COVID-19: Das erste intensivmedizinische Behandlungsmanual ist erschienen
Das Manual "Beatmungs- und Intensivtherapie bei COVID-19" ist als e-book erschienen und bei Pabst Science Publishers erhältlich: www.pabst-publishers.com/shop-checkout/suche/suchedetailergb. Das Manual liefert Ärztinnen/Ärzten und Pflegenden konkrete, detaillierte Handlungsanleitungen (Standard Operation Procedures). Intensivmedizinischen Fachkräften dient es als Refresher-Kurs, Quereinsteigern aus anderen medizinischen Fachbereichen als Crashkurs und beiden Gruppen als übersichtliches Nachschlagewerk.
"Es müssen schnell Lösungen gefunden werden, um die Situation von Betroffenen zu entschärfen"
Die Corona-Krise stellt psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche sowie Kinder psychisch kranker Eltern vor besonders große Herausforderungen: Kitas und Horte sind geschlossen; therapeutische Angebote brechen weg. Es bestehe die Gefahr, dass sich dadurch die psychischen Störungen bei den Betroffenen verstärken, warnt Kinder- und Jugendpsychologe Prof. Dr. Julian Schmitz (37) vom Institut für Psychologie der Universität Leipzig. Er ist Mitverfasser einer aktuellen Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. Darin werden die Landesregierungen aufgefordert, eine Notbetreuung für die betroffenen Kinder in Kitas und Schulen anzubieten.
Jahrbuch Sucht: 1,6 Millionen Alkoholabhängige, 1,4 Millionen Alkoholgefährdete, 74.000 Alkoholtote, 60 Milliarden Euro volkswirtschaftliche Kosten
Etwa zehn Prozent der deutschen Bevölkerung sind abhängig von Suchtmitteln. Einerseits gehen Nikotin- und Alkoholmissbrauch leicht zurück, doch andere Abhängigkeitserkrankungen nehmen - auf einem wesentlich geringeren Niveau - zu: Medikamente, Drogen, Elektronik und Glücksspiele gefährden immer stärker die Gesundheit. Allein die Zahl der alkoholbedingten Todesfälle wird in Deutschland auf jährlich etwa 74.000 geschätzt. Im Jahrbuch Sucht 2020 bieten Experten der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) einen aktuellen Überblick.
Psychologische Studie zum Erleben der Corona-Epidemie: Viele Menschen wachsen an den Herausforderungen der Krise
Die Corona-Krise hat Deutschland fest im Griff, die Lage ist ernst. Manche Menschen erkranken schwer durch das Virus, die Zahl der Todesfälle steigt. Alle Menschen müssen lernen, mit den Herausforderungen dieser Zeit, wie den Ausgangsbeschränkungen, zu leben. Eine Blitzumfrage unter mehr als 1.200 Personen, die Prof. Dr. Nico Rose von der International School of Management (ISM) in Dortmund durchgeführt hat, bestätigt dieses Bild. Sie legt aber auch nahe, dass viele Menschen im Angesicht der Herausforderungen eine Art psychisches Wachstum erfahren.
Suchtabhängige in der Corona-Krise zusätzlich gefährdet: Therapieabbruch, Verelendung, tödliche Infektionsrisiken
Insbesondere die niedrigschwellige Suchtberatung ist ein neuralgischer Punkt in der kommunalen Grundversorgung Suchtkranker. Kann sie durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht mehr gewährleistet werden, gefährdet dies die Gesundheit und das Überleben tausender abhängigkeitskranker Menschen. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) und ihre Mitgliedsverbände appellieren, hilfsbedürftige Menschen mit Suchterkrankungen auch und gerade in der von den Auswirkungen der Ausbreitung des Corona-Virus überschatteten aktuellen Situation adäquat zu versorgen und die Fachkräfte der Suchthilfe entsprechend auszustatten!
