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Lehrkräfte stärker für Mobbing sensibilisieren

In Kooperation zwischen der Hochschule Magdeburg-Stendal und der Universität Potsdam wurde eine umfangreiche Studie zum Thema Mobbing durchgeführt. Der Magdeburger Psychologe Dr. Ludwig Bilz und der Potsdamer Bildungsforscher Prof. Dr. Wilfried Schubarth haben hierfür mit ihren Teams über 2.000 Schüler und 550 Lehrkräfte in Sachsen befragt und legen jetzt erste Ergebnisse vor.

Kognitive Belastungen beim Lesen im Internet: Was Pupillengröße und Hirnströme verraten können

Seit Jahren thematisieren Experten die Auswirkungen des Internets auf unser tägliches Leben, auf unsere Art zu denken und unser Gehirn. Der allgegenwärtige Zugriff auf die verschiedensten hypermedialen Informationsangebote im Web bietet Vorteile. Andererseits: Leiden wir nicht zunehmend unter der Last der Informationsüberflutung? Wird unser Leseverhalten nicht zwangsläufig immer oberflächlicher? In einer aktuellen Studie haben Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM) mit einer neuartigen Methode der kombinierten Hirnstrom- und Blickbewegungsmessung versucht, der kognitiven Belastung beim Lesen von hypermedialen Informationsangeboten besser auf die Spur zu kommen.

Vorherrschaft bei der Steuerung von Verhalten

Die so genannten arkypallidalen Neurone oder Arky-Neurone, ein neu entdeckter Typus von Nervenzellen, können einen Handlungsimpuls unterdrücken und somit über Veränderungen in Aufmerksamkeit und Motorik Aufschluss geben. Damit sind diese Neuronen an der Steuerung von Verhalten beteiligt. Zu diesem Ergebnis kommen Neurowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus drei Ländern, darunter Dr. Robert Schmidt, ein Nachwuchsforscher aus dem Exzellenzcluster BrainLinks-BrainTools der Universität Freiburg, in einem Artikel in der Fachzeitschrift "Neuron". Die Studie veranschaulicht erstmals die Einzelschritte, aus denen sich der Befehl für einen Handlungsabbruch im Gehirn zusammensetzt.

TV-Duell: Wer angreift, gewinnt

Politische Psychologie: Wenn zwei sich streiten, freuen sich die dritten. Die Regel gilt auch für Fernsehduelle konkurrierender Parteikandidaten: In mehr als 40 Prozent punkten die Angriffe für die Angreiferin bzw. den Angreifer. Die Professoren Dr. Thorsten Faas und Dr. Jürgen Maier belegen dies in einer Studie anhand der Fernsehkonfrontation zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück 2013.

Behandlung von Psychosen: Ambulante Verhaltenstherapie zeigt gute Wirkung

Patienten mit Psychosen profitieren von einer ambulanten Verhaltenstherapie. Das zeigt eine klinische Studie von Psychologen der Universitäten Hamburg und Marburg, in der die Störungsverläufe von Probanden einer Therapiegruppe mit denen einer Wartegruppe verglichen wurden. Patienten der Therapiegruppe zeigten im Vergleich zur Wartegruppe nach der Therapie eine größere Verbesserung der Symptome, konnten ihren Alltag besser bewältigen und waren insgesamt zufriedener mit ihrem Leben. Die Ergebnisse der Studie wurden im "Journal of Consulting and Clinical Psychology" veröffentlicht.

Psychoanalyse: Demokratische Grundwerte werden immer häufiger abgelehnt

Psychoanalyse: "Die demokratische Gesellschaft ist nicht von den Rändern bedroht, sondern aus ihrer Mitte heraus." Zu diesem Ergebnis kommt PD Dr. Oliver Decker (Universität Leipzig) auf der Basis empirischer Studien. Die Untersuchungen "belegen seit Jahren die bundesweite Präsenz einer vorurteilsverhafteten Einstellung und die Ablehnung demokratischer Grundwerte." Die aktuelle Flüchtlingseinwanderung verschärft die Problematik zusätzlich. In der Fachzeitschrift "Psychoanalyse - Texte zur Sozialforschung" reflektiert Decker die Hintergründe.

Explorative Studie belegt - 42 Prozent der Tindernutzer bereits liiert

Prof. Wera Aretz, Prodekanin Fachbereich Wirtschaft & Medien an der Hochschule Fresenius in Köln, veröffentlicht die Ergebnisse Ihrer Studie "Match me if you can". Darin untersucht sie das Nutzerverhalten unterschiedlicher Zielgruppen im Hinblick auf die Smartphone-App Tinder. Während Frauen sich durch einen großen Kreis interessierter Datingpartner bestätigt fühlen, fokussieren sich Männer klar auf die durch Tinder gewonnene Anzahl neuer sexueller Kontakte.

Facebook-Experiment: Attraktives Profilbild erhöht die Jobchancen

Arbeitgeber suchen in sozialen Netzwerken nach Informationen zu Stellenbewerbern und lassen sich bei der Vorauswahl von Facebook-Profilbildern leiten. Das weist eine Studie, die das Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) veröffentlicht hat, jetzt erstmals wissenschaftlich nach. Forscher der belgischen Universität Gent fanden in einem umfangreichen Feldversuch heraus, dass der durch die Profilbilder vermittelte Eindruck von Aussehen und Charakter der Bewerber maßgeblich in die Entscheidung einfließt, wer zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird.

Maßregelvollzug: Die Einweisungspraxis ist wissenschaftlich unseriös

Die Einweisung in den Maßregelvollzug ist relativ treffunsicher. Aus den einzelnen Prüfschritten ziehen Dr. Christoph Schmitt und Dr. Martin Rettenberger die Schlussfolgerung, dass die aktuelle Praxis der zugrundeliegenden Schuldfähigkeitsbegutachtung wissenschaftlich und kriminalpolitisch kaum fundiert ist. Wieviel "Elendsdiagnostik" hat dazu beigetragen, die Zahl der Patienten im geschlossenen Maßregelvollzug in Deutschland zwischen 1997 und 2013 zu verdoppeln? Über dringenden Reformbedarf berichten Schmitt, Rettenberger und Kollegen in der aktuellen Ausgabe der unabhängigen Fachzeitschrift "Forensische Psychiatrie und Psychotherapie".

Wirtschaftspsychologie: Resilienz als Widerstandskraft in Krisen- und Belastungssituationen

Wirtschaftspsychologie: Resilienz bezeichnet die Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen und Belastungen. Hohe Resilienz vermindert den Stress, stabilisiert die Gesundheit und steigert die Arbeitsproduktivität. Programme zur Steigerung von Resilienz und zum Abbau von Stress werden häufig angeboten, die Wirkungen sind jedoch oft bescheiden und fragwürdig. Die unabhängige Fachzeitschrift "Wirtschaftspsychologie" bietet in der aktuellen Schwerpunktausgabe einen differenzierten Überblick. Die Gastherausgeber Prof. Dr. Manfred Mühlfelder und Prof. Dr. Andres Steffanowski (SRH Hochschule) definieren: "Anpassungsfähigkeit, Zielorientierung, Integrationsfähigkeit und Strukturerhalt sind die wesentlichen Eigenschaften widerstandsfähiger Personen."




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