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Bilder im Kopf - das Geheimnis schöner Gedichte

Eine neue Studie der New York University und des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik zeigt, dass lebendige bildhafte Sprache die Attraktivität von Lyrik am stärksten beeinflusst. Die Ergebnisse verbessern unser Verständnis von ästhetischen Präferenzen im Allgemeinen.

Schön traurig

Warum schauen wir uns traurige Filme an? Was reizt uns an einem Kunstwerk, Theaterstück oder Musikstück, das uns Angst macht, uns zum Weinen bringt oder andere negative Emotionen in uns hervorruft? Forscher des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik haben ein umfassendes psychologisches Erklärungsmodell für dieses scheinbar paradoxe Phänomen entwickelt.

Von der Großmutter bis zum Enkel

In den Kriegsjahren 1944 bis 1945 erlebten die Niederlande einen Hungerwinter. Untersuchungen ergaben, dass Kinder der Mütter, die während dieser Zeit schwanger waren, Tendenzen zu Übergewicht und Zivilisationskrankheiten aufwiesen. Die Kinder der Frauen, die während der Belagerung von Leningrad im Zweiten Weltkrieg schwanger waren, zeigten keine dieser Neigungen. Der Unterschied: Im Gegensatz zur Sowjetunion entwickelte sich in Holland nach 1945 eine Wohlstandgesellschaft, in der es im Überfluss Nahrung gab. Die niederländischen Kinder waren jedoch auf eine ressourcenarme Hungerwelt programmiert.

Der Hund als Psychotherapeut und Arzt

Hunde werden heute gerne in der therapeutischen Arbeit z.B. mit Kindern oder Demenzpatienten eingesetzt. Die therapeutischen Qualitäten von Hunden hat bereits Sigmund Freud geschätzt. Sein geliebter Chow-Chow Yofie war bei den Analysesitzungen mit dabei und übte seinen therapeutischen Einfluss aus. So soll er z.B. das Ende der Sitzungen signalisiert haben, indem er einfach aufstand und sich zur Tür begab. Dass Hunde nicht nur über besondere psychotherapeutische Fähigkeiten verfügen, sondern auch sonst medizinisch und pflegerisch gute Arbeit leisten können, zeigt der Autor und Medizinjournalist Rainer Otte in einem Beitrag für den Band Die sokratische Hundeschule.

Das Schöne als Urkraft der Natur und zentrale Lebenskraft

Der Wiener Psychiater und Psychotherapeut Michael Musalek setzt in seinen Therapien schon lange auf die Heilkraft des Schönen. Mit seinem zweibändigen Werk Der Wille zum Schönen hat Musalek nun die Ergebnisse seiner Grundlagenforschung zum Phänomen des Schönen vorgelegt. Das Schöne ist für ihn nicht etwas, das wie ein Bonbon das Leben am Abend nach den täglichen Mühen und Plagen versüßt, sondern eine "alles bewegende Urkraft der Natur", die alle menschlichen Handlungen und Empfindungen prägt.

Forensik: Gruppenanalyse dient der Therapie und der Sicherheit

Die Gruppenanalyse bietet für die forensische Psychotherapie große Erfolgschancen, betont Professor Dr. Klaus Hoffmann (Reichenau) in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Forensische Psychiatrie und Psychotherapie". "Gruppenanalyse bezieht die gesellschaftlichen und politischen Ebenen in die direkte therapeutische Arbeit ein, benennt die individuellen wie kollektiven Verantwortungen."

Pierre Janet, Vordenker der Verhaltenstherapie: holistische, dynamische und genetische Psychologie

Die Verhaltenstherapie ist im Gegensatz zur Psychoanalyse ein relativ junges Verfahren. Dennoch kann sie sich auf einen Vordenker beziehen, der vor mehr als 100 Jahren Konzepte entwickelt hat, die bis heute relevant sind: Pierre Janet (1859-1947) liefert als Mitbegründer der wissenschaftlichen Psychologie auch heute aktuelle Einblicke und Anregungen. Inzwischen sind vier Bände in der Reihe "Pierre Janets Beiträge zur modernen Psychiatrie und Psychologie" erschienen.

Forensische Psychotherapie: Mutter-Baby-Therapiegruppe in Haft

Forensische Psychotherapie: Wenn Straftäterinnen in Haft Mutter werden, kann ihre Resozialisierung gewinnen. Doch möglicherweise können auch psychosoziale Komplikationen zunehmen. Pamela Windham Stewart hat Mutter-Baby-Therapiegruppen im Gefängnis aufgebaut und berichtet über ihre Erfahrungen in der aktuellen Ausgabe von "Forensische Psychiatrie und Psychotherapie".

"Hirndaten müssen geschützt werden, bevor es zu spät ist"

Schon bald könnte die Gehirnaktivität ähnlich einfach erfasst werden wie bislang Handydaten und Bewegungsprofile. Enorme Fortschritte im Bereich Künstlicher Intelligenz machen das möglich, auch aufgrund millionenschwerer Investitionen weltweit. Doch bislang sind diese hochsensiblen Daten im nicht-medizinischen Umfeld viel zu wenig geschützt. Zu diesem Schluss kommen Neurowissenschaftler, Mediziner und Ethiker unter Beteiligung des Universitätsklinikums Freiburg im Fachmagazin Nature. "Daten der Hirnaktivität sind unsere persönlichsten Daten überhaupt. Wir brauchen dringend eine gesellschaftliche Debatte, wie Hirndaten genutzt werden dürfen, bevor die Konzerne Fakten schaffen", sagt Dr. Philipp Kellmeyer, Wissenschaftler an der Klinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums Freiburg und einziger europäischer Ko-Autor des Artikels, der am 11. November 2017 erschienen ist.

Sucht: die besten Wege der Selbstbefreiung

Sucht: Selbstheilung ist eine Herausforderung, gelingt jedoch häufig. Professor Dr. Harald Klingemann (Bern) hat die Möglichkeiten empirisch untersucht und schildert sie in seinem aktuellen Taschenbuch "Sucht - Selbstheilung ist möglich". Professionelle Therapie kann dazu beitragen, ist meist jedoch nicht notwendig.




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