter Verwendung der Daten von zwei Langzeitstudien herausgefunden. Ein Interview mit Daniel Kühnle vom Lehrstuhl für Statistik und empirische Wissenschaftsforschung der FAU.
After learning new words, brain sees them as pictures
When we look at a known word, our brain sees it like a picture, not a group of letters needing to be processed. That's the finding from a Georgetown University Medical Center (GUMC) study published in the Journal of Neuroscience, which shows the brain learns words quickly by tuning neurons to respond to a complete word, not parts of it.
Wirtschaftspsychologie: Ältere Berufstätige besitzen mehr Stresstoleranz als jüngere
Psychologen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zeigen: Ältere Berufstätige gehen aktiver mit beruflichen Belastungen um und sind deshalb weniger gestresst als ihre jüngeren Kollegen. In einer Online-Befragung wurden rund 630 Berufstätige im Alter von 17 bis 73 Jahren zu ihrer Beanspruchung bei der Arbeit und zu ihren Bewältigungsstrategien bei der Lösung von beruflichen Problemen befragt, und zwar zweimal im Abstand von acht Monaten. Die Ergebnisse des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts wurden jetzt in der Fachzeitschrift "Journal of Organizational Behavior" veröffentlicht.
Angst durch Krieg, Gewalt und Folter: Flüchtlinge brauchen bessere psychosomatische Behandlung
Rund 360 000 Flüchtlinge leben derzeit in Deutschland. Mindestens ein Drittel davon leidet unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), ein Drittel unter Depressionen. Viele von ihnen erlebten Krieg, Gewalt und massive Menschenrechtsverletzungen in ihrem Heimatland. Doch auch die Bedingungen im Aufnahmeland haben unmittelbare Folgen für die psychische Gesundheit der Flüchtlinge, das belegen aktuelle Studien. Welche therapeutische Unterstützung Flüchtlinge in Deutschland benötigen, diskutieren Experten während des Deutschen Kongresses für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Berlin.
Ob Mann oder Frau, Fan von Bayern München oder Borussia Dortmund, Thüringer oder Europäer - Menschen fühlen sich in der Regel ganz unterschiedlichen sozialen Gruppen zugehörig. Die Einteilung in solche Kategorien ermöglicht es, sich in der Welt zurechtzufinden. Man orientiert sich an Menschen, die einem ähnlich sind und mit denen man Einstellungen und Vorlieben teilt, sei es die für die Lieblingsfußballmannschaft, die Zugehörigkeit zu einer Nation oder Region. "Diese Gruppenzugehörigkeit bestimmt nicht nur unsere soziale Identität, sondern beeinflusst maßgeblich auch unser Handeln", erläutert der Sozialpsychologe Dr. Gerhard Reese von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. "Wenn mein favorisiertes Team gewinnt, feiere ich mit; verliert es, bin ich traurig und suche Trost", macht Reese ein Beispiel deutlich.
Geistige Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden bleiben im Alter länger erhalten als noch vor 20 Jahren. Das zeigt eine gemeinsame Studie mehrerer Berliner Forschungseinrichtungen, darunter die Humboldt-Universität zu Berlin (HU), die Charité - Universitätsmedizin Berlin, das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (MPIB) und das Sozio-oekonomische Panel (SOEP). Die Ergebnisse der Studie werden in der Fachzeitschrift Psychology and Aging veröffentlicht und sind vorab als SOEPpaper online verfügbar.