Professorinnen der Frankfurt UAS und der Hochschule Koblenz initiieren Appell an die Politik: Sorge über die aktuelle Situation gefährdeter Jungen und Mädchen / 100 Wissenschaftler/-innen aus Hochschulen in ganz Deutschland unterzeichnen Aufruf / Heikle Situation wegen Isolation der Kinder in den Familien sowie deutlicher Absenkung fachlicher Standards in der Jugendhilfe infolge der Corona-Krise
Ansteckung mit dem Coronavirus: Am meisten gefürchtet sind andere Menschen - und Türklinken
Welche Befürchtungen treiben die Menschen in Deutschland beim Thema neuartiges Coronavirus und Infektionsrisiko besonders um? Als einen wahrscheinlichen Übertragungsweg für den Krankheitserreger sehen sie hauptsächlich die Nähe zu anderen Menschen (81 Prozent) und verunreinigte Türklinken (61 Prozent) an. Dies zeigen erste Ergebnisse des „Corona-Monitors“ des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). „Künftig wollen wir jede Woche messen, wie die Bevölkerung in Deutschland das Risiko durch das neuartige Coronavirus wahrnimmt“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Wir hoffen, dass uns diese repräsentative Umfrage damit eine Art ‚Fieberkurve‘ liefert, aus der sich ablesen lässt, wie die Menschen das Risiko einschätzen und mit ihm umgehen.“
Was ist schön? Diese Frage lässt sich gar nicht so leicht beantworten, denn Schönheit ist nichts Objektives. Schönheitsideale sind kulturell und historisch bedingt, sind gesellschaftliche Normen, produzieren und reproduzieren gesellschaftliche Machtstrukturen. Anhand von Medien hat sich Prof. Dr. Heike Steinhoff vom Englischen Seminar der Ruhr-Universität Bochum (RUB) diese Ideale angeschaut. Sie stellt fest: Der Trend geht von der Optimierung des Körpers hin zur mentalen Optimierung. Liebe deinen Körper, egal wie er aussieht – das klingt zunächst gut, bürdet aber die Verantwortung für das eigene Wohlbefinden allein dem Individuum auf.
Wie Sie häusliche Isolation und Quarantäne gut überstehen – Psychologische Hilfen in herausfordernden Zeiten
Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 und die dadurch verursachte Krankheit mit offiziellem Namen Covid-19 veranlassen weltweit drastische Maßnahmen, die die massenhafte Ausbreitung verhindern sollen. Wenn keine bevölkerungsweite Verhaltensänderung eintritt, „(…) besteht die Gefahr, dass wir in zwei bis drei Monaten bis zu 10 Millionen Infizierte haben, mit entsprechender Überlastung des Gesundheitssystems“1. Dieser Prozess lässt sich allerdings bremsen. Neben den bekannten Hygieneregeln spielt insbesondere das Einhalten zwischenmenschlicher Distanz dabei eine entscheidende Rolle.
Zusammenhang zwischen narzisstischer Persönlichkeit und Rechtspopulismus aufgedeckt
In vielen Ländern Westeuropas, darunter auch Deutschland, haben rechtsradikale populistische Parteien in den letzten Jahren großen Zulauf bekommen. Eine neue Studie zeigt, dass dies nicht nur aktuellen Entwicklungen wie der sogenannten Flüchtlingskrise zuzuschreiben ist, sondern dass ein Teil der Wählerschaft aufgrund seiner Persönlichkeitsstruktur stärker zu rechtspopulistischen Strömungen neigt. So können psychologische Komponenten eine entscheidende Rolle für politische Einstellung und die Wahlentscheidung spielen. „Wir haben festgestellt, dass eine bestimmte Ausprägung des Narzissmus, die mit Fremdabwertung einhergeht, eher zur Unterstützung von rechtsradikalen Parteien führt“, sagt Dr. Carl Berning, Institut für Politikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU). Gemeinsam mit Dr. Sabrina Mayer von der Universität Duisburg-Essen und Dr. David Johann von der Universität Zürich hat Berning die Folgen von Narzissmus untersucht